Im zweiten Spiel der IIHF Weltmeisterschaft 2026 in der Schweiz hat die Männer-Nationalmannschaft gegen Lettland nach einer intensiven Partie nicht punkten können. Das Spiel endete mit 0:2 (0:1, 0:1, 0:0).
Der DEB-Auswahl gehörten die ersten Minuten durch einen druckvollen Start und erste Chancen, die Lettlands Torhüter Kristers Gudlevskis parieren konnte. Nach knapp sechs Minuten musste auch Philipp Grubauer im deutschen Tor erstmals eingreifen. Es entwickelte sich ein Spiel mit offenem Visier und mehr Torszenen auf beiden Seiten. Kurz vor der Pause traf dann Martins Dzierkals von der blauen Linie zum 1:0-Pausenstand (19.).
Das restliche deutsche Powerplay aus dem ersten Drittel blieb auch nach dem Seitenwechsel ohne Torerfolg. Dafür schoss Rudolfs Balcers in der 25. Minute in Überzahl das 2:0. Die deutsche Mannschaft erhöhte umgehend den Druck, traf aber bei ihrer besten Gelegenheit nur den Pfosten. Lettland blieb auch in dieser Phase weiter gefährlich bei Kontern, die Grubauer vereiteln konnte. Joshua Samanski hatte in der 32. Minute bei einem Alleingang den Anschlusstreffer auf dem Schläger, blieb jedoch an Gudlevskis hängen. Kurz vor der Pause agierte die DEB-Auswahl wieder aktiver als die Letten, konnte sich aber nicht mit ihrem ersten Tor belohnen.
Auch zu Beginn des Schlussdrittels hatte Samanski die nächste Großchance zum ersten deutschen Tor, doch der Puck flog am Gehäuse vorbei. Trotz eines weiteren Powerplays gelang dem DEB-Team nicht der ersehnte Anschlusstreffer. In der Schlussphase warf Bundestrainer Harold Kreis noch einmal alles in die Waagschale, als er fünf Minuten vor dem Ende Torhüter Grubauer vom Eis nahm. Im Endspurt gelang dem DEB-Team kein Treffer, sodass das Duell mit 0:2 endete.
Zum besten deutschen Spieler wurde Leon Hüttl gewählt.
Das dritte WM-Spiel in der Gruppe A steht für die DEB-Auswahl am Montagabend an. Gegner ist Vizeweltmeister und WM-Gastgeber Schweiz. Spielbeginn ist erneut um 20:20 Uhr.
Statistik zum Spiel #GERLAT
Stimmen zum Spiel #GERLAT
Bundestrainer Harold Kreis: „Unsere Mannschaft hat auch heute sehr engagiert gespielt. Es gibt heute verschiedene Dinge, an denen wir für die nächsten Spiele arbeiten müssen. Die Letten haben mit einer sehr guten defensiven Struktur agiert, das war wie erwartet. Wir haben es dem lettischen Torhüter insgesamt heute zu einfach gemacht, weil wir ihm bei unseren Schüssen nicht die Sicht genommen haben. Da müssen wir für mehr Verkehr sorgen und einen direkteren Weg zum Tor suchen. Das müssen wir in den kommenden Spielen besser umsetzen.“
Kapitän und Verteidiger Moritz Seider: „Wir haben heute verloren, weil wir keinen Verkehr vor dem gegnerischen Tor hatten. Wir haben uns zwar viele Spielanteile und gefährliche Chancen rausgespielt, aber ohne Verkehr vor dem Gehäuse macht man es dem Torhüter leicht. Morgen haben wir eine Chance, gegen ein Top-Team in einer großartigen Atmosphäre Wiedergutmachung zu betreiben – für uns selbst und für unser Selbstbewusstsein. Es war heute auch genug Gutes dabei.“
Stürmer Lukas Reichel: „Die Letten haben heute geschickt gekontert und dann die Tore geschossen, als es darauf ankam. Und wir haben trotz vieler Chancen einfach kein Tor gemacht. Am Ende hat uns der eine Treffer gefehlt, um wieder richtig ins Spiel zu kommen und dann nachzulegen. Der Glaube an uns ist weiter da, vor allem auch, weil unser Einsatz und Wille stimmen.“
