Zum Auftakt der IIHF Weltmeisterschaft 2026 in der Schweiz hat die Männer-Nationalmannschaft gegen Finnland eine Niederlage hinnehmen müssen. Vor 9.516 Zuschauern in der Swiss Life Arena in Zürich lautete der Endstand 1:3 (0:1, 0:0, 1:2). Torschütze für die DEB-Auswahl war Stefan Loibl. Im deutschen Tor startete Philipp Grubauer.
Das DEB-Team fand schnell in die erste Partie dieser WM. In der achten Minute musste Maximilian Kastner jedoch nach einem Beinstellen auf die Strafbank. Die Finnen, die 13 NHL-Spieler im Kader vorweisen können, nutzten ihr erstes Überzahlspiel zur 1:0-Führung durch Anton Lundell (9.). Nach elf gespielten Minuten verpassten die deutschen Powerplay-Reihen mit zwei Chancen knapp den Ausgleich. Die Favoriten aus Finnland hatten danach wieder die Partie in ihrer Hand und erhöhten den Druck auf das deutsche Tor.
Gleich zu Beginn des zweiten Drittels kratzte Verteidiger Moritz Seider den Puck akrobatisch von der Torlinie und verhinderte so den zweiten finnischen Treffer. Das folgende Powerplay für das deutsche Team blieb lange ohne große Gefahr für den finnischen Schlussmann Justus Annunen, der erst am Ende der Strafe zweimal eingreifen musste. Die größte Gelegenheit hatte in 26. Minute Dominik Kahun, der nach einem Stockschlag von Nikolas Matinpalo das Zuspiel von Kastner knapp verpasste. Nach rund der Hälfte im Mitteldrittel agierte die Mannschaft von Bundestrainer Harold Kreis vier Minuten in Überzahl, letztlich ohne Torerfolg. Das Tempo blieb weiter hoch, weitere Tore fielen bis zur zweiten Pause nicht.
Nach dem Seitenwechsel musste das DEB-Team erneut in Unterzahl spielen, was Jesse Puljujarvi freistehend am langen Pfosten zur 2:0-Führung (44.) nutzte. Eric Mik hatte in der 47. Minute eine weitere Gelegenheit für den ersten deutschen Treffer. Dieser gelang dann nur zwei Minuten später Loibl per Direktabnahme (49.). Wieder in Unterzahl konnte sich Grubauer mehrmals mit Paraden auszeichnen. Das mutige Agieren der DEB-Spieler sorgte in der Schlussphase für weitere Spannung. Doch der aggressive Forecheck der Skandinavier erzwang einen Scheibenverlust im deutschen Drittel, den Aatu Raty zum 3:1 (56.) verwertete. Rund viereinhalb Minuten vor dem Ende zog Bundestrainer Kreis den Torwart für einen sechsten Feldspieler. Das Spiel endete ohne weiteren Jubel mit 3:1 für Finnland.
Bester DEB-Spieler wurde Philipp Grubauer.
Das zweite WM-Spiel in der Gruppe A steht für die DEB-Auswahl am Sonntagabend an. Gegner ist Lettland, Spielbeginn ist 20:20 Uhr.
Statistik zum Spiel #FINGER
https://www.iihf.com/de_ch/events/2026/wm/gamecenter/playbyplay/69588/1-fin-vs-ger
Stimmen zum Spiel #FiNGER
Bundestrainer Harold Kreis: „Wir wollten gut in das Turnier starten, das ist uns heute gelungen. Die Mannschaft hat engagiert gespielt und war läuferisch stark. Wir wussten, dass wir physisch spielen mussten, so haben wir auch schnell zu unserem Spiel gefunden. Die Finnen haben zweimal im Powerplay getroffen. Wir hatten es unheimlich schwer, unser Powerplay aufzuziehen. Wir werden diese Erfahrung für unsere Analyse nutzen. Insgesamt haben wir aber eine starke Mannschaftsleistung gesehen und Philipp Grubauer hat uns im Spiel gehalten. Heute haben die Special Teams den Unterschied gemacht.“
Stürmer Stefan Loibl: „Das war heute ein schnelles und enges Spiel. Philipp hat uns mit einigen starken Saves im Spiel gehalten. Entscheidend waren am Ende die Special Teams. Bei gleicher Spieleranzahl haben wir insgesamt gut agiert. Aber wir haben eben im Powerplay kein Tor gemacht. Das müssen wir analysieren, um es beim nächsten Spiel besser zu machen.“
Torhüter Philipp Grubauer: „Wir haben im ersten Drittel etwas gebraucht, um ins Spiel hineinzukommen. Es war für uns das erste Spiel in dieser Zusammensetzung. Im letzten Drittel haben wir ordentlich Tempo gemacht und in der Offensive Chancen kreiert. Am Ende haben die Special Teams den Unterschied gemacht.“
