In Spiel zwei der IIHF U18-Weltmeisterschaft 2026 in der Slowakei (Trenčín und Bratislava) traf das Team von U18-Bundestrainer Andreas Becherer am heutigen Donnerstag auf die Mannschaft aus Dänemark. Rund 1.000 Zuschauer waren in die Vladimir Dzurilla Eisarena in Bratislava gekommen, in der die DEB-Auswahl eine 1:4-Niederlage gegen die dänische Mannschaft hinnehmen musste. Der Torschütze auf deutscher Seite war Tim Hartmann.
Am Samstag, den 25. April 2026, steht für die deutsche Nachwuchsauswahl das dritte WM-Spiel an. Dann geht es um 12:00 Uhr gegen Tschechien auf das Eis.
Die deutsche Mannschaft wollte zu Beginn ordentlich Druck auf die Aufsteiger aus Dänemark machen. Tatsächlich dauerte es nur bis zur 4. Spielminute, bis Tim Hartmann die DEB-Auswahl mit 1:0 in Führung bringen konnte. Das Team um U18-Bundestrainer Andreas Becherer blieb dran, stand stark in der Defensive und kam immer wieder gefährlich in Richtung dänisches Tor. Doch einige Ungenauigkeiten mit der Scheibe ermöglichten auch Dänemark immer wieder Torchancen Gut die Hälfte des ersten Drittels war gespielt, als die deutsche Mannschaft zum ersten Mal in Überzahl agieren konnte – das Powerplay blieb ohne Torerfolg. Beim anschließenden Überzahlspiel der Dänen übten diese enormen Druck aus, die Scheibe konnten sie jedoch nicht im deutschen Tor unterbringen. Die Skandinavier kamen gegen Ende des ersten Spielabschnitts immer besser in die Partie – und prompt konnten diese in der 18. Minute durch Lucas Althof zum 1:1 ausgleichen. Mit diesem Spielstand ging es in die erste Pause.
Ins Mitteldrittel startete die DEB-Auswahl in Unterzahl – durch eine Strafe wegen Hakens, die sich Daniel Kettler am Ende des ersten Spielabschnitts noch eingehandelt hatte. Die Dänen konnten sich im Powerplay gute Chancen erarbeiten, unter anderem durch einen Schuss von Lucas Kjelgaard an die Latte des deutschen Tors. Die DEB-Auswahl hatte anschließend eine gute Druckphase, doch auch die Dänen erarbeiteten sich immer wieder ihre eigenen Möglichkeiten. Ein Unterzahlspiel der deutschen Mannschaft wegen einer Strafe gegen Luis Becker konnte Dänemark nutzen, um erstmals im Spiel in Führung zu gehen – Andreas Kloeve traf in der 27. Spielminute. Jetzt Deutschland wieder am Drücker – der dänische Schlussmann Anton Wilde hielt seinen Kasten jedoch sauber. Diese Phase wurde jäh unterbrochen durch eine Strafe gegen Nikita Bloch wegen hohen Stocks, die aber folgenlos blieb. Nach einer hart umkämpften Schlussphase und einem torlosen deutschen Powerplay ging es mit der knappen Führung der Dänen in die Kabine.
Im letzten Spielabschnitt, nach wenigen Sekunden, ein Schreckmoment für die deutsche Mannschaft – der Pfosten verhinderte jedoch das dritte dänische Tor. Rund fünf Minuten waren gespielt, da sorgte Deutschland für Druck vor dem dänischen Tor, unter anderem durch eine Doppelchance von Lukas Steinhauser – doch es gab kein Vorbeikommen am dänischen Goalie Anton Wilde. Das Spiel war weiterhin hart umkämpft. Eine Strafe gegen Deutschland wegen Beinstellens von Lukas Steinhauser konnten die Dänen nicht zum Führungsausbau nutzen. Rund vier Minuten vor Schluss, Max Calce mit einer Großchance, doch auch hier konnte der dänische Goalie parieren. Noch gute zwei Minuten auf der Uhr, da zog U18-Bundestrainer Andreas Becherer Torhüter Niclas Wolter. Das konnten Andreas Kloeve zum 3:1 und Alexander Lepola zum 4:1 nutzen, was gleichzeitig auch das Endergebnis war.
Als bester deutscher Spieler des Spiels wurde Max Calce ausgezeichnet.
Offizielle Statistik :DENGER
Stimmen zum Spiel #DENGER
U18-Bundestrainer Andreas Becherer: „Erstmal sind wir natürlich enttäuscht. Wir hatten uns sehr viel vorgenommen. Aber so ist der Sport: Obwohl wir mehr vom Spiel und mehr Torschüsse hatten, zählt am Ende nur das Ergebnis auf der Anzeigetafel. Es ist uns heute nicht gelungen, das Momentum, das wir immer wieder hatten, in Tore umzumünzen. Jetzt gilt es den Kopf freizubekommen, zu regenerieren, das Spiel sauber zu analysieren und dann den Fokus voll auf die entscheidenden Momente in den nächsten beiden Partien zu richten.“
Stürmer Lukas Steinhauser: „Wir hatten gute Momente im Spiel, haben unsere Chancen aber nicht konsequent genutzt. Am Ende waren wir einfach nicht zielstrebig genug – die Dänen waren da deutlich kaltschnäuziger. Jetzt heißt es das Spiel abzuhaken, den Fokus auf die letzten beiden Partien zu legen und es dort besser zu machen.“
