Im zweiten Gruppenspiel des olympischen Eishockeyturniers in Mailand trifft die deutsche Männer-Nationalmannschaft am Samstagmittag auf Lettland. Hier gibt es alle wichtigen Informationen zum zweiten Gruppengegner der deutschen Mannschaft.
Olympia und WM: direkter Vergleich
Bisher gab es bei Olympischen Spielen ein einziges Aufeinandertreffen zwischen beiden Mannschaften, welches inzwischen allerdings fast auf den Tag genau 24 Jahre her ist. Am 13. Februar 2002 gewann Deutschland in Salt Lake City mit 4:1.
Im Rahmen von Weltmeisterschaften gab es diese Paarung dagegen schon elfmal. Die Bilanz spricht eine klare Sprache: Gleich achtmal behielt das DEB-Team die Oberhand, der höchste Sieg war ein 8:1 in der Vorrunde im Mai 2024 in Ostrava (Tschechien). Nur in zwei Partien konnten sich die Letten durchsetzen, ein Duell endete Remis.
Letztmals spielten die zwei Mannschaften beim Deutschland Cup 2025 in Landshut gegeneinander. Das Team von Bundestrainer Harold Kreis entschied die Auftaktbegegnung Anfang November des vergangenen Jahres souverän mit 4:1 für sich.
Olympia und WM: Lettland bei Turnieren
Lettland hat sich zum sechsten Mal für die Olympischen Winterspiele qualifiziert. Das bisher beste Ergebnis war dabei ein achter Platz 2014 in Sotschi (Russland). Vor vier Jahren in Peking unterlag die lettische Eishockeynationalmannschaft in der Viertelfinal-Qualifikation mit 2:3 gegen Dänemark und belegte damit Rang elf.
Bei Weltmeisterschaften waren die Letten schon 33-mal vertreten. Highlight: Die Bronzemedaille 2023. Als Co-Gastgeber schaffte es Lettland bis ins Halbfinale (2:4 gegen Kanada). Im Spiel um Platz drei gelang im finnischen Tampere ein 4:3-Sieg nach Overtime gegen die USA.
Olympia- und WM-Medaillen: 1
Aktuelle IIHF-Weltranglistenplatzierung: 11.
Kader: Viel internationale Erfahrung
Im lettischen Olympiakader stehen jede Menge erprobte Cracks, die über viel Erfahrung aus Top-Ligen und internationalen Großturnieren verfügen. Unter anderem stehen Nationaltrainer Harijs Vitolins fünf aktuelle NHL-Profis zur Verfügung.
Zwei Spieler dieses Quintetts sind im Tor zuhause. In Elvis Merzlikins (Columbus Blue Jackets) und Arturs Silovs (Pittsburgh Penguins) gehören gleich zwei NHL-Goalies zum Aufgebot, komplettiert wird das Trio von Kristers Gudlevskis von den Pinguins Bremerhaven aus der PENNY DEL. Der „Torhüter des Jahres“ der vergangenen beiden Spielzeiten in Deutschland konnte in dieser Saison verletzungsbedingt erst sieben Ligaspiele absolvieren.
Top-Verteidiger ist Uvis Balinskis, der mit den Florida Panthers 2025 den Stanley Cup gewann und zum Stammpersonal des Teams aus dem Sunshine State gehört. Der 29-Jährige war früher zwei Jahre lang im Nachwuchs der Augsburger Panther aktiv. Ansonsten setzt sich die Defensive größtenteils aus routinierten Profis aus der tschechischen Extraliga zusammen. Youngster Alberts Smits (18) spielt dagegen in Finnland für Mikkelin Jukurit und überzeugt in seiner ersten vollen Profisaison auf höchstem Niveau.
Bekanntester Name im Angriff dürfte der von Kaspars Daugavins sein, der sein Land bei der Olympia-Eröffnungsfeier sogar als Fahnenträger anführen durfte. Daugavins nimmt an seinen vierten Olympischen Spielen teil. Der frühere NHL-Spieler steht aktuell in Deutschland bei den Kassel Huskies in der DEL2 unter Vertrag. In der Saison 2022/23 sammelte der mittlerweile 37-Jährige noch 49 Scorerpunkte in 55 PENNY-DEL-Spielen für die Iserlohn Roosters. Und auch Rihards Burkarts (HC Presov, Slowakei) war bereits in Deutschland aktiv, unter anderem in Schwenningen und Düsseldorf. Aus der NHL stoßen Teddy Blueger (Vancouver Canucks) und Zemgus Girgensons (Tampa Bay Lightning) dazu. Hinzu kommen einige weitere Profis aus der AHL. Der torgefährliche Rudolfs Balcers war ebenfalls jahrelang in Nordamerika aktiv. Seit drei Jahren stürmt der Angreifer für die ZSC Lions in der Schweiz.
