Couragierte Leistung, dennoch setzt sich der Favorit durch: Die deutsche Frauen-Eishockeymannschaft hat das Viertelfinale des olympischen Eishockeyturniers mit 1:5 (0:2, 0:1, 1:2) gegen Kanada verloren. Damit ist das Turnier für das Team von Frauen-Bundestrainer Jeff MacLeod beendet. Das Tor vor 3.913 Zuschauern in der Milano Rho Ice Hockey Arena erzielte Franziska Feldmeier in Unterzahl.
Die deutschen Frauen begannen stark. Schon nach 17 Sekunden hatte Emily Nix freie Schussbahn, leider ging ihr Abschluss ganz knapp daneben. Direkt im Gegenzug wurde auch Kanada durch Ella Shelton gefährlich, die einen Querpass verpasste. In der 2. Minute legten die Kanadierinnen dann vor. Die kanadischen Frauen hatten nach einem deutschen Wechsel zu viel Platz und Brianne Jenner schob frei vor Sandra Abstreiter ein. Trotzdem spielte Deutschland munter mit. Laura Kluge hatte in Unterzahl die nächste gute Chance, allerdings wurde die Angreiferin beim Schussversuch noch gestört. In der 10. Minute hatte Laura Stacey noch eine gute Möglichkeit für die Kanadierinnen, ansonsten verteidigte die deutsche Mannschaft sehr kompakt. Kurz vor dem Ende des zweiten Abschnitts gelang Claire Thompson (18.) per Distanzschuss der zweite Treffer.
Zum zweiten Drittel kam Kanada mit mehr Tempo aus der Kabine und deckte Abstreiter mit Schüssen ein. Die deutsche Torfrau hielt aber stark und verhinderte unter anderem mit der Schulter gegen Sarah Fillier den dritten Gegentreffer. Kurz darauf schlug Julia Gosling im Nachschuss über die Scheibe, dann klärte Abstreiter gegen Natalie Spooner mit der Stockhand (23./25.). Deutschland sorgte aber für Entlastung durch Celina Haider, die gefährlich vor dem kanadischen Kasten lauerte (26.). In der 28. Minute durfte die deutsche Mannschaft im Powerplay agieren. Hier kam Nix einen Schritt zu spät und Kanadas Torhüterin Emerance Maschmeyer hielt einen Schuss von Kluge (28.). Die Partie blieb eng, auch weil Deutschland weiter gut verteidigte. In Überzahl gelang Fillier in der 38. Minute aber aus spitzem Winkel das 3:0.
Blayre Turnbull schraubte das Ergebnis per Alleingang nach 38 Sekunden im Schlussdrittel weiter in die Höhe. In der 44. Minute verhinderte Abstreiter Schlimmeres gegen einen Abfälscher von Spooner. Deutschland blieb weiterhin dran und Kluge gab nach feinem Solo den nächsten Torschuss auf Maschmeyer ab (47.). In der 49. Minute belohnten sich die deutschen Frauen endlich für ihre gute Leistung: Franziska Feldmeier gelang im Eins-gegen-Eins gegen Maschmeyer ein Shorthander. Mehr ließ Kanada aber nicht zu. Kapitänin Marie-Philip Poulin markierte in der 56. Minute im Powerplay den 5:1-Endstand.
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