Die deutsche Frauen-Eishockeymannschaft hat ihr letztes Vorrundenspiel des olympischen Eishockeyturniers in Mailand gewonnen. Das Team von Frauen-Bundestrainer Jeff MacLeod siegte gegen Italien vor 3.898 Zuschauern in der Milano Rho Ice Hockey Arena mit 2:1 (0:0, 1:1, 1:0). Die Tore erzielten Emily Nix und Laura Kluge.
Katharina Häckelsmiller kehrte in das deutsche Lineup zurück, Sandra Abstreiter startete im Tor. Nicola Hadraschek-Eisenschmid feierte ihr 200. Länderspiel, Lilli Welcke spielte zum 50. Mal im Trikot der deutschen Frauen-Nationalmannschaft.
Das erste Drittel der Partie endete torlos. Beide Teams spielten auf Augenhöhe und kamen von Beginn an zu Chancen. Direkt in der ersten Minute war es Svenja Voigt, die knapp verpasste. Nach der ersten Strafe gegen das deutsche Team kamen auch die Gastgeberinnen in Überzahl zu ersten Gelegenheiten, um Abstreiter zu prüfen. Kurz vor der Pause sorgte Matilde Fantin für die größte Aufregung vor dem deutsche Tor.
Nur 21 Sekunden nach dem Seitenwechsel gelang Italien der erste Treffer. Anna Caumo schoss nach einem gewonnen Bully direkt und Justine Reyes fälschte zum 1:0 ab (21.). Nach 30 Minuten rettete der Pfosten für das deutsche Team und verhinderte so einen größeren Rückstand. Kurz darauf gelang dafür Emily Nix nach einem Zuspiel von Laura Kluge, die über die linke Seite den Puck vors Tor spielte, der verdiente Ausgleich (33.), der gleichzeitig der Pausenstand war.
Im Schlussdrittel hatte Kluge nach drei Minuten die erste Chance für das deutsche Team, als die Stürmerin kurz vor dem Tor frei zum Schuss kam. Das dritte deutsche Powerplay (ab 48.) blieb ohne Treffer, dafür hatten die Italienerinnen im Gegenzug die beste Chance auf die erneute Führung. In zwei weiteren Überzahlsituationen für Deutschland verteidigte Italien eng und ließ keine nennenswerten Torgelegenheiten zu. Die Gastgeberinnen ließen ihrerseits ebenso ein Powerplay verstreichen. Rund anderthalb Minuten vor dem Ende schloss Kluge ein Sololauf mit mit 2:1-Siegtor ab (59.).
Der Viertelfinaleinzug der Frauen-Eishockeymannschaft stand bereits vor dem Spiel fest, da die Schwedinnen ihr abschließendes Vorrundenspiel gegen Japan gewonnen hatten. Der Gegner der deutschen Auswahl wird nach dem Spiel Kanada gegen Finnland bekannt sein. Die Mannschaft von Frauen-Bundestrainer Jeff MacLeod trifft als Zweitplatzierter der Gruppe B auf den Zweitplatzierten der Gruppe A.
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Bundestrainer Jeff MacLeod: „Wir sind sehr stolz auf den Viertelfinaleinzug! Es waren für beide Teams heute sehr harte 60 Minuten, doch unsere Spielerinnen haben sich durchgekämpft und dabei einige harte Checks einstecken müssen. Das heutige Spiel war eine sehr gute Vorbereitung auf das Viertelfinale. Wir wollen das, was wir gezeigt haben, nun ins nächste Spiel mitnehmen. Darauf bereiten wir uns nun intensiv vor und werden die nächsten Tage nutzen – wer auch immer unser nächster Gegner sein wird. Wir müssen unser bestes Spiel spielen, dann ist alles möglich. Wir werden in den nächsten Tagen als Mannschaft zusammenkommen und gemeinsam bereit sein.“
Laura Kluge: „Der Viertelfinaleinzug fühlt sich unglaublich an! Wir hatten uns vorgenommen, jedes Spiel in der Vorrunde zu gewinnen, sind dann aber nicht optimal ins Turnier gestartet. Nun haben wir uns von Spiel zu Spiel gesteigert und können sehr stolz auf unsere Leistung sein. Italien hat es uns nicht einfach gemacht, dennoch haben wir heute zurecht gewonnen. Nun geht es im Viertelfinale gegen einen der beiden Titelkandidaten, gegen die wir nichts zu verlieren haben. Wir werden uns sehr gut auf das Duell vorbereiten, alles in das Spiel reinwerfen und freuen uns darauf.“
