Im zweiten Spiel des olympischen Eishockeyturniers in Mailand hat die deutsche Frauen-Eishockeymannschaft gegen Japan ihren ersten Sieg gefeiert. Das Team von Frauen-Bundestrainer Jeff MacLeod gewann mit 5:2 (3:0, 2:2, 0:0). Vor 3.777 Zuschauern in der Milano Rho Ice Hockey Arena erzielten Daria Gleißner, Emily Nix, Nicola Hadraschek-Eisenschmid (2) und Laura Kluge die Treffer. Sandra Abstreiter startete im Tor, Lisa Hemmerle war ihr Back-up.
Der deutschen Auswahl gelang ein Start nach Maß. Es waren gerade einmal 44 Sekunden gespielt, als der Kapitänin Gleißner die 1:0-Führung gelang (1.). In der vierten Minute hatte Japan durch Riri Noro die erste gefährliche Möglichkeit auf den Ausgleich, der Puck flog knapp am deutschen Gehäuse vorbei. In der neunten Minute erhöhte Emily Nix mit einem Rückhandschuss auf 2:0. Kurz darauf folgte für Team Deutschland das erste Powerplay, das ohne Treffer blieb. Wieder zu fünft war es Hadraschek-Eisenschmid, die aus kurzer Distanz den 3:0-Pausenstand erzielte (14.).
Team Japan wechselte zum Mitteldrittel ihre Torhüterin. Riko Kawaguchi konnte in der 24. Spielminute einen Schlagschuss von Hadraschek-Eisenschmid zunächst stoppen, doch der Puck fiel hinter ihr ins japanische Tor zum 4:0-Zwischenstand. Auf der anderen Seite konnte sich Abstreiter in der Folge einige Male auszeichnen und die ein oder andere Chance Japans vereiteln. Bei einem deutschen Konter setzte sich Celina Haider im Zweikampf gegen die japanische Verteidigerin stark durch und legte auf Kluge ab, die den Puck unter die Latte zum 5:0 ins Tor schoss (31.). Mit der ersten Strafe gegen die deutsche Mannschaft kam Japan mit einer Spielerin mehr zum ersten Erfolgserlebnis: Mei Miura fälschte einen Schuss von der blauen Linie unhaltbar ab (37.). Nur 22 Sekunden später verkürzte Yumeka Wajima bei 5-gegen-5 auf 5:2 (38.).
Nach dem Seitenwechsel agierte das deutsche Team zunächst in Unterzahl und musste auch nach dem Ende der Strafzeit druckvolle Japanerinnen in Schach halten. In dieser Phase gelangen den Deutschen wenig nach vorne. Die besten Gelegenheiten hatte Japan, die Abstreiter alle parieren konnte. Auch eine weitere Unterzahl verteidigten die Frauen von Bundestrainer Jeff MacLeod souverän und blieben ohne weiteres Gegentor. Der Schlussabschnitt blieb torlos und die Partie endete mit dem ersten Sieg für Deutschland.
Der nächste Gegner der Frauen-Eishockeymannschaft ist das Team aus Frankreich. Das Spiel findet am Montag, den 9. Februar 2026, um 16:40 Uhr in der Milano Rho Ice Hockey Arena statt.
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Bundestrainer Jeff MacLeod: „Wir haben heute ein fantastisches Spiel gegen einen schweren Gegner gezeigt. Unsere Spielerinnen haben von Beginn an Druck erzeugt und sich früh für ihr gutes Spiel belohnt. Besonders gut hat mir das Selbstvertrauen gefallen, das sie von Beginn an ausgestrahlt haben. Wir hatten bereits vor dem Spiel ein gutes Gefühl und haben uns von der Auftaktniederlage nicht beeinflussen lassen. Heute haben viele Spielerinnen herausragend gespielt, insgesamt war es eine gute Mannschaftsleistung. An diese tolle Performance möchten wir auch in den kommenden Spielen anknüpfen, dann können wir auch gegen Frankreich und Italien erfolgreich sein.“
Stürmerin Laura Kluge: „Nach der Auftaktniederlage war es für uns wichtig, mit viel Energie ins Spiel zu starten und den Japanerinnen unser Spiel aufzuzwingen. Das ist uns heute sehr gut gelungen. Unser frühes Tor hat geholfen, das Momentum auf unsere Seite zu ziehen. Wir haben heute unseren Flow gefunden, was sehr wichtig für den weiteren Turnierverlauf ist. Wir können heute viele positive Dinge aus dem Spiel mitnehmen, zugleich gibt es aber natürlich auch Sachen, an denen wir arbeiten müssen, um auch gegen die kommenden Gegner erfolgreich zu sein. Wir können uns darauf freuen, was in diesem Turnier noch kommt!“
