Erster Sieg im zweiten Eishockey-WM-Spiel: Deutschland schlägt die Slowakei mit 2:1!

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat den Olympiadritten aus der Slowakei mit 2:1 geschlagen. In einem hochklassigen und spannenden Aufeinandertreffen beider Teams in der Helsinki Ice Hall erzielten Matthias Plachta (21.) und Leo Pföderl (27.) im zweiten Abschnitt die entscheidenden Treffer für die DEB-Auswahl. 

Zweiter WM-Spieltag, zweiter Einsatz binnen 24 Stunden: Nach dem Auftaktduell mit Kanada (3:5) war die DEB-Auswahl gegen die Slowakei heute direkt wieder gefordert. Bundestrainer Toni Söderholm nahm keine Änderungen an der Aufstellung vor, insofern hütete Philipp Grubauer erneut das deutsche Tor. Sowohl in der Defensive und Offensive blieben die Formationen im Vergleich zum ersten Gruppenspiel unverändert.  

Gegen den Dauergegner – beide Teams trafen zuletzt beim Deutschland Cup, der WM-Vorbereitung, Olympia und der WM aufeinander – gab es kein Abtasten. Beide Teams spielten von Beginn an mit viel Tempo und setzen sich gegenseitig mit aggressivem Forechecking unter Druck. Dennoch gelang es beiden, phasenweise in der Offensive Akzente zu setzen. Für die DEB-Auswahl hatte Alexander Ehl (6.) die beste Torchance, als er mit etwas Glück die Scheibe direkt vor dem slowakischen Tor auf den Schläger erhielt. Doch Patrik Rybar im Kasten vereitelte die Chance und zeigte sich ebenso sicher wie Philipp Grubauer auf der Gegenseite. Glück hatte die deutsche Mannschaft, als ein abgefälschter Schuss von Minarik haarscharf am deutschen Gehäuse vorbeischrammte. Tore fielen bis zur ersten Pause jedoch keine.  

Das änderte sich im zweiten Abschnitt. Matthias Plachta (21.) tankte sich durch die Abwehrreihen und passte den Puck in den Torraum, in dem sich Kapitän Moritz Müller mit einem Gegenspieler befand. Von diesem Gegner sprang die Scheibe in das Tor. Auch danach blieb die DEB-Auswahl am Drücker. In der 28. Spielminute erhöhte Leo Pföderl im Nachsetzen nach schönem Zusammenspiel mit Marcel Noebels. Doch die Slowaken antworteten keine drei Minuten später durch den Anschlusstreffer von Kristian Pospisil (32.). Verunsichern ließ sich die deutsche Mannschaft davon nicht, auch wenn die Slowaken den Druck zum Drittelende nochmal erhöhten.  

Auch im Schlussabschnitt versuchte die slowakische Mannschaft von Trainer Craig Ramsay alles, um den Ausgleich zu erzielen. Doch die DEB-Auswahl hatte sich auf das Anrennen und die Angriffe gut eingestellt und konnte viele wichtige Zweikämpfe in der eigenen Zone für sich entscheiden. Auch das Schüsseblocken wurde wieder zur Paradedisziplin im Defensivspiel. Und wenn es mal richtig brenzlig wurde, war Philipp Grubauer zur Stelle. Bis in die Schlusssekunden blieb es ein spannender Krimi und einen sehenswertes Eishockeyspiel, das mit einem wichtigen 2:1-Erfolg aus deutscher Sicht endete. Als bester Spieler der deutschen Mannschaft wurde Philipp Grubauer ausgezeichnet, der 28 von 29 Schüssen halten konnte.  

Am kommenden Montag steht für die DEB-Auswahl das dritte WM-Gruppenspiel auf dem Programm, Gegner ist Frankreich. Spielbeginn ist erneut um 20:20 Uhr (19:20 Uhr deutscher Zeit). Auch diese Partie ist wieder live bei MAGENTASPORT und SPORT1 zu sehen.  

Bundestrainer Toni Söderholm: „Es war eines der temporeichsten Spiele, das ich in meinen letzten Jahren mit der Nationalmannschaft erlebt habe. Kämpferisch war es sehr gut von uns, wir haben fast zu viel verteidigt am Ende. Die Mannschaftsleistung ist insgesamt hervorzuheben. Philipp war im Tor sehr stark für uns, genauso wie alle vier Reihen, die einen sehr guten Job für uns gemacht haben.“  

Torschütze Matthias Plachta über die Partie heute: „Es war ein sehr intensives, hart umkämpftes Eishockeyspiel mit einem glücklichen Ende für uns. Wir sind froh über die drei Punkte nach diesem Fight gegen die Slowakei.” 

Torschütze Leo Pföderl über den ersten Sieg: „Die erste halbe Stunde war richtig gut für uns. Das 2:0 hätte uns etwas Halt geben sollen, was aber nicht so war. Wir waren nicht mehr so ruhig in der zweiten Spielhälfte, haben dann aber im Schlussabschnitt die Extra-Meter mit viel harter Arbeit gemacht, um das Ding nach Hause zu fahren. Der Sieg gibt uns einen schönen Schwung.”