Foto: Dominic Pencz

DEB-Frauen nach WM-Tests mit Zuversicht: „Wir sind auf einem guten Weg“

Zwei Etappen sind bereits absolviert, doch der anspruchsvollste Abschnitt der WM-Vorbereitung steht für die deutsche Frauen-Nationalmannschaft noch bevor. Nach den beiden Testspielen gegen Österreich blickt die DEB-Auswahl einigen letzten Tagen im Heimtraining entgegen, bevor ab dem 16. April die heiße Phase beginnt und schon vor der Abreise nach Kanada (22. April) kein Kontakt mehr nach außen möglich ist. Anschließend folgt eine achttägige Einzelquarantäne. Herausforderungen, auf die Kapitänin Julia Zorn dennoch mit Zuversicht blickt. „Es wird alles andere als leicht, aber das Gute ist, dass wir es vorher wissen“, sagte die deutsche Meisterin nach dem 2:3 im zweiten WM-Test gegen Österreich, dem ein klares 5:1 am Vortag vorausging.

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Der deutliche Erfolg vom Mittwoch ist auch ein Grund, weswegen Zorn die Mannschaft des Deutschen Eishockey-Bundes e.V. generell auf Kurs sieht. „Es wird noch ein paar Umstellungen geben, aber wir sind auf einem guten Weg“, betonte Zorn knapp einen Monat vor dem WM-Auftakt am 6. Mai gegen Japan (18 Uhr deutscher Zeit). Nachwuchs-Bundestrainerin Franziska Busch wird die nächsten personellen Fragen in den kommenden Tagen klären und dann mit einem Kader von 25 Spielerinnen und drei Torhüterinnen in die nächste Phase gehen.

Dazu soll auch wieder Marie Delarbre (ERC Ingolstadt) gehören, die in der zurückliegenden Woche schon bei der Mannschaft war, aber nach ihrer Verletzung aus dem Februar noch individuell trainierte und noch keine Einsätze in den Test gegen Österreich erhielt. „Wir werten in Ruhe die Spiele aus“, sagte Busch zu ihren kurzfristigen Aufgaben, „und dann planen wir die nächste Woche. Aber viel Zeit ist ja nicht, dann sind wir auch schon wieder da.“ Zurück am Bundesstützpunkt in Füssen, wo in den Duellen mit dem Nachbarland insgesamt sechs verschiedene Spielerinnen (Nicola Eisenschmid/2, Andrea Lanzl, Laura Kluge, Bernadette Karpf, Tabea Botthof, Katarina Jobst-Smith) zu einem Torerfolg kamen.

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Gerade das zweite Spiel diente Busch aber auch an Anschauungsbeispiel dafür, wie wichtig Konstanz in den Leistungen der DEB-Auswahl sein wird. „Wir müssen lernen, dass wir jedes Mal auch die Kleinigkeiten richtig machen. Kleinigkeiten entscheiden eben die Spiele“, sagte die 35-Jährige, blickte aber diesbezüglich nach vorn: „Wir arbeiten auch das jetzt auf, wir haben noch genügend Vorbereitung. Insgesamt haben wir die Woche über gut und intensiv gearbeitet und werden darauf aufbauen und anknüpfen.“

Die wichtigsten Kaderentscheidungen fallen dann vor dem Abflug in die kanadische Provinz Nova Scotia. Fünf Akteurinnen wird Busch dann mitteilen müssen, dass es nicht für einen Platz im WM-Aufgebot gereicht hat, denn 20 Spielerinnen und drei Torhüterinnen wird die Mannschaft umfassen, wenn sie den Flieger nach Nordamerika besteigt. Danach folgt der vielleicht schwierigste Part mit der Einzelquarantäne im Hotel, die Ziellinie ist der 1. Mai, an dem es erstmals in Truro aufs Eis gehen soll. Am 4. Mai ist noch ein abschließender Test geplant. „Man kann sich jetzt drauf einstellen“, sagte Zorn, „und schauen, dass man sich als Mannschaft findet. Das ist schwierig, aber da werden wir sicher auch in der Quarantäne noch das eine oder andere parat haben. Unser Ziel ist ganz klar das Viertelfinale.“