Franz Reindl zur Diskussion um Belarus: „Wir und ich persönlich haben dazu eine sehr, sehr kritische und intern klare Haltung“

DEB-Präsident Franz Reindl (Foto: Julian Kröhl) zur aktuellen Diskussion um Belarus, den Mitveranstalter der WM 2021:

„Das WM-Turnier in Belarus steht weiterhin zur Diskussion, eine Entscheidung hierzu wird bis spätestens 25./26. Januar im Weltverband IIHF getroffen werden, davon gehen wir ganz sicher aus.

Es sei allerdings ganz klar herausgestellt, dass wir total verurteilen, was in Belarus passiert. Wir und ich persönlich haben dazu eine sehr, sehr kritische und intern klare Haltung. Der Sport ist in Bezug auf politische Situationen zwar grundsätzlich in einer besonderen Lage, da er ohne selbst politisch tätig zu sein, verschiedentlich politischen Sondersituationen ausgesetzt ist. In derartigen Situationen orientieren wir uns an den politischen Vorgaben der zuständigen politischen Institutionen und Ministerien. Trotzdem wurde und wird von der IIHF versucht, über den Eishockeysport zu Gunsten der Menschen, denen Inakzeptables widerfahren ist und die unschuldig in Haft sind, etwas zu bewirken.

Ob das gelingt, ist aber mehr als fraglich und dann entstehen auch Situationen, da kann man nicht mehr zustimmen, da wird es Lösungen geben müssen. Die andere Situation ist die Corona-Pandemie mit den sehr strengen Hygiene- und Sicherheitsprotokollen der IIHF für alle Teilnehmer, die vom derzeitigen Ausrichter sehr schwer zu erfüllen sind. Auch da sehen wir dringenden Handlungsbedarf.“