Nationalmannschaft unterliegt Dänemark mit 3:4 nach Verlängerung

Ein Tor und zwei Vorlagen: Leon Draisaitl an allen Toren beteiligt / Fabio Wagner mit erstem Länderspieltreffer / Freitag Generalprobe gegen Südkorea

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat das erste von zwei WM-Vorbereitungsspielen im Gastgeberland verloren: Im ersten von zwei Vergleichen unterlag das Team von Bundestrainer Marco Sturm am Mittwoch in der SE Arena von Vojens Dänemark mit 3:4 nach Verlängerung. Ingolstadts Fabio Wagner markierte dabei sein erstes Länderspieltor. NHL-Star Leon Draisaitl war mit einem Treffer und zwei Assists an allen deutschen Toren beteiligt. Am kommenden Freitag kommt es zur Generalprobe in Odense gegen Südkorea.

Sturm hatte „Neuzugang“ Dennis Seidenberg von den New York Islanders nach einer langen Anreise und erst zwei Trainingseinheiten noch eine Pause gegönnt. Ebenso wie Keeper Mathias Niederberger, der für Niklas Treutle und Vertreter Timo Pielmeier Platz im Kader gemacht hatte.

Erwartungsgemäß zeigten die Hausherren gleich von Beginn an, was sie sich vorgenommen hatten: Mit viel Tempo versuchten sie, die deutsche Mannschaft unter Druck zu setzen. Nach rund zehn Minuten wurde die DEB-Auswahl stärker.

Nach Stefan Loibls Chance zur Führung machte es Fabio Wagner mit seinem ersten Länderspieltor wenig später besser. Der Verteidiger traf mit einem verdeckten Schuss. Leon Draisaitl hieß der Vorlagengeber. Daniel Pietta hatte danach das 2:0 auf dem Schläger, doch es blieb bei der knappen Pausenführung.

Im zweiten Abschnitt bekamen die Fans einiges zu sehen: Zunächst gingen die Dänen durch zwei Treffer von Nicolai Meyer in Front. Das missfiel Draisaitl gehörig. Der Stürmer zeigte beim 2:2 eindrucksvoll, warum er zu den besten seines Faches zählt. Auf engstem Raum ließ er erst seinen Gegenspieler stehen und bugsierte das Spielgerät danach humorlos unter die Latte. Selbst die dänischen Zuschauer spendeten Szenenapplaus.

Zuvor schon hatte Yasin Ehliz einen Alleingang nicht erfolgreich beenden können. Morton Poulsens 3:2 beantwortete Matthias Plachta mit einem trockenen Flachschuss zum 3:3. Draisaitls zweiter Assist und dritter Scorerpunkt.

Im Schlussdurchgang musste die Sturm-Auswahl mehrere Unterzahlsituationen überstehen. Niklas Treutle und seine Vorderleute bewiesen hier mehrfach ihre Klasse. So ging die Partie beim Stande von 3:3 in die Overtime. Dort fanden die Dänen durch den entscheidenden Treffer von Storm das glücklichere Ende.

Am kommenden Freitag kommt es bereits um 13.30 Uhr in Odense zur WM-Generalprobe gegen Südkorea. Mit einem Erfolg möchte die Nationalmannschaft ihre Vorbereitung beenden. Am Dienstag, 1. Mai, startet dann der Countdown für das Auftaktspiel gegen den Ausrichter Dänemark (4. Mai, 20 Uhr).


Bundestrainer Marco Sturm: „Dänemark war der erwartet schwere Gegner. Dadruch dass wir zu viele Strafen genommen haben, sind wir nicht richtig ins Spiel gekommen. Insbesondere im letzten Drittel, wo wir uns viel vorgenommen hatten. Trotzdem hat die Mannschaft gut gekämpft. Wir haben viele Kleinigkeiten richtig gemacht und Schüsse geblockt. Diesen Weg werden wir auch weitergehen.“


Deutschland: Treutle (Pielmeier) – Mebus, Mo. Müller; Ehliz, Draisaitl, Eisenschmid – Krupp, Akdag; Tiffels, Höfflin, Michaelis – Ebner, Zerressen; Plachta, Pietta, Ma. Müller – Wagner, Nowak; Krämmer, Loibl, Uvira; Kammerer

Tore: 0:1 Fabio Wagner (16:28), 1:1 Nicolai Meyer (24:04), 2:1 Nicolai Meyer (29:59), 2:2 Leon Draisaitl (30:33), 3:2 Morton Poulsen (34:21), 3:3 Matthias Plachta (37:27), 3:4 Frederik Storm (62:07)