Alle Mann an Bord: Vorbereitung läuft

Übermorgen gegen Finnland / Kult um den #tassengoc

Es geht weiter für die deutsche Nationalmannschaft. Während das Team des Deutschen Eishockey-Bundes DEB (e.V.) den gestrigen trainingsfreien Tag nutzte, um Biathletin Laura Dahlmeier lautstark zum Goldsieg zu brüllen, müssen die Kräfte heute auf das Training fokussiert werden. Bundestrainer Marco Sturm bittet am Nachmittag südkoreanischer Zeit wieder auf das Eis. Zuvor müssen seine Jungs Trocken- und Krafteinheiten über sich ergehen lassen.

Die gute Nachricht dabei: Alle Mann sind fit, bisher gibt es keine verletzten oder angeschlagenen Spieler. Der eine oder andere Akteur hatte zwar in den vergangenen Tagen mit einer leichten Erkältung zu kämpfen – und auch bei Sturm selber versagte die Stimme –  mittlerweile aber hat sich das auch wieder erledigt. Das Team steht im Saft.

Da es in zwei Tagen gegen Finnland ernst wird und direkt darauf das Duell mit den Schweden folgt, wurden die vielzähligen PR-Termine nun erstmal auf ein Minimum reduziert. Auch, wenn sich die Nationalspieler geehrt fühlen, dass sie trotz des großen Auflaufs an Stars der anderen Sportarten äußerst beliebt bei Fans und Medien zu sein scheinen. Die Anfragen für Interviews häuften sich zuletzt immer mehr. Auch gerade die ausländischen Medien wollen so viel wie möglich über den deutschen Kader erfahren.

„Mich hat sogar schon ein finnischer Journalist auf dem Flug nach Südkorea angesprochen, ob er ein Interview mit mir machen kann“, lachte Dominik Kahun aus München. Und auch Marcel Goc ist gern gesehener Ansprechpartner. Allerdings weniger aufgrund sportlicher Hintergründe als vielmehr wegen seiner neuen Social-Media-Leidenschaft. #tassengoc ist das neue Motto bei der Nationalmannschaft. Die ersten Gehversuche in den sozialen Netzwerken sind der Running Gag innerhalb des Teams.

„Ich habe kurz vor dem Treffen in Füssen einen Instagram-Account angelegt. Scheint ganz gut zu laufen“, freut sich der Kapitän. In der Tat: Von rund 15 Followern an Tag eins geht der Mannheimer schnurstracks auf die 3.000 zu. Und das auch nur, weil er eine „Team Deutschland“- Tasse gepostet hat und sein Teamkamerad Dennis Endras dies süffisant mit #tassengoc kommentierte. Seitdem ist der Begriff Kult, viele Fans feiern den Spielführer dafür. Goc amüsiert: „Ich hatte keine Ahnung, wie sich das entwickelt. Aber macht schon Spaß.“