Kongress zum Thema Eishallenneubau und -sanierung – Ein Nachbericht

Am 26.10.2021 fand im Rahmen der internationalen FSB-Messe in Köln ein Kongress zum Thema „Folgen aus der Corona-Pandemie für den dringend notwendigen Neubau und die Sanierung von Eissporthallen in Deutschland“ statt. Dieser wurde gemeinsam vom Eishockeyverband Nordrhein-Westfalen und dem Deutschen Eishockey-Bund veranstaltet. An der Veranstaltung nahmen 120 Gäste teil, was das hohe Interesse an der Thematik Eishallenbau und –sanierung bestätigt.

Michael Pfuhl, Leistungssportreferent Deutscher Eishockey-Bund: „Mit der großen Teilnehmerzahl sind wir sehr zufrieden. Diese zeigt allerdings auch, wie wichtig das Thema und wie prekär die Eishallensituation in Deutschland ist, da sehr viele Informationen zum Neubau oder der Sanierung von Eishallen benötigt werden.“

Einen Überblick über die Themen des Kongresses verfasste Rainer Maedge, Veranstaltungskoordinator Eishockeyverband Nordrhein-Westfalen: „Empfehlungen für bautechnische Folgerungen aus der Corona-Pandemie für Eishallenneubau- oder sanierungsprojekte lassen sich derzeit verlässlich noch nicht ableiten, dafür sind die Erfahrungswerte noch zu gering. Allerdings besteht zwischen Referenten und Gästen Einigkeit darüber, dass Planungen Nachhaltigkeit im Umgang von Ressourcen, wie auch im Energiemanagement / Verbrauch zu berücksichtigen haben. Das gilt auch in Bezug auf CO₂-Neutralität.

Kritisch, weil kaum verantwortbar, wird der mancherorts schon realisierte Wunsch von Vereinen gesehen, sich selbst als Bauherren bei Neubau- oder Sanierungsmaßnahmen einzubringen, da die jeweiligen Kommunen die Sportstättenmaßnahmen nicht finanzieren können oder wollen. Vereine und deren verantwortlich Handelnde müssten im Falle von nicht vorhersehbaren finanziellen Löchern geschützt werden, was derzeit noch nicht hinreichend geklärt ist. Investorenmodelle stehen dabei ebenfalls auf dem Prüfstand, bei denen aber zu erwarten ist, dass infolge der Renditeerwartung der Geldgeber die dann anzumietenden Sportstätten nicht mehr bezahlbar werden könnten.

Breiten Raum sowohl bei der Vorstellung wie auch bei den Diskussionen nahmen die von Vereinsvertretern erläuterten Neubau- oder Sanierungsprojekte ein, die mit viel Aufwand und großem Engagement von Vereinsmitgliedern entwickelt worden sind. Zur Realisierung (Organisation, Planung, Bauen, Finanzierung und Betreiben) werden unterschiedliche Modelle vorgeschlagen: Von einer „reinen“ kommunalen Lösung, über sog. gemischte Vorschläge bis hin zu eindeutigen Vereinsprojekten. Hier muss auch, möglichst mit der jeweiligen Kommune zusammen, letztendlich ein Projekt stehen, mit dem alle Beteiligen zumindest annähernd zufrieden sind. So hat die Tagung für viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer neue Anregungen erbracht, die lokalen Projekte weiter zu entwickeln oder umzugestalten.“

Der DEB selbst wird ab sofort als Ansprechpartner bei Initiativen seiner Mitgliedsvereine zur Sanierung oder zum Neubau von Eissporthallen in Person von Michael Pfuhl und Claus Gröbner zur Verfügung stehen. Beim Eishockeyverband Nordrhein-Westfalen wird der Ansprechpartner weiterhin Rainer Maedge sein.

Vereinbart wurde zwischen DEB und EHV NRW bei einer Nachbetrachtung der Veranstaltung vom 26.10.2021, in zwei Jahren, möglichst wieder während der nächsten internationalen FSB-Messe in Köln, das Veranstaltungsformat mit ähnlichen Themenstellungen zu wiederholen“.

Die Präsentationen zum Nachlesen finden Sie unter diesem Link.

Einige Fotos der Veranstaltung finden Sie hier.

Bitte beachten Sie, dass die Dateien nur bis einschließlich 21.12.2021 heruntergeladen werden können.