DEB-Stellungnahmen zur Verabschiedung der Überbrückungshilfen für den Mannschaftssport

DEB-Präsident Franz Reindl: „Wir sind bereits sehr früh mit unserer gemeinsamen Interessensvertretung Teamsport Deutschland in den Dialog mit der Politik getreten und haben auf die vielfältigen und ganz speziellen Schwierigkeiten des Mannschaftssports aufmerksam gemacht – und überdies auch die herausragende Bedeutung des Sports für eine gesunde und prosperierende Gesellschaft unterstrichen. Es hat sich hierbei gezeigt, dass das Bündnis der Teamsportarten eine starke Stimme besitzt. Auch unser Sport begeistert regelmäßig Tausende Fans im ganzen Land und kann in ganz besonderen Momenten auch Millionen fesseln. Zudem hat Eishockey inzwischen eine relevante Strahlkraft für den Nachwuchs, und um auch die so positive Entwicklung unseres Aushängeschilds Männer-Nationalmannschaft nicht zu gefährden, ist dieser unterstützende Beitrag der Politik essentiell. Dass dieser Beschluss verabschiedet wurde, dafür sind wir als Eishockey-Spitzenverband nicht nur den Mitgliedern des Sportausschusses für ihren unablässigen Einsatz dankbar, sondern auch allen weiteren beteiligten Bundesministerien und Ausschüssen sowie dem DOSB als unserem Dachverband.“

DEB-Sportdirektor mit Generalverantwortung Stefan Schaidnagel: „Wir freuen uns sehr und sind äußerst dankbar, dass die Bundespolitik auch dem Eishockeysport eine solch großartige Unterstützung gewährt und ihn beträchtlich am 200-Millionen-Hilfspaket partizipieren lässt. Damit lassen sich zunächst die größten Sorgen der DEL- und DEL2-Klubs lindern und die Auswirkungen der Krise wesentlich abmildern. Für das deutsche Eishockey ist dies eine herausragend positive Nachricht und verschafft den Vereinen für die nächsten Monate die Möglichkeit, auf stabilerem Boden zu planen. Wenn ein Spielbetrieb mit Zuschauern nicht pünktlich zum geplanten Saisonbeginn möglich sein sollte, wird die Coronakrise im Eishockey erst mit voller Wucht ankommen. Nun aber sind die unmittelbaren Folgen dieses großen, existenzbedrohenden Schreckgespenstes zumindest für die Top-Ligen vorerst vertrieben. Auf Länderebene sind und bleiben wir im Dialog mit der Politik, um auch dort weiter für Unterstützung zu werben, die dann den Eishockeyvereinen unterhalb der Spitze und an der Basis helfen könnte.“

Fotos: Julian Kröhl

Hier zudem die Pressemitteilung von Teamsport Deutschland zur Sache. Teamsport Deutschland ist seit März 2017 die institutionalisierte Interessengemeinschaft der fünf größten deutschen Mannschaftssportverbände, die sich aktiv für die Verbesserung der sportlichen, politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Mannschaftssportarten einsetzt. Zu den Mitgliedern gehören der Deutsche Basketball Bund (DBB), der Deutsche Eishockey-Bund (DEB), der Deutsche Fußball-Bund (DFB), der Deutsche Handballbund (DHB) und der Deutsche Volleyball-Verband (DVV).