Die DEB-Trainer in der Coronakrise: „Positiv nach vorne schauen“

Das Frühjahr ist die Zeit der Play-offs, der Hochspannung im Eishockey, Titel werden vergeben, Weltmeisterschaften werden gespielt oder stehen vor der Tür. Nur dieses Jahr nicht, dieses Jahr hat die Coronakrise den gesamten Sport fest im Griff und auch den Eishockey-Kalender durcheinandergewirbelt. Aber dennoch steht beim Deutschen Eishockey-Bund (DEB) nicht alles still. Die Trainer sind weiterhin aktiv, analysieren, planen, bereiten vor, tauschen sich aus.

Karl Schwarzenbrunner, Bundestrainer für Wissenschaft und Ausbildung, hat sich umgehört und bei A-Nationaltrainer Toni Söderholm, Frauen-Bundestrainer Christian Künast, U18-Frauen-Bundestrainerin Franziska Busch, U16-Bundestrainer Thomas Schädler, U18-Bundestrainer Steffen Ziesche, U20-Bundestrainer Tobias Abstreiter nachgefragt, wie sie die Zeit aktuell nutzen (Hier geht’s zum Video) . DEB-Sportdirektor Stefan Schaidnagel gibt zudem einen Einblick in das Tagesgeschäft beim Verband und erklärt, worauf es für ihn in erster Linie ankommt. „Es gibt kein Patentrezept für die Krise“, sagt er. Eine gute und klare Kommunikation sei aber wichtig.

Bei Toni Söderholm kreisen die Gedanken schon um Olympia 2022 in Peking, er blickt „ein bisschen in die Zukunft“, wie er betont. U20-Coach Tobias Abstreiter, der rund um den Jahreswechsel das WM-Turnier mit seinem Team noch ohne Beeinträchtigung absolvierte und den Klassenverbleib in der A-Gruppe schaffte, plant bereits die kommenden Monate und schaut voraus auf die U20-WM in Kanada am Jahresende 2020. Christian Künast wäre jetzt eigentlich mit DEB-Frauen bei der WM in Nordamerika, stattdessen aber führt er nun Saisonabschlussgespräche und will „positiv nach vorne schauen“.

Auch Steffen Ziesche stand mit der U18 kurz vor dem WM-Turnier, als die Corona-Pandemie die Vorfreude verdarb. „Es schmerzt sehr“, sagt er, „wir haben die ganze Saison darauf hingearbeitet“. Franziska Busch, die mit der Frauen-U18 den Aufstieg in die Top-Gruppe schaffte, zieht Bilanz und U16-Coach Thomas Schädler berichtet, welchen Rat er für seine Talente in dieser Phase hat.