Frauen-Nationalmannschaft zeigt Comeback-Qualitäten – unterliegt jedoch nach Penaltyschießen

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft verliert zum Abschluss des 5-Nationen-Turniers im russischen Dmitrov mit 2:3 nach Penaltyschießen (0:1, 0:0, 2:1, 0:0, 0:1) gegen die Eidgenössinnen aus der Schweiz.

Die deutsche Mannschaft zeigte bereits vom Anfangsbully an eine couragierte Leistung. Marie Delarbre prüfte in der zweiten Spielminute Andrea Brändli im Tor der Eidgenössinnen. Die Spielanteile waren ausgeglichen – beide Mannschaften versuchten sich Torchancen zu erarbeiten. Jedoch war keine wirklich zwingend genug. Dreieinhalb Minuten vor der ersten Pause hatte erneut Marie Delarbre bei einer Vier-gegen-Vier-Situation die bis dato größte Chance, doch ihr Schuss aus dem Slot ging knapp am Tor vorbei. Als dann kurz vor der ersten Pause eine deutsche Spielerin auf die Strafbank musste, nutzte Lara Stalder den numerischen Vorteil zum 0:1 Pausenstand.

Auch eine deutsche Überzahl direkt nach dem Drittelstart konnte leider nicht zum Ausgleich genutzt werden. Mit zunehmender Spiellänge hatten die Schweizerinnen mehr vom Spiel, doch die DEB-Auswahl kämpfte sich zurück und hatte in den letzten Minuten des Mittelabschnitts eine Druckphase, in der aber leider kein Tor erzielt werden konnte. Zweieinhalb Minuten nach Puckeinwurf nutzte Noemi Rhyner einen schlechten Wechsel der deutschen Mannschaft im Nachschuss zum 0:2 für die Schweiz. Als dann in der 51. Minute eine deutsche Spielerin eine Strafe absitzen musste, nahm sich Marie Delarbre an der eigenen Blauen Linie die Scheibe und lief ein Solo zum 1:2-Anschlusstreffer. Auch eine doppelte Unterzahl überstand die DEB-Auswahl unbeschadet. Danach startete das deutsche Team die Schlussoffensive. Nacheinander vergaben Spielberger, Graeve und Eisenschmid beste Chancen. In der 58. Minute nutzte Emily Nix eine Chance in Überzahl, um den vielumjubelten Ausgleich zu erzielen. Daria Gleissner brachte die Scheibe von der Blauen Linie zum Tor und Nix fälschte zum 2:2 ab. Da in der Folge kein Team mehr ein Tor schoss, ging es in die Verlängerung.

Hier hatte Deutschland aufgrund einer gegnerischen Strafe einen numerischen Vorteil mit zahlreichen Chancen. Nutzen konnte die Mannschaft von Christian Künast diese aber nicht und so musste das Penaltyschießen die Entscheidung bringen. Letztlich hatte die Schweiz das glücklichere Ende und entschied die Partie durch Lara Stalder nach Penaltyschießen für sich.

 

Christian Künast, Frauen-Bundestrainer: „Wir waren heute gerade zum Ende hin die bessere Mannschaft, konnten aber unsere zahlreichen Chancen nicht nutzen. Die Mannschaft hat nach drei schweren Spielen viel Einsatz gezeigt, heute wäre ein Sieg verdient gewesen. Für uns war dieses Turnier eine gute Möglichkeit für eine Standortbestimmung im Hinblick auf die Weltmeisterschaft.“

 

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