Im zweiten Vergleich mit der Slowakei heute (17 Uhr, live bei SPORT1) möchte die DEB-Auswahl einen Sieg einfahren / Kapitän Krämmer: „Müssen uns steigern“

Eigentlich ist Marco Sturm ein gut gelaunter Mensch. Sein positives Auftreten hat dem Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft viele Sympathien eingebracht. Insbesondere nach dem Gewinn der Silbermedaille und den zahlreichen Medienterminen in Folge des historischen Triumphs konnte er die Öffentlichkeit durch seine Art und Weise „mitnehmen“ und gab dem deutschen Eishockey dadurch ein positives Gesicht.

Das 1:2 nach Verlängerung gegen die Slowakei am Samstag in Weißwasser allerdings schmeckte Sturm überhaut nicht. Gute Laune sieht anders aus. Er sei „ein wenig enttäuscht“, gab er später zum Besten. Mit ziemlich ernster Miene. Die Erklärung für seinen Gesichtsausdruck beim Mediengespräch lieferte er gleich mit: „Wir haben zu selten gezeigt, was wir eigentlich können und was wir spielen wollen.“ Aussagen, die darauf schließen lassen, dass der Bundestrainer von seinen Jungs mehr verlangt.

Kapitän Nico Krämmer bestätigte die Worte des Trainers im Nachgang. „Das war ja auch nicht gut von uns. Wir sollten uns nicht nur heute steigern, wir müssen uns sogar steigern“, meinte der Stürmer, der ein offenkundiges Defizit direkt ansprach: „Wir waren in manchen Situationen zu undiszipliniert und haben zu viele Strafen gezogen.“ Löblich immer hin, dass die Nationalspieler sich selbst in die Pflicht nahmen, heute einen besseren Auftritt hinzulegen.

Inwieweit sich der Kader zu gestern in Dresden am heutigen Sonntag ändern wird, wollte Sturm zunächst noch nicht verraten. Vermutlich aber wird er den gestern nicht eingesetzten Akteuren das Vertrauen schenken. Sicher ist bisher nur, dass die Fans das deutsche Team am frühen Abend wieder tatkräftig anfeuern werden. Schon lange ist das Match ausverkauft. Sturm und seine Spieler hätten sicher nichts dagegen, wenn die Stimmung genauso gut wie in Weißwasser am Vortag wird.