Es wird ernst für die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft. Am kommenden Mittwoch trifft sich die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes e.V. (DEB) in Augsburg, um sich auf den Deutschland Cup (10. – 12. November 2017) vorzubereiten. Das Teilnehmerfeld ist mehr als hochkarätig besetzt. Zunächst geht es für die deutsche Auswahl gegen Rekordweltmeister Russland, dann gegen die Slowakei und zum Abschluss gegen das Team USA, bei dem 21 Spieler NHL-Erfahrung aufweisen. Bundestrainer Marco Sturm hat 28 Akteure in den Kader berufen. Im Interview spricht er über die großen Herausforderungen.

Marco Sturm, im Vorfeld wurde oft über den am bestbesetzten Deutschland Cup aller Zeiten gesprochen. Teilen Sie diese Meinung?
Ob es der beste aller Zeiten ist, vermag ich nicht zu beurteilen, aber es ist von den Namen und Kadern her sicher einer der besten der letzten Jahre. Wir haben im Olympiajahr drei Gegner vor der Brust, die sich ebenfalls auf die Olympischen Spiele vorbereiten und daher mit namhaften Akteuren anreisen werden. Das trifft auf alle Gegner zu. Insbesondere das Team USA schätze ich stark ein. Das neue Trainerteam bringt ein starkes Aufgebot nach Augsburg mit.

Klingt so, als würde die deutsche Nationalmannschaft die Favoritenrolle gern an die Gegner abtreten wollen.
Natürlich wollen wir den deutschen Fans beim Heimturnier das bestmögliche Eishockey bieten. Wir haben nur dieses eine Turnier daheim und da ist jeder doppelt motiviert. Die Jungs bekommen die Möglichkeit sich zu zeigen, um so auf den Olympiazug aufspringen zu können. Mir ist wichtig, dass wir bei diesen starken Gegnern auf Augenhöhe agieren. Wer der Favorit ist, sollte daher zweitrangig sein. Es wäre aber schön, das Turnier zu gewinnen. Keine Frage.

Was dürfen die Fans erwarten?
Wir werden schnelles und technisch anspruchsvolles Eishockey sehen. Genau das erwartet uns auch im Februar. Es ist daher eine sehr gute Vorbereitung für uns.