Am vergangenen Wochenende fand in Köln parallel zu den Spielen der 2017 IIHF Eishockey-Weltmeisterschaft das zweitägige IIHF Coaching-Symposium statt. Unter der Leitung und Organisation des Deutschen Eishockey-Bundes e.V. (DEB) und der IIHF kamen im Marriott Hotel 280 Teilnehmer/innen aus 39 Ländern, sowie die Referenten und Referentinnen zusammen.

Nach der offiziellen Eröffnung durch DEB-Präsident Franz Reindl sowie IIHF Sport-Manager Aku Nieminen und DEB–Sportdirektor Stefan Schaidnagel stand vor allem die Konzeption und der Ansatz des „Long Term Player Development“ im Fokus der Veranstaltung. In den Vorträgen von Dr. Stephen Norris (Sportwissenschaftler, Hockey Canada), Don Granato (University of Wisconsin), Paul Carson (Vize President Hockey Canada) und John Whitesides (Strength and Conditioning Coach Boston Bruins) wurde besonders hervorgehoben, welche Wichtigkeit der polysportive Ansatz in Bezug auf Eishockey bei Kindern hat. Im weiteren Verlauf wurde die Bedeutung von Leadership – Qualitäten von Eishockeytrainern aus verschiedenen Perspektiven präsentiert. Die Hauptaussage der Präsentationen von den international hoch angesehenen Referenten und Referentinnen Tommy Boustedt (General Manager Schwedischer Eishockeyverband), Alpo Suhonen (erster europäischer NHL Trainer) sowie Melody Davidson (Director Women`s Hockey, Hockey Canada) und Uwe Krupp (Mitglied Hockey Hall of Fame, Headcoach Eisbären Berlin) war, zu verdeutlichen, dass es essenziell sei, durch hohe Führungskompetenz den Mensch und den Athleten voneinander zu trennen, der Mensch selber stehe dabei im Mittelpunkt, nicht der Athlet. Außerdem sei es oft schwer und anstrengend eine Führungsrolle einzunehmen, aber in entsprechenden Situationen unabdingbar und immens wichtig, um ein intaktes Mannschaftsgefüge zu bilden. Als weiteres Thema wurde über das sogenannte Off-Ice Training referiert. Der Athletikbereich wird im Eishockey, wie in vielen anderen Spielsportarten auch, immer bedeutender und nimmt in der Trainingssteuerung einen wichtigen Part ein.

Nach einer abschließenden offenen Gesprächs- und Diskussionsrunde hatten alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen die Möglichkeit sich als Gäste des WM-Organisationskomitees das Spiel der USA gegen die Slowakei in der LANXESS Arena anzusehen.

Stefan Schaidnagel, DEB-Sportdirektor: „Das IIHF Coaching Symposium ist für den Weltverband und den DEB eine sehr gute Möglichkeit den sportfachlichen Austausch seitens der Verbände zu fördern. Die Implementierung von disziplinspezifischen und überfachlichen Erkenntnissen ist eines unserer strategischen Ziele in Bezug auf die Leistungsfähigkeit unserer Sportart. Ebenso ist es wichtig, diese Erkenntnisse der ganzen Eishockeygesellschaft zukommen zu lassen. Das diesjährige Symposium hatte hohe fachliche Qualität und war geprägt von interdisziplinärem Austausch.“