Knapp sieben Monate nach dem Oberliga-Auftakt kommt es zum großen, finalen Showdown um die Meisterschaft. Dabei treffen die Tölzer Löwen als Meister der Oberliga Süd auf die Tilburg Trappers, den amtierenden Oberliga-Champion. Beide Teams treten in einer Best-of-Five-Serie am Freitag (ab 19:30 Uhr) erstmals gegeneinander an. Gastgeber im ersten Duell sind die Tölzer Löwen, am Sonntag folgt die zweite Partie in den Niederlanden. Bereits entschieden werden kann die Finalserie beim dritten Spieltermin am 25. April. An möglichen Zusatzterminen würden die beiden Kontrahenten am 28. und 30. April erneut aufeinander treffen.

Den Tölzer Löwen gelang in der laufenden Saison ein regelrechter Durchmarsch. In der Meisterrunde der Oberliga Süd konnten sie den zwischenzeitlichen Tabellenführer aus Selb kurz vor Ende der Saison ablösen und sicherten sich somit die Meisterschaft in der Oberliga Süd. In der regulären Saison gelangen ihnen 33 Siege in 46 Spielen, 102 von möglichen 138 Punkten. Ein Serien-„Sweep“ im Achtelfinale gegen den EV Landshut und im Viertelfinale gegen die Hannover Indians sowie eine 3:1-Serie im Halbfinale gegen Sonthofen ebneten den Löwen den Weg ins Oberliga-Finale und dem damit verbundenen Aufstieg in die DEL2. Als Top-Scorer überzeugte Johannes Sedlmayr mit 68 Punkten. Die meisten Strafminuten weist Josef Frank vor, er verbrachte in der Oberliga-Saison inklusive Playoffs 132 Strafminuten auf der Strafbank.

Mit den Tilburg Trappers treffen die Löwen auf einen Kontrahenten mit Finalerfahrung. Erst im vergangenen Jahr standen die Trappers im Endspiel gegen Bayreuth auf dem Eis und wurden durch drei Finalerfolge Oberliga-Meister. Die Mannschaft aus den Niederlanden darf zwar nicht in die DEL2 aufsteigen, wird aber alles daran setzen, ihren Erfolg aus der Vorsaison zu wiederholen. In der laufenden Spielzeit sicherte sich Tilburg mit einem vierten Platz in der Oberliga Nord die Playoff-Qualifikation. In den K.O.-Spielen gelang ihnen gegen die Hamburg Crocodiles, die Selber Wölfe und die Moskitos Essen jeweils drei Erfolge in vier Spielen. Der beste Scorer der Tilburg Trappers ist Justin Larson. Der Kanadier schoss in 44 Hauptrundenpartien 27 Treffer und bereitete weitere 45 Tore vor. In den Playoffs sammelte er zusätzlich 25 Scorerpunkte. „Heißblüter“ der Trappers ist Diederick Hagemeijer: Er verbrachte insgesamt 208 Minuten auf der Strafbank.

Marc Hindelang, DEB-Vizepräsident: „Das ist ein reizvolles Finale zweier sehr starker Teams, die in der entscheidenden Zeit des Jahres ihr bestes Eishockey spielen. Ich erwarte eine lange und ausgeglichene Finalserie, die noch einmal zeigen wird, welch guten Sport die Oberligen bieten.“

Oliver Seeliger, Ligenleiter Oberliga: „Ich freue mich auf ein spannendes Finale, bei dem die Tölzer Löwen als Meister der Oberliga Süd und Aufsteiger in die DEL2 mit den Tilburg Trappers den amtierenden Oberliga-Meister herausfordern. Einen Favoriten kann ich dabei nicht ausmachen, sodass ich eine Finalserie auf Augenhöhe erwarte.“

 Der Weg der Löwen ins Oberliga-Finale

Meisterrunde | OL Süd: 1. Platz – 102 Punkte

Achtelfinale | Tölzer Löwen – EV Landshut 3:0 (3:0, 2:1, 5:4 n.V.)

Viertelfinale | Tölzer Löwen – EC Hannover Indians 3:0 (1:0 n.V., 3:2, 4:1)

Halbfinale | Tölzer Löwen – ERC Bulls Sonthofen 3:1 (4:3 n.V., 1:4, 4:3 n.V., 4:1)

Der Weg der Trappers ins Oberliga-Finale

Meisterrunde | OL Nord: 4. Platz – 93 Punkte

Achtelfinale | Tilburg Trappers – Hamburg Crocodiles 3:1 (3:4 n.V., 6:2, 4:3, 5:3)

Viertelfinale | Tilburg Trappers – Selber Wölfe 3:1 (2:3 n.V., 4:2, 4:2, 7:2)

Halbfinale | Tilburg Trappers – ESC Moskitos Essen 3:1 (4:1, 4:7, 2:1, 6:4)