Nicht nur der Berner Verteidiger kommt in der entscheidenden Vorbereitungsphase ins Schwitzen

Laute Ansagen, hohes Tempo und viel Schweiß: Gleich zu Beginn der letzten Vorbereitungswoche auf die 2017 IIHF Heim-WM (5. – 21.5.) in Köln ließ Bundestrainer Marco Sturm keinen Zweifel daran, dass es für seine Spieler vor den beiden Partien am Sonntag und Montag gegen Lettland (30.4./1.5.; jeweils live bei SPORT1) nun ans Eingemachte geht. „Wir wollen uns nochmal steigern, um in den WM-Rhythmus zu kommen“, sagte Sturm.

Auch Dennis Seidenberg und Thomas Greiss absolvierten die erste Einheit ohne Probleme. Das Duo der New York Islanders war erst am Morgen aus den USA kommend über München nach Bietigheim gereist. Allerdings mit getrennten Flügen. Jetlag hatten beide kaum. „Der Flug aus New York dauerte rund sieben Stunden und war sehr bequem“, sagte Seidenberg. „Schön, wieder hier zu sein“, meinte Greiss.

Justin Krueger wurde von seinen Teamkameraden ebenfalls herzlich begrüßt – und natürlich auf die Schweizer Meisterschaft mit dem SC Bern angesprochen. Großes Thema war das amüsante Video Kruegers, das am Morgen nach der Meisterfeier von der Zeitung „Blick“ veröffentlicht wurde. Krueger sowie zwei Teammitglieder hatten die Nacht durchgemacht und waren morgens beim lokalen Radiosender aufgeschlagen. Krueger trug noch einen Teil seiner Ausrüstung und las, sehr übernächtigt, das Wetter vor.

„Das war ein sehr gelungener Abend und eine rauschende Nacht“, lachte der Berner Abwehrspieler verschmitzt. Auch die Tage danach seien durchaus anstrengend gewesen, grinste Krueger, der besonders vom Autokorso des Meisterteams durch die Berner Innenstadt schwärmte. „Das war unglaublich. Ich weiß nicht, ob die Zahlen stimmen, aber es müssten rund 30.000 Menschen dagewesen sein, der absolute Wahnsinn.“

Am Freitag trainierte die Nationalmannschaft gleich zwei Mal. Während am Morgen „Off Ice“-Einheiten auf dem Programm standen, ging es am Nachmittag aufs Eis. Sturm ließ dabei Über- und Unterzahl trainieren und „garnierte“ die Einheiten zusätzlich mit einem Videostudium. Bedeutet: Auch in den kommenden Tagen soll das System sukzessive verinnerlicht werden. „Wir müssen den Fokus behalten“, sagte der Bundestrainer.