Erik, dritter Platz und somit die Bronzemedaille als deutscher Vertreter bei der Eishockey Skills Competition bei den Olympischen Jugend-Winterspielen 2016 im norwegischen Lillehammer. Was ist das für ein Gefühl?

Erik Betzold: „Ich bin sehr froh, dass das geklappt hat, vor allem nach meinem schweren Start in den Wettbewerb. Gefreut habe ich mich dann natürlich auch über die vielen Glückwünsche aus Köln, von meiner Familie und meinen Freunden und auch von meinem Ex-Verein Kassel.“

Sie sprachen eben den Sturz beim Rundenlauf an. Was ging Ihnen in dieser Szene durch den Kopf?

Betzold: „Das war schon scheiße, vor allem weil es in der ersten Runde passierte und im Training zuvor immer alles glatt lief. Aber ich bin danach im Kopf alles durchgegangen und habe mich auf die nächsten Aufgaben fokussiert. Eine Sache, die ich als Erfahrung aus Lillehammer mitnehme.“

Wie kam es überhaupt dazu, dass Sie an diesem Event teilnahmen?

Betzold: „Wir hatten bei einer U15-Maßnahme mal ein paar Tests in diversen Disziplinen. Vielleicht hat der DEB da eine Auswahl getroffen, denn im Sommer habe ich dann eine Einladung nach Finnland zum Vorentscheid erhalten. Dort wurden unter 40 bis 50 Kandidaten aller Nationen die 16 Teilnehmer ausgesucht“

Wie haben Sie die Tage in Norwegen sonst erlebt und verbracht?

Betzold: „Es war eine sehr schöne Zeit, daher war beim Abschied auch ein bisschen Wehmut dabei. Wir haben im Olympischen Dorf von 1994 gewohnt und ich war mit den deutschen Skeletonfahrern untergebracht. Außerdem habe ich bei ein paar anderen Disziplinen wie Curling und Monobob oder auch Slopestyle zugeschaut. Wenn nicht live, dann zumindest im Internet.“

Liegt der Fokus jetzt bereits wieder auf dem Ligenalltag mit Köln?

Betzold: „Klar, ich freue mich auch schon wieder darauf. Wir stehen kurz vor dem Endturnier. Eine Meisterschaft mit den Schülern wäre das i-Tüpfelchen dieser Saison.“

Interview: Alexander Skasik