Die Männer-Nationalmannschaft hat das abschließende Testspiel der WM-Vorbereitung verloren. Die Mannschaft von Bundestrainer Harold Kreis unterlag gegen die USA mit 2:5 (0:1, 1:2, 1:2). Vor 12.909 Zuschauern in der ausverkauften Mannheimer SAP Arena trafen Parker Tuomie und Arkadiusz Dziambor mit seinem ersten Treffer im DEB-Trikot. Im Tor spielte Philipp Grubauer in seinem 50. Länderspiel durch, außerdem meldete sich Verteidiger Moritz Seider einsatzbereit und rückte ins Line-up.
Die USA bekam gleich nach wenigen Sekunden durch Oliver Moore die erste gute Möglichkeit, der Olympiasieger hatte in den Anfangsminuten deutlich mehr Spielanteile. Danach fand die deutsche Mannschaft besser zu ihrem Spiel und Dominik Kahun gab den ersten Torschuss ab (7.). Dann rückten die Special Teams in den Fokus. Deutschland blieb in Überzahl ohne Torerfolg, die US-Amerikaner schlugen zu. Ryker Lee traf für seine Farben in der 14. Minute im Powerplay zur Führung. Anschließend verhinderte Grubauer mit starken Paraden den zweiten Gegentreffer. Insgesamt brachte die USA im ersten Drittel mehr Geschwindigkeit und Körperspiel aufs Eis.
Im zweiten Abschnitt überstand das DEB-Team ein Unterzahlspiel und bekam dadurch Schwung. Allerdings erhöhte Sam Lafferty in der 24. Minute aus dem Slot zum 2:0 für die Gäste. Deutschland blieb aber dran und hatte durch eine Doppelchance von Parker Tuomie und Stefan Loibl den Anschluss auf der Kelle, Torhüter Joseph Woll hielt glänzend (29.). Nach einer halben Stunde setzte die deutsche Auswahl spielerisch immer mehr Akzente, die US-Amerikaner waren ebenfalls weiter gefährlich. Kurz vor der zweiten Pause fiel dann der Anschluss: Parker Tuomie ließ Devin Cooley, der seit der 33. Minute das US-Tor hütete, bei seinem Alleingang keine Abwehrchance (39.). Allerdings stellte Alex Steeves kurz darauf den alten Abstand wieder her (40.).
Das Schlussdrittel sollte das beste des DEB-Teams werden – trotz der kalten Dusche durch Max Plante in der 42. Minute. Denn Deutschland antwortete durch Arkadiusz Dziambor, der nach schönem Pass von Marc Michaelis mit seiner Torpremiere wieder verkürzen konnte (43.). Die deutsche Mannschaft setzte den Weltmeister fortan unter Druck und arbeitete am dritten Treffer. Die mit Abstand beste Gelegenheit hatte Michaelis in der 51. Minute, der ein Break gegen Cooley verpasste. Die Zeit wurde knapp und in den Schlussminuten agierte Deutschland mit sechs Feldspielern – leider ohne Erfolg, weil erneut Michaelis nur den Pfosten traf (58.). In der 59. Minute besorgte Mathieu Olivier per Empty-Netter schließlich den 5:2-Endstand.
Als bester DEB-Spieler wurde Moritz Seider ausgezeichnet. Mit dem heutigen Spiel gegen die USA endet die WM-Vorbereitungsphase der Männer-Nationalmannschaft. Am Montagvormittag reist das DEB-Team nach Zürich, dem WM-Spielort der Vorrundengruppe A.
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Bundestrainer Harold Kreis: „Aus solch hochklassigen Spielen lernt man immer etwas. Wir haben gegen ein junges, schnelles US-Team gesehen, dass wir den richtigen Moment wählen müssen, wann wir aggressives Forechecking spielen wollen. Die Mannschaft hat heute immer wieder versucht, sich ins Spiel zu kämpfen. Das ist ein gutes Zeichen. Seit Phase eins der Vorbereitung haben wir uns kontinuierlich gesteigert und sind als Team zusammengewachsen. Jetzt treffen wir die letzten Kaderentscheidungen, die uns nicht leichtfallen werden.“
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Kapitän Moritz Seider: „Dieses Spiel stand schon lange in meinem Kalender. Es hat mir sehr viel bedeutet, hier auflaufen zu dürfen. Wenn wir unser Spiel spielen, die Scheiben rausbekommen und in den Forecheck gehen, sind wir eine sehr unangenehme Mannschaft. Das dritte Drittel war mit Abstand das Beste. Da haben wir gezeigt, was wir können. Kleine Fehler werden sofort bestraft, das müssen wir abstellen. Aber man hat gesehen, dass wir auch einen großen Gegner ärgern können. Das macht Vorfreude auf eine hoffentlich lange WM.“
Assistenzkapitän Marc Michaelis: „Unser letztes Drittel war sehr stark. Die Chancen, die wir hergegeben haben, waren selbstverschuldet. Wenn wir die abstellen, sieht es sehr gut aus. Team USA braucht keinen Platz, sie sind sehr handlungsschnell und bestrafen Fehler. Aber über weite Strecken haben wir sehr ordentlich gespielt heute. Jetzt freuen wir uns auf die WM in der Schweiz.“

