Die ECDC Memmingen Indians sind Meister der DEB-Oberliga 2025/2026. Für Head Coach Daniel Huhn war der Triumph gegen den Deggendorfer SC ein ganz besonderer Erfolg.
„Ich bin nun zehn Jahre bei den Memmingen Indians, davon sechs als Spieler und vier als Cheftrainer. Deshalb war der Titelgewinn für mich auch irgendwie magisch“, schwärmt der gebürtige Münchner, der die Verantwortung an der Bande trug. Er erinnert sich: „Ich habe als Spieler mit Memmingen mal ein Oberliga-Finale verloren, das wollte ich auf keinen Fall noch einmal erleben.“
Auswärtssieg im dritten Duell als Vorentscheidung
Seine Mannschaft tat ihm den Gefallen und gab in der letzten Serie der Oberliga-Saison 2025/2026 alles. „Die Serie war eng, aber ich denke, wir wollten es etwas mehr als Deggendorf. Wir hatten die nötige Playoff-Härte und sind ihnen mehr unter die Haut gegangen. Die Mentalität hat für uns gesprochen, denn beide Teams waren eigentlich auf Augenhöhe. Zudem war es wichtig, dass wir in fast allen Spielen die Jackson-Zwillinge im Griff hatten und dass unsere Special Teams einen tollen Job gemacht haben.“ Memmingen unterlag in Begegnung eins des Finals in Deggendorf, gewann dann zu Hause und siegte auch im folgenden Auswärtsspiel. Die damit eroberte Führung in der Serie gaben die Indians nicht mehr aus ihren Händen und triumphierten schließlich mit 4:2.
Hauptrundenniederlage motivierte zusätzlich
„Ich glaube, wir sind verdient Meister geworden, denn wir haben in dieser Saison zusammen mit der Hauptrunde sieben von zehn Begegnungen gegen den DSC für uns entschieden.“ Sowieso betrachtet er die Hauptrundenpartien gegen den Finalgegner auch im Hinblick auf die Finalserie als sehr wichtig. „Wir haben dreimal gewonnen, wussten also, dass wir sie schlagen können. Aber kurz vor Ende der Hauptrunde haben wir erstmals gegen sie verloren und uns so letztendlich die Chance auf die Meisterschaft in der Oberliga Süd genommen. Wir wollten also Revanche.“ Und er sieht noch einen weiteren Grund für den Erfolg seiner Mannschaft: „Meiner Meinung nach hatten wir auf dem Weg zum Finale die stärkeren Gegner, wir waren also schon mehr im Kampfmodus und auf hohem Niveau gefordert.“ Auffällig war außerdem, dass die Indians mit einem sehr jungen Goalie ins Finale gezogen sind. Justus Roth wusste aber trotz seiner erst 21 Jahre zu überzeugen. „Er war überragend, ich war beeindruckt von seiner Coolness.“
DEL2 im Blick
Nun steht für den 39-jährigen Huhn, der den Memmingen Indians auch in der DEL2 treu bleibt, viel Arbeit auf dem Programm. „Natürlich haben wir nach dem Titelgewinn erstmal gefeiert, aber jetzt bin ich bereits im Arbeitsmodus. Wir bauen den Kader für die kommende Spielzeit und hoffen, dass wir zusammen mit der aktuellen Euphorie eine gute Saison abliefern können.“
