Zweiter Vergleich gegen die Slowakei im Rahmen der WM-Vorbereitung: Vor 4.333 Zuschauern im Augsburger Curt-Frenzel-Stadion holte sich die Männer-Nationalmannschaft durch einen 3:1-Erfolg (0:0, 2:1, 1:0) den zweiten Sieg in Folge. Torschützen für das deutsche Team waren Alexander Karachun, Fabrizio Pilu mit seinem ersten Länderspieltor und Tim Brunnhuber.
Mit dem heutigen Spiel endet Phase 2 der WM-Vorbereitung. Die DEB-Auswahl kommt wieder am kommenden Dienstag, den 28. April 2026, in Garmisch-Partenkirchen zusammen. In der kommenden Woche folgen dann zwei Länderspiele gegen Österreich.
Für den ersten Aufreger nach einem temporeichen Beginn sorgte Daniel Fischbuch mit einem Alleingang in der 4. Minute. Im Anschluss durfte Deutschland erstmals in Überzahl ran. Mit einem Mann mehr auf dem Eis lief die Scheibe gut und Samuel Dove-McFalls verpasste hier die Führung (6.). Aber die Slowakei versteckte sich nicht und hatte zwei Minuten später eine Doppelchance, Leon Hungerecker parierte unter anderem gegen Adam Ziak stark (8.). Danach tat sich Deutschland spielerisch schwer und die Slowaken setzten immer wieder Nadelstiche. Trotzdem ergaben sich einige Möglichkeiten für die DEB-Auswahl. Zwei davon hatten Elis Hede und Tim Fleischer, die den slowakischen Goalie Adam Gajan kurz vor der ersten Pause nicht überwinden konnten (20.).
Deutschland brauchte ein paar Minuten im Mittelabschnitt, schlug dann aber nach einem schönen Spielzug zu. Julian Chrobot sah Alexander Karachun in der Mitte und der Angreifer schoss in der 23. Minute freistehend ein. Hede hätte kurz darauf beinahe nachgelegt (25.), aber die DEB-Auswahl geriet anschließend unter Druck und Hungerecker lief zur Hochform auf. Der deutsche Torhüter zeigte mehrere tolle Paraden und blieb auch bei eigener Überzahl gegen Samuel Knazko stabil (32.). Zum Drittelende hin nahm das Duell nochmal Fahrt auf. Philipp Preto traf die Latte (37.), ehe der mitgelaufene Fabrizio Pilu in der 38. Minute sein erstes Länderspieltor markierte. Die Slowakei kam aber 20 Sekunden vor der zweiten Sirene wieder ran – David Romanak verkürzte per Direktschuss (40.).
Im Schlussdrittel hatte die deutsche Mannschaft zunächst viel Scheibenbesitz, kam aber offensiv nicht durch. In der 48. Minute ergab sich für das Team von Bundestrainer Harold Kreis dann die große Chance in Überzahl. Doch Leon Hüttl und Daniel Fischbuch ließen gute Gelegenheiten ungenutzt. In der Folge rückte wieder Hungerecker in den Mittelpunkt, der seine Farben gegen Rayen Petrovicky vor dem Ausgleich bewahrte (51.). Gut sechs Minuten vor dem Ende erhielt Karachun aufgrund eines Checks eine große Strafe. Aus dem Überzahlspiel schlug die Slowakei aber kein Kapital, auch weil Martin Fasko-Rudas ebenfalls in die Kühlbox musste. Die Slowakei warf zum Ende hin nochmal alles nach vorne, aber Deutschland brachte den Sieg auch dank einer glänzenden Torhüterleistung ins Ziel. Drei Sekunden vor Schluss besorgte Tim Brunnhuber per Empty-Netter noch den Endstand.
Als bester Spieler der DEB-Auswahl wurde Leon Hungerecker ausgezeichnet.
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Bundestrainer Harold Kreis: „Leon Hungerecker hat heute gut gespielt und uns über 60 Minuten im Spiel gehalten, er war ein sicherer Rückhalt. Es war ein herausforderndes Spiel, die Slowaken haben gut gekämpft. Im zweiten Drittel haben wir mit der Scheibe zu langsam gespielt, das hat der Slowakei Aufwind gegeben. Aber die Jungs haben einen Weg gefunden, das Spiel zu gewinnen. Vom ersten Tag an hat die Mannschaft sehr gut zusammengehalten, sie hatten auch untereinander eine gute kämpferische Einstellung zum Spiel. Schweren Herzens werden wir uns jetzt von ein paar Spielern verabschieden müssen. Wie immer geht es darum, wer die Rollen unserer Ansicht nach am besten ausfüllen kann. Das ist immer ein Prozess bis der WM-Kader steht.
Stürmer Danjo Leonhardt: „Das zweite Drittel hat uns nicht gefallen, da ist die Slowakei etwas stärker gewesen. Aber im Großen und Ganzen haben wir ein sehr schnelles und kompaktes Team. Wir haben jetzt über zwei Spiele gezeigt, dass die Teamchemie stimmt und die Reihen gut passen. Ich würde mich sehr freuen, mit meiner Reihe so weiterzuspielen. Wir kennen uns aus dem Verein, mit Stefan habe ich die letzten 20 Spiele schon zusammengespielt. Auch abseits vom System verstehen wir uns sehr gut auf dem Eis. Wenn man in dieser Woche dabei ist, will man natürlich bis zum Ende gehen. Aber das entscheidet der Bundestrainer.“
