Im Halbfinale der DEB-Oberliga haben sich der Deggendorfer SC und der ECDC Memmingen Indians durchgesetzt, beide Teams aus der Oberliga Süd spielen ab Sonntag um den Titel des Oberliga-Meisters 2026. Deggendorf startet als Champion der Südstaffel mit Heimrecht in die erste Begegnung der „Best-of-Seven“-Serie, die spätestens am 3. Mai entschieden ist. Alle Zahlen und Daten zum Finalduell können unter folgendem Link abgerufen werden: https://deb-online.live/liga/herren/oberliga-playoffs/?divisionId=20582
Deggendorf und Memmingen trafen in der Hauptrunde der Oberliga Süd bereits viermal aufeinander und Memmingen hatte dreimal die Nase vorne. Zweimal setzten sie sich allerdings erst im Penaltyschießen durch. Beide Shootouts hatten mit Linus Svedlund den gleichen Matchwinner, der jeweils im Duell mit Goalie Timo Pielmeier stabil blieb und das Game-Winning-Goal markierte. Erst zwei Spieltage vor Ende der Hauptrunde fand der DSC ein Mittel gegen die Indians und feierte dank eines späten Treffers von Luca Zitterbart 16 Sekunden vor Schluss, den ersten Saison-Triumph gegen den jetzigen Finalgegner.
Deggendorf lässt Tilburg im Halbfinale keine Chance
Der Deggendorfer SC hatte als Hauptrunden-Bester der Oberliga Süd im Halbfinale gegen die Tilburg Trappers die Favoritenrolle inne und wurde dieser auch gerecht. Drei der fünf Partien gewann der DSC mit einem Unterschied von drei Toren und mehr, einmal siegten die Bayern in der Overtime. Nur ein Duell ging an die Niederländer, die im vierten Spiel den ersten Matchball der Deggendorfer abwehren konnten.
Mit Ty und Dylan Jackson konnte Deggendorf sich bisher auf die beiden besten Scorer der Playoffs verlassen und mit Marco Bassler haben sie den zusammen mit dem Memminger Markus Lillich aktuell zweitbesten Torschützen in ihren Reihen. Timo Pielmeier im Tor bewies ebenfalls seine Klasse, seine Fangquote von 93,8 Prozent ist Stand jetzt der Spitzenwert in den Playoffs.
Memmingen schickt Hannover Scorpions in die Sommerpause
Etwas spannender verlief das Halbfinal-Duell der ECDC Memmingen Indians gegen die Hannover Scorpions. Memmingen gewann die ersten beiden Vergleiche, verlor die beiden folgenden Begegnungen aber jeweils in der Verlängerung. Im fünften Spiel konnte Hannover dann eine 3:1-Führung in eigener Halle nicht halten und unterlag letztlich mit 3:5. Damit hatte Memmingen vor eigenem Publikum den ersten Matchball, den die Bayern auch verwandelten.
Die Indians glänzten in den bisherigen Playoffs mit dem besten Powerplay und dem besten Penalty Killing und haben mit Felix Beauchemin-Brassard den zurzeit besten Torschützen auf ihrer Seite. Mit Edgars Homjakovs trägt auch der aktuell drittbeste Scorer das Trikot der Memminger, die sich nun im Finale zusammen mit dem Deggendorfer SC um die Nachfolge des Vorjahres-Champions Bietigheim Steelers streiten.

