Der Deggendorfer SC gegen die Tilburg Trappers und die Hannover Scorpions gegen die ECDC Memmingen Indians, so lauten die Halbfinal-Paarungen in der vom DEB veranstalteten Oberliga. Mit dem Süd-Meister Deggendorf und Hannover, die die Oberliga Nord als Champion abgeschlossen haben, sind die besten Teams der beiden Oberliga-Staffeln noch im Rennen um den Titel.
Beide Serien starten am kommenden Samstag und gehen bis zum möglichen sechsten Spiel im Zwei-Tages-Rhythmus weiter. Vor dem eventuellen siebten Duell haben die Akteure dann erstmals zwei volle Tage Pause; der Termin für diese Begegnung wurde auf den 17. April gelegt. An diesem Tag sind beide Serien spätestens beendet, am 10. April stehen die Sieger der Best-of-Seven-Serien frühestens fest. Alle Statistiken zu den Halbfinals sind unter folgendem Link zu finden:
Tilburg möchte weiße Weste auch gegen Deggendorf behalten
Der Deggendorfer SC trifft auf die Tilburg Trappers, die als einzige Mannschaft in dieser Saison noch keine einzige Playoff-Niederlage kassiert haben. Gegen die Tölzer Löwen, die im Achtelfinale gegen die Hammer Eisbären über die volle Distanz gehen mussten, hatten die Niederländer letztendlich keine großen Probleme, auch wenn es in der vierten Begegnung zwischenzeitlich danach aussah. Tölz hatte die Nase nach 40 Minuten mit 2:1 vorne, doch dann folgte eine Aufholjagd der Trappers, die innerhalb von nicht einmal sechs Minuten auf 6:2 stellten und das Eis letztendlich als Sieger verließen. Mit Phillip Marinaccio können sich die Tilburger auf den aktuell zweitbesten Torschützen der Playoffs verlassen und mit Giovanni Vogelaar haben sie den punktbesten Verteidiger in ihren Reihen.
Aber auch Deggendorf muss sich nicht verstecken, denn ihre beiden Stürmer Dylan und Ty Jackson belegen in der Scorerliste der Playoffs zurzeit die Plätze eins und zwei. Und hinten sichert mit Timo Pielmeier der nach Fangquote beste Goalie der bisherigen Playoffs ab. Zudem hat der DSC mit 96,2 Prozent das beste Penalty Killing aller Clubs. Die Bayern schalteten im Viertelfinale die Füchse Duisburg aus, die sich teuer verkauften. Ein Spiel konnten die Nordrhein-Westfalen gewinnen, eins verloren sie erst in der Verlängerung. Die anderen drei Begegnungen gingen klar an Deggendorf.
Memmingen abermals mit Reiseziel Hannover
Auch im zweiten Halbfinale steht ein Team, das im Viertelfinale ein glattes 4:0 feiern konnte: die ECDC Memmingen Indians. Gegen die Hannover Indians war insbesondere Game vier spannend, denn die Niedersachsen erzielten in den letzten gut neun Minuten noch zwei Tore und schafften es so in die Overtime. In der machte Markus Lillich nach gerade einmal 15 Sekunden dann kurzen Prozess und schoss Memmingen in die Vorschlussrunde. Die Bayern glänzen mit dem zurzeit besten Powerplay; fast jedes zweite Überzahlspiel schlossen sie mit einem eigenen Treffer ab. Und Felix Beauchemin-Brassard reiht sich aktuell zusammen mit dem Tilburger Marinaccio als zweitbester Torschütze der Playoffs in die Statistik ein.
Die Hannover Scorpions, Halbfinal-Gegner von Memmingen, mussten als einziger Halbfinalist über vier Viertelfinal-Partien gehen. Dabei misslang ihnen schon der Start in die Serie gegen die Selber Wölfe, denn trotz einer Torschussbilanz von 53:34 unterlagen sie im ersten Vergleich mit 0:2. Beim Serienstand von 2:2 waren die Skorpione im fünften Duell bereits auf einem guten Weg zum 3:2, aber dann verspielten sie eine 4:1-Führung und mussten in die Verlängerung. In der sorgte Nicholas Miglio doch noch für den Triumph der Niedersachsen. Und auch Game sechs gestaltete sich bis zum Schluss offen; am Ende setzten sich die Scorpions, die mit Patrick Berger den an der Fangquote gemessen zweitbesten Torhüter der Playoffs aufbieten, mit 2:1 durch. Das Scoring verteilt sich beim Meister der Oberliga Nord auf mehrere Schultern, denn mit Pascal Aquin, Justin Kirsch und Allan McPherson belegen aktuell gleich drei Skorpione den geteilten vierten Rang in der Scoring-Liste der Playoffs.
Text: Annette Laqua

