Die Oberliga Süd hat ihre Hauptrunde beendet, der Deggendorfer SC darf sich Meister der Südstaffel nennen. Er wartet mit fünf anderen Teams nun auf seinen Gegner für die mit dem Norden verzahnten Playoff-Achtelfinals, während die EHF Passau Black Hawks, die Höchstadt Alligators, der EV Füssen und der SC Riessersee vorher noch in den Pre-Playoffs antreten müssen.
Deggendorf konnte sich nach 52 Partien den ersten Platz der Abschlusstabelle der Oberliga Süd sichern, doch die ECDC Memmingen Indians waren ihnen dicht auf den Fersen. Gerade einmal vier Punkte trennen die beiden Teams. Dass beide Mannschaften zurecht ganz oben stehen, zeigt sich auch im Powerplay und im Penalty Killing; in beiden Disziplinen belegen sie die Ränge eins und zwei der Oberliga Süd. Bemerkenswert ist auch die Anzahl der Shutouts von Deggendorf-Goalie Timo Pielmeier, der sechsmal keinen einzigen gegnerischen Treffer zuließ. Die zweite Stelle dieser Statistik teilen sie fünf Torhüter, die jeweils zweimal ein Shutout bejubeln durften. Der Pokal des Crash Mate Topscorer der Oberliga Süd ging in dieser Saison mit 105 Punkten (52 Tore, 53 Assists, 48 Spiele) an Dylan Jackson vom Deggendorfer SC.
Pokalübergabe in Deggendorf, Foto: Roland Rappel
Playoff-Heimrecht auch für Tölz und Selb
Die Tölzer Löwen und die Selber Wölfe eroberten im Schlussklassement die Positionen drei und vier, sie gehen mit Heimrecht in die Achtelfinals gegen die Nordklubs. Tölz steht nach der Hauptrunde an der Spitze der Scoring Efficiency, 12,7 Prozent aller Schüsse der Raubkatzen landeten im Netz des Gegners. Zudem haben sie mit Topi Piipponen den nach den Deggendorfern Dylan und Ty Jackson besten Hauptrunden-Scorer in ihren Reihen. Mit 52 Treffern in 47 Spielen konnte er im Durchschnitt mehr als ein Tor pro Begegnung feiern.
Als Fünfter werden die EV Lindau Islanders gewertet, denn die ursprünglich auf Position fünf notierten Heilbronner Falken werden wegen ihrer Planinsolvenz auf Rang elf gesetzt und dürfen nicht in den Playoffs antreten. Alle Mannschaften auf den Positionen sechs bis elf rücken einen Platz nach vorne, was dem EC Peiting die direkte Qualifikation für die Playoffs beschert.
Passau und Riessersee mit Selbstvertrauen in die Pre-Playoffs
Diese Berechtigung müssen sich vier Teams in den Pre-Playoffs erkämpfen, die Paarungen lauten EHF Passau Black Hawks gegen SC Riessersee und Höchstadt Alligators gegen EV Füssen. Passau und Riessersee gehen beide mit einem Sieg zum Hauptrunden-Abschluss in die Entscheidungsspiele. Passau gewann gegen den EC Peiting deutlich mit 9:1 und holte sich viel Selbstvertrauen für die Pre-Playoffs. Außerdem konnten sich die Black Hawks in der Hauptrunde mit Janik Engler auf einen starken Goalie verlassen, der mit einer Fangquote von 91,7 Prozent Rang drei in der ligaweiten Statistik belegt. Noch Steigerungsbedarf gibt es im Penalty Killing, doch Rivale SC Riessersee hatte seinerseits Probleme, seine Überzahlspiele optimal zu nutzen. Die Garmisch-Patenkirchener konnten wie Passau den letzten Hauptrunden-Vergleich für sich entscheiden, im Duell gegen die EV Lindau Islanders drehten sie die Partie im dritten Drittel von 2:3 auf 4:3.
Höchstadt und Füssen ebenfalls mit positiven Hauptrunden-Abschluss
Auch Höchstadt und Füssen triumphierten bei ihren letzten Hauptrunden-Aufgaben. Dabei zeigten die Alligatoren eine bemerkenswerte Moral, denn sie lagen gegen die Selber Wölfe nach gut acht Minuten bereits 0:3 zurück. Doch kein Problem, nach 20 Minuten leuchtete ein 3:3 auf der Anzeigetafel. In der Folge egalisierten sie noch ein 3:4 und ein 4:5, um 61 Sekunden vor Schluss den 6:5-Siegtreffer zu erzielen. Höchstadt glänzte in der Hauptrunde mit seinem Unterzahlspiel, dem viertbesten der Oberliga Süd. Im Powerplay hingegen taten sie sich eher schwer. Höchstadts Gegner EV Füssen hatte aber ähnliche Probleme im Penalty Killing. Und dennoch haben die Füssener es geschafft, sieben der letzten zehn Hauptrundenbegegnungen erfolgreich zu gestalten. Auch wenn ihr Powerplay eher Liga-Mittelmaß war, kassierten sie kaum Tore bei eigener Überzahl. Drei Treffer, bei denen der Gegner mindestens einen Mann weniger auf dem Eis hatte, bedeutet zusammen mit den ECDC Memmingen Indians und dem EC Peiting Ligabestwert.
Die Pre-Playoffs werden als Best-of-Three ausgetragen und beginnen am Sonntag, den 1. März. Spiel zwei ist für Dienstag, den 3. März angesetzt, ein eventuell nötiges drittes Duell würde am Freitag, den 6. März stattfinden.
Die Begegnungen gibt es hier einzusehen: https://deb-online.live/liga/herren/oberliga-playoffs/?divisionId=20581
