Im Viertelfinale des olympischen Eishockeyturniers trifft die deutsche Männer-Eishockeymannschaft am Mittwoch um 12:10 Uhr in der Milano Santagiulia Ice Hockey Arena auf die Slowakei. Der Sieger steht im Halbfinale, welches am Freitag ausgetragen wird. Der Gegner steht noch nicht fest.
Turnierverlauf: Erster in der Gruppe B
Die Slowakei sorgte gleich im ersten Turnierspiel beim 4:1-Auftaktsieg gegen Titelverteidiger Finnland für die erste Überraschung. Danach wurde Italien mit 3:2 bezwungen, ehe es in der letzten Vorrundenpartie gegen Schweden eine 3:5-Niederlage setzte. Damit qualifizierte sich die Mannschaft von Trainer Vladimír Országh als Gruppenerster für das Viertelfinale. Übrigens: Todd Woodcroft, Head Coach der Kassel Huskies (DEL2), gehört als Assistenztrainer ebenfalls zum Trainerteam.
Mit bereits sechs Punkten (drei Tore, drei Assists) führt Youngster-Angreifer Juraj Slavkovsky die interne Scorerliste an. Nur Superstar Connor McDavid (Kanada, neun) und Timo Meier (Schweiz, sieben) sammelten bislang noch mehr Zähler bei diesem Turnier.
Olympia und WM: direkter Vergleich
Im Rahmen der Olympischen Winterspiele gab es bereits zwei Duelle zwischen Deutschland und der Slowakei. 2002 in Salt Lake City gewann die deutsche Mannschaft in der Vorrunde mit 3:0. 2022 in Peking drehten die Slowaken den Spieß um und setzten sich in der Viertelfinal-Qualifikation mit 4:0 durch. Bei Weltmeisterschaften fällt die Bilanz eindeutig aus: Deutschland gewann acht Vergleiche, darunter die letzten fünf, die Slowakei holte nur drei Siege.
Das letzte Aufeinandertreffen beider Nationen gab es im November 2025 beim Deutschland Cup in Landshut. Das Team von Bundestrainer Harold Kreis triumphierte mit 3:0 und sicherte sich damit den Turniersieg.
Olympia und WM: Die Slowakei bei Turnieren
Die Ergebnisse bei internationalen Großturnieren sind beachtlich. So kann die Slowakei bereits auf vier WM-Medaillen verweisen. Zweimal holte man dabei Silber, einmal Bronze. 2002 gelang im schwedischen Göteborg mit dem WM-Titel der ganz große Coup.
Auch bei den letzten Olympischen Spielen sorgte die Slowakei für ein echtes Highlight. Zwar kam im Halbfinale durch eine 0:2-Niederlage gegen Finnland das Aus, allerdings sicherten sich die Slowaken im Spiel um Platz drei durch einen 4:0-Sieg gegen Schweden sensationell die Olympische Bronzemedaille.
Olympia- und WM-Medaillen: 5
Aktuelle IIHF-Weltranglistenplatzierung: 9
Kader: Alle Augen auf Slavkovsky
Angeführt wird das slowakische Aufgebot vom herausragenden Spieler, besten Torschützen und Top-Scorer der letzten Olympischen Winterspiele: Sein Name: Juraj Slavkovsky. Der Stürmer der Montreal Canadiens war damals gerade einmal 17 Jahre alt und erzielte stolze sieben Tore. Heute gehört der inzwischen 21-Jährige auch in der NHL zu den besten jungen Offensivspielern. Tomas Tatar (EV Zug) dürfte der bekannteste Profi sein, der nicht mehr in der besten Liga der Welt aktiv ist. Davor absolvierte der 35-jährige Routinier 983 NHL-Spiele.
In der Verteidigung geben die drei NHL-Cracks Erik Cernak (zweifacher Stanley Cup-Sieger mit den Tampa Bay Lightning), Simon Nemec (New Jersey Devils) und Martin Fehervary (Washington Capitals) den Ton an. Im Tor dürfte von Beginn an Samuel Hlavaj (Iowa Wild, AHL) stehen.
