Die deutsche Männer-Eishockeymannschaft hat bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina das Qualifikationsspiel gegen Frankreich gewonnen und damit den Einzug ins Viertelfinale perfekt gemacht. Das Team von Bundestrainer Harold Kreis setzte sich deutlich mit 5:1 durch (3:0, 0:1, 2:0). Vor 9.788 Zuschauern in der Milano Santagiulia Ice Hockey Arena erzielten Leon Draisaitl, Frederik Tiffels, John-Jason Peterka, Joshua Samanski und Nico Sturm die Tore für Deutschland. Am Mittwoch trifft das deutsche Männer-Team im Viertelfinale um 12:10 Uhr auf die Slowakei.
Im Vergleich zum finalen Gruppenspiel gegen die USA gab es zwei Veränderungen im Line-up. Philipp Grubauer rückte für Maximilian Franzreb wieder von Beginn an ins Tor. Zudem bestritt Fabio Wagner sein 100. Länderspiel.
Und der Verteidiger holte früh die erste Strafzeit heraus, welche Deutschland zur Führung nutzte. Leon Draisaitl traf im Powerplay in der 4. Minute per Direktabnahme zum schnellen 1:0. Die deutsche Mannschaft trat von Beginn an zweikampfstark und kompakt auf. In der 11. Minute legte Deutschland nach. Die Scheibe wurde im Forecheck erobert und Frederik Tiffels erhöhte mit einem Schuss aufs kurze Eck. Die deutsche Auswahl blieb läuferisch besser und klar überlegen. Tim Stützle verpasste mit einer Doppelchance in Überzahl das 3:0 (15./16.), welches dann aber John-Jason Peterka besorgte. Der NHL-Stürmer der Utah Mammoth traf nach schönem Stützle-Zuspiel frei vor Frankreichs Torhüter Julian Junca zum auch in dieser Höhe verdienten 3:0 (19.).
Das zweite Drittel sollte insgesamt ausgeglichener werden. Zwar hatte Lukas Reichel aus kurzer Distanz die erste Top-Möglichkeit (21.), dann wurde Frankreich stärker. Gegen Sacha Treille am langen Pfosten konnte Grubauer noch klären, aber gegen einen durch Moritz Seider abgefälschten Schuss von Pierre-Édouard Bellemare war der deutsche Goalie machtlos (25.). Nach einigen Minuten bekam das Team von Bundestrainer Harold Kreis die Partie aber wieder in den Griff. Peterka und Tobias Rieder hatten den vierten Treffer auf dem Schläger. Gegen beide Stürmer hielt Antoine Keller, der ab dem zweiten Drittel im Tor der Franzosen stand, aber stark (31.). Deutschland machte jetzt Druck und Marc Michaelis setzte einen Abstauber an den Pfosten (32.). Dann meldeten sich wieder die Franzosen. Bellemare zielte knapp vorbei und Grubauer parierte gegen Justin Addamo (35.). Kurz vor der zweiten Sirene wurde Peterka noch einmal freigespielt, erneut reagierte Keller glänzend (39.).
Das Schlussdrittel begann mit einer Großchance durch Kevin Bozon (42.), im Anschluss fand Deutschland die Dominanz aus den ersten 20 Minuten wieder. In der 44. Minute verpasste Peterka nach einem 2-auf-1-Konter zusammen mit Draisaitl die Vorentscheidung. Doch in der 48. Minute war Joshua Samanski nach einem Rebound in Überzahl zur Stelle und markierte das so wichtige vierte Tor. Anschließend setzte Reichel einen Schuss an den Außenpfosten (49.). Die Partie ging in die Schlussphase und Deutschland musste zweimal in Unterzahl agieren. Mit harter Arbeit und vielen geblockten Schüssen ließ die deutsche Auswahl aber keine Großchancen zu. Die beste Möglichkeit für Frankreich hatte in der 57. Minute noch einmal Texier. Der NHL-Angreifer fuhr auf Grubauer zu, Deutschlands Torhüter stoppte seinen Alleingang aber sensationell. In der Schlussminute machte dann Nico Sturm mit einem Empty-Netter alles klar (60.).
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