Der Kampf um die besten Ausgangspositionen vor den Playoffs spitzt sich in der Oberliga Süd weiter zu. An der Tabellenspitze haben sich der Deggendorfer SC und die ECDC Memmingen Indians mit 110 beziehungsweise 103 Punkten abgesetzt. Dahinter folgen die Tölzer Löwen mit 90 Zählern.
Der Deggendorfer SC präsentiert sich auch in der entscheidenden Saisonphase in starker Verfassung. In den letzten zehn Begegnungen mussten die Niederbayern lediglich zwei Niederlagen hinnehmen, eine davon erst in der Overtime. Maßgeblichen Anteil am anhaltenden Erfolg des Deggendorfer SC haben erneut die Jackson-Brüder, die mit 93 und 92 Punkten die Topscorer im Süden stellen.
Dicht dahinter lauern die ECDC Memmingen Indians, die zuvor eine Siegesserie über zwölf Spiele lang hielten, zuletzt jedoch einen kleinen Dämpfer hinnehmen mussten. Das Ende der Erfolgsserie leiteten die Höchstadt Alligators mit einem Sieg im Penaltyschießen ein. Am folgenden Spieltag mussten sich die Memminger dem direkten Verfolger aus Bad Tölz 0:4 geschlagen geben.
Tölz rüstet nach, Special Teams als Baustelle
Die Tölzer Löwen festigen ihren dritten Platz. Wie Deggendorf verloren sie in den vergangenen zehn Partien lediglich zweimal. Das größte Manko der Löwen ist das Unterzahlspiel, das sie im Süden auf den drittletzten Rang platziert. Dafür geben die Tölzer Löwen aktuell in Sachen Schusseffizienz den Ligabestwert ab.
Die Tölzer Löwen haben zudem auf die kritische Phase reagiert und sich verstärkt: Maximilian Spöttel, der bereits die vergangenen beiden Spielzeiten für den Drittligisten aktiv war, verstärkt die Löwen für den Rest der Saison. Spöttel soll bereits am Freitag gegen die EV Lindau Islanders einsatzbereit sein.
Veränderungen im Tabellenmittelfeld
Während die Spitze ihre Positionen zementiert, geraten die Heilbronner Falken zunehmend unter Druck, auch abseits des Eises. Der Klub teilte dem Deutschen Eishockey-Bund e.V. am 28. Januar mit, dass ein Insolvenzverfahren gegen die Heilbronner Falken GmbH & Co. KG eingeleitet wurde. Die Falken werden die Hauptrunde voraussichtlich zu Ende spielen, jedoch nicht an den anschließenden Playoffs teilnehmen. Sportlich sind die Falken weiterhin unter den Top drei Teams in der Powerplay-Statistik der Liga und verfügen über gute Special Teams, doch in den vergangenen sechs Spielen blieb Heilbronn ohne Sieg.
Einen deutlichen Dämpfer erleben aktuell auch die onesto Tigers Bayreuth. In den letzten zehn Spielen gelangen lediglich zwei Siege, was sich zunehmend in der Tabelle bemerkbar macht. Die fehlende Konstanz in der Punkteausbeute bedroht den Pre-Playoffplatz der Tigers. Ebenso schwer tut sich zuletzt der EC Peiting, der mit den Bayreuthern punktegleich, jedoch mit einer besseren Tordifferenz auf Platz sieben liegt. Peiting konnte in den letzten fünf Spielen lediglich gegen Heilbronn am vergangenen Wochenende gewinnen.
Konträr dazu präsentieren sich die EV Lindau Islanders, die zuletzt einen Erfolgslauf hinlegten und ihre letzten sechs Spiele allesamt gewinnen konnten. Mit zwölf Punkten Vorsprung auf den EC Peiting auf Platz sieben, halten sie derzeit den fixen Playoff-Spot.
Turbulent gestaltet sich die Lage bei den Stuttgart Rebels. Nach einem überraschenden Erfolg gegen den Spitzenreiter Deggendorf Anfang Januar, folgte Ernüchterung: Seitdem konnten die Rebels lediglich gegen die Erding Gladiators drei Punkte einfahren und stecken in einem Formtief. Um „neue Impulse“ zu setzen und nicht aus dem Rennen um die Pre-Playoffs zu fallen, trennten sich die Stuttgart Rebels Ende Januar von Trainer Jan Melichar. Nach der Trennung konnten die Stuttgarter wieder ein 6-Punkte-Wochenende einfahren und gegen Heilbronn und den direkten Konkurrenten onesto Tigers Bayreuth gewinnen.
Enger Kampf um die Pre-Playoff-Plätze
Besonders spannend bleibt der Kampf um die Pre-Playoff-Ränge sieben bis zehn. Hier liefern sich die Höchstadt Alligators (Platz 9), die EHF Passau Black Hawks (Platz 10), der SC Riessersee (Platz 11) und die Stuttgart Rebels (Platz 12) ein enges Rennen. Die vier Teams liegen nur vier Punkte auseinander und treffen im Februar noch aufeinander.
Tabellen-Keller: Füssen reagiert auf Verletzungsmisere
Am Tabellenende bleibt die Situation hingegen unverändert. Die Erding Gladiators und der EV Füssen bilden weiterhin das Schlusslicht der Oberliga Süd und müssen sich auf einen schweren Saisonendspurt einstellen.
Der EV Füssen sah sich aufgrund einer Verletzungsmisere gezwungen, auf der Torhüterposition zu reagieren und holte sich Unterstützung vom ESV Kaufbeuren: Rihard Babulis kommt mit Förderlizenz, weil sich Timotej Pancur eine Oberkörperverletzung zugezogen hat und Benedikt Hötzinger immer noch verletzungsbedingt fehlt.
Die Pre-Playoffs laufen von 1.März bis 6. März. Die erste Achtelfinalpartie im Süden wird am 8. März gespielt. Die kompletten Spielpläne finden sich unter Oberliga Süd – DEB LIVE

