Zum Auftakt des olympischen Eishockeyturniers in Mailand unterlag die deutsche Frauen-Eishockeymannschaft gegen Schweden mit 1:4 (1:1, 0:2, 0:1). Vor 2.455 Zuschauern in der Milano Rho Ice Hockey Arena erzielte Nina Jobst-Smith den einzigen Treffer für das deutsche Team, für das Sandra Abstreiter im Tor startete.
Die erste Chance des Spiels gehörte den Schwedinnen, die von Beginn an körperbetont agierten und durch die erste Strafzeit gegen Nina Christof zu weiteren Möglichkeiten kamen. Erfolgreicher jedoch war das erste Powerplay der deutschen Mannschaft, die durch einen passgenauen Schuss ins Kreuzeck von Nina Jobst-Smith mit 1:0 (9.) in Führung ging. In der 12. Minute gelang Lina Ljungblom bei angezeigter Strafe der Ausgleich.
Im Mittelabschnitt ließen die Teams zunächst wenige Chancen zu. Doch in Überzahl war es in der 28. Minute erneut Ljungblom, die aus kurzer Distanz den Puck zum 2:1 ins Tor schob. Szenen vor dem Tor hatten weiter Seltenheitswert. Dafür wurde nun mit harten Bandagen um die Scheibe gekämpft, lange ohne Strafen. Celina Haider verpasste in der 33. Minute knapp die größte Gelegenheit zum Ausgleich. Ein weiteres Powerplay nutzte Schweden – Mira Jungaker erhöhte 40 Sekunden vor der Pause auf 3:1 (40.).
Das deutsche Team erarbeitete sich nach dem Seitenwechsel mehr Offensivanteile. auch weil die Schwedinnen sich nun mehr auf die Verteidigung verlegten. Genau in diese Drangphase der deutschen Frauen schloss Thea Johansson einen Gegenstoß unhaltbar zum 4:1 für Schweden ab (52.). In der Folge dieser Vorentscheidung kam es kaum zu nennenswerten Szenen, so dass die Partie mit 4:1 an die Skandinavierinnen ging.
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Bundestrainer Jeff MacLeod: „Wir haben über 60 Minuten gut gekämpft. Es war ein schnelles, physisches Spiel beider Mannschaften. Schweden hat über weite Strecken konsequent und abgeklärt gespielt. Das Spiel war in jedem Fall eine wichtige Lernerfahrung für uns, was den weiteren Turnierverlauf angeht. Wir werden das Spiel schnell aufarbeiten und regenerieren, damit wir dann gut für die nächste Aufgabe gegen Japan vorbereitet sind.“
Verteidigern Nina Jobst-Smith: „Wir sind natürlich enttäuscht über die Niederlage, sollten nun aber nach vorne schauen. Wir haben ein schnelles und körperbetontes Spiel gezeigt, das sollten wir uns für das Turnier beibehalten. Mit unserer Kreativität in den Reihen können wir uns in der offensiven Zone mehr Torgelegenheiten herausspielen, als wir es heute geschafft haben. Deswegen gilt es für die nächsten Spiele, dass wir uns vornehmen, noch mehr Pucks in Richtung des gegnerischen Tores zu bringen und uns selbst so die Möglichkeit zu geben, am Ende auch erfolgreich zu sein.
Stürmerin Emily Nix: „Wir sind enttäuscht, dass wir das erste Spiel verloren haben. Das waren einfach zu viele Strafen. Es waren schwierige Calls dabei. Dennoch müssen wir auch mehr Tore schießen. Mit einem Tor kann man kein Spiel gewinnen. Wir haben morgen einen Ruhetag. Das Spiel haken wir jetzt ab. Schweden ist sicherlich unser härtester Gruppengegner.“
Nächster Vorrundengegner für die Frauen-Eishockeymannschaft ist das Team aus Japan. Das Spiel findet am Samstag, den 7. Februar 2026, um 12:10 Uhr in der Milano Rho Ice Hockey Arena statt.
