Die Hannover Indians sind in dieser Saison das bestimmende Team der Oberliga Nord. Kurzzeitig mussten sie die Tabellenführung zwar an die Tilburg Trappers abgeben, doch mittlerweile haben sich die Indians wieder einen Vorsprung von sechs Zählern auf die nun zweitplatzierten Hannover Scorpions aufgebaut.
Die Hannover Indians zeigen bisher eine überzeugende Leistung: Erst zwei Spiele haben sie nach 60 Minuten verloren, in weiteren drei Begegnungen waren sie in der Overtime unterlegen, darunter hintereinander ausgerechnet gegen die am Tabellenende stehenden Rostock Piranhas und Herforder EV. Nach diesen beiden Niederlagen Mitte November konnten die Indians in sieben Partien in Folge das Eis als Sieger verlassen – und dabei unter anderem erfolgreich Revanche gegen Rostock und Herford nehmen. Trotz der Tabellenführung schlummert in den Niedersachsen aber noch Potenzial, denn im Powerplay sind sie aktuell das zweitschlechteste Team der Oberliga Nord. Auf ihr Penalty Killing können sie sich jedoch verlassen – sie liegen mit 83,5 Prozent auf Rang zwei dieser Statistik.
Auf der Suche nach Konstanz
Die Hannover Scorpions suchen noch immer die Konstanz in ihren Leistungen. So haben sie Anfang Dezember zwar das Spitzenspiel gegen die Tilburg Trappers gewonnen, aber die beiden Partien davor gegen die Herner EV Miners und die TecArt Black Dragons Erfurt, in denen sie von der Tabellenposition betrachtet klarer Favorit waren, gingen verloren. In Tilburg ist man gerade dabei, diese Konstanz zu finden; in den vergangenen sieben Begegnungen gab es nur die Niederlage gegen die Scorpions. Tilburg hat mit Phillip Marinaccio und Kobe Roth die beiden besten Scorer der Liga in der Mannschaft, Marinaccio ist zudem auch bester Torschütze der Oberliga Nord.
Enger Kampf um die Ränge vier und fünf
In dieser Saison berechtigen die Plätze vier und fünf der Hauptrunde zum Einzug in Gruppe 1 der Zwischenrunde; den Teilnehmern dieser Gruppe sind die Playoffs bereits sicher. Um diese beiden Positionen streiten sich aktuell vor allem die Füchse Duisburg, die Saale Bulls Halle und die Hammer Eisbären. Dabei begeistert Halle mit dem zweitbesten Überzahlspiel, Hamm mit der besten Unterzahl und Duisburg reiht sich in der Unterzahl-Statistik auf Platz drei ein. Außerdem haben die Eisbären Dominik Lascheit in ihrem Aufgebot, der gemeinsam mit Marinaccio und Emil-Ayvaz Lessard Aydin die Torjägerliste der Oberliga Nord anführt. Und auch Kyle Hagen, der nach Fangquote beste Goalie der Liga, ist Teil der Hammer Eisbären.
Wenig Strafminuten für Erfurt und Herne
Die KSW IceFighters Leipzig versuchen, sich nach dem Trainierwechsel von Patric Wener auf Christopher Straube ebenfalls in den Fight um die Ränge vier und fünf einzumischen; sie haben zurzeit das beste Powerplay der Liga. Doch die Sachsen müssen in der Tabelle auch nach hinten schauen, denn Erfurt und Herne lauern direkt hinter ihnen. Beide Teams stehen in den Top 3 der fairsten Mannschaften der Oberliga Nord und haben ebenfalls starke Spieler in ihren Reihen. Die US-Amerikaner Nicholas Ford und Thomas Munichiello, die das Trikot des Herner EV tragen, finden sich in den Top 5 der Scorerliste wieder, in der der beste Erfurter Santeri Haarala aktuell Neunter ist.
Auch Schlusslichter mit Siegen gegen Spitzenmannschaften
Damit wird er auf der gleichen Position geführt wie der beste Rostocker Scorer Jesper Öhrvall. Seine Piranhas haben zwar nur ein Tor mehr kassiert als das Spitzenteam der Tilburg Trappers, doch im Gegensatz zu den Niederländern treffen sie viel seltener ins gegnerische Netz. 56 Tore sind Negativrekord der Liga, obwohl die Raubfische die zweitmeisten Schüsse abgeben. Stark hingegen ist ihre Heimbilanz; sie haben in dieser Saison schon die Indians, die Scorpions und die Trappers in der heimischen Halle bezwungen. Den letzten Tabellenplatz bekleidet zurzeit der Herforder EV, der aktuell in einer Niederlagenserie steckt. Siebenmal am Stück waren die Ice Dragons ihren Rivalen unterlegen, doch auch sie haben in diesem Jahr bereits Siege gegen die Indians und gegen Tilburg gefeiert.

