Fast alle Teams der Oberliga Süd haben nun 24 Spieltage absolviert und der aktuelle Spitzenreiter heißt Deggendorfer SC. Die ECDC Memmingen Indians halten noch Kontakt zum Liga-Primus, während die Heilbronner Falken und die Selber Wölfe auf den Plätzen drei und vier bereits je zwölf Punkte Rückstand haben.
Deggendorf hat sich nach 24 Spielen einen Vorsprung von fünf Zählern auf Memmingen erarbeitet. Die Mannschaft von Head Coach Casey Fratkin glänzt mit einer Powerplay-Erfolgsquote von 34,1 Prozent – niemand in der Oberliga Süd ist in dieser Disziplin besser. Und auch im Penalty Killing sind die Niederbayern mit 89,3 Prozent das Maß der Dinge. Zudem haben sie mit Ty Jackson den besten Scorer in ihren Reihen und mit Tys Zwillingsbruder Dylan Jackson trägt der zweitbeste Torschütze ebenfalls das Trikot der Deggendorfer. Die aktuell starke Form zeigt sich auch in der Siegesserie, die der DSC mit einem 14:1-Triumph gegen Füssen auf nunmehr sechs Spiele ausbauen konnten.
Memmingen lauert hinter Deggendorf
Auf dem zweiten Rang haben sich die Memmingen Indians breit gemacht. Auch die Oberschwaben können auf gute Special-Teams vertrauen, liegen sie in der Überzahl- und der Unterzahl-Statistik doch jeweils in den Top 3 der Liga. Und mit Felix Beauchemin-Brassard schnürt der beste Torjäger und zweitbeste Scorer der Oberliga Süd die Schlittschuhe für die Indians. Allerdings hat Memmingen in den vergangenen fünf Begegnungen leicht den Faden verloren, denn zwei Siegen stehen drei Niederlagen gegenüber.
Punktgleich werden Heilbronn und Selb auf den Plätzen drei und vier notiert, doch sie kommen mit unterschiedlichen Formkurven auf diese Positionen. Heilbronn hat aus den letzten sechs Partien nur einmal drei Zähler mitnehmen können, schlich aber fünfmal als Verlierer vom Eis. DEL2-Absteiger Selb hingegen hat sich nach einer schwachen Phase von Ende Oktober bis Mitte November, als sie sogar sechs Niederlagen in Folge kassierten, wieder gefangen.
Bayreuth effizientestes Team
Die Schwächephasen der beiden Mannschaften vor ihnen konnten die Tölzer Löwen für sich nutzen; sie haben als Fünfter in der Tabelle nur noch einen Punkt Rückstand auf Heilbronn und Selb. Tölz kann sich mit Topi Piipponen auf den zusammen mit Dylan Jackson zweitbesten Torschützen der Liga verlassen. Die onesto Tigers Bayreuth belegen den sechsten Tabellenrang und damit den letzten, der zum direkten Einzug in die Playoffs berechtigt. Und sie haben mit Kyle Bollers den zusammen mit Beauchemin-Brassard zweitbesten Scorer in ihrem Team. Außerdem begeistern die Tiger mit der besten Torschuss-Effizienz – fast 14 Prozent ihrer Torschüsse landen im gegnerischen Netz.
Heißer Kampf um Position zehn
Die Gruppe der Teams, die sich zurzeit auf einem Pre-Playoff-Platz befinden, wird von den EHF Passau Black Hawks angeführt. Einen Zähler hinter ihnen reihen sich die EV Lindau Islanders ein und einen weiteren Punkt dahinter werden die Stuttgart Rebels notiert. Nur noch Zehnter ist der EC Peiting, der nach einem guten Saisonstart nun um den Einzug in die Pre-Playoffs zittern muss. Der Abstand auf den Neunten beträgt bereits fünf Punkte, aber hinter ihnen liegen gleich vier Mannschaften in Lauerstellung: die Höchstadt Alligators, der SC Riessersee, der EV Füssen und die Erding Gladiators. Die Plätze zehn bis 14 trennt jeweils nur ein Zähler, was die Spannung im unteren Tabellendrittel noch einmal unterstreicht. Höchstadt und Riessersee haben zudem noch eine Partie weniger absolviert als alle anderen Teams der Oberliga Süd – beide könnten bei einem Sieg an Peiting vorbeiziehen. Riessersee und die erst in dieser Saison aus der Bayernliga aufgestiegenen Erdinger führen aber eine andere Statistik an, denn sie sind die Mannschaften mit den wenigsten Strafminuten pro Spiel. Damit rangieren sie knapp vor den beiden Top-Teams aus Deggendorf und Heilbronn.
