Am 28.Oktober 2025 fand im Rahmen der FSB-Messe in Köln ein Kongress zum Thema „Wie können Eissporthallen CO2-neutral und dabei wirtschaftlich und bedarfsgerecht betrieben werden“ statt. Dieser Frage ging die Fachveranstaltung des Deutschen Eishockey-Bund e.V. (DEB) in Zusammenarbeit mit dem Eishockeyverband NRW e.V., der International Association for Sports and Leisure Facilities (IAKS) sowie der Deutschen Eislauf-Union e.V. (DEU) nach. Neun Referenten stellten in ihren Vorträgen im Kongress-Centrum der Koelnmesse Ideen, Konzepte und Fallbeispiele vor.
Frank H. Lutz, Vorstandsvorsitzender des DEB, begrüßte die über 100 Anwesenden im Auditorium. Nach weiteren einleitenden Worten unter anderem von Dr. Christiane Schenderlein, Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Sport und Ehrenamt und einer Videobotschaft von Viesturs Koziols, IIHF Council Member, Facilities Committee Chairman, gab Dr. Christian Raffer vom Deutschen Institut für Urbanistik einen Überblick über den Zustand der deutschen Sportstätten und stellte fest, dass der wahrgenommene Investitionsstau zwar steige, aber der tatsächliche Zustand der Infrastruktur sehr heterogen sei. Ähnlich sah das auch Uwe Schlenker. Der Schwenninger Architekt warf die Frage auf, wie Eissporthallen in den nächsten 30 Jahre ausgestattet sein müssen, um den Herausforderungen der Zukunft gewachsen zu sein.
Thomas Rücker, Vizepräsident des Co-Veranstalters Deutsche Eislauf-Union e.V., präsentierte Ideen für regionale Eissportzentren, die sich statt auf eine multifunktionale Nutzung auf den Eissport spezialisieren müssten. Vor der Mittagspause legte Dr. Ralf Möller Einsatzmöglichkeiten von Wärmepumpen im Kontext von Eissporthallen, die einen hohen Wärmebedarf haben, vor. Die Umrüstung der technischen Anlagen und die damit einhergehende Energieeffizienzgewinnung in der Eiswelt Stuttgart erläuterte Michael Sigler in seinem Beitrag.
Am Nachmittag folgten Einblicke in regionale Best-Practice-Beispiele. Der Stadt Krefeld gelang es, dank enger Abstimmung zwischen Kommune und Vereinen, in kurzer Zeit einen Neubau mit zwei Eisflächen und einer Mehrfeldhalle zu initiieren. Im bayrischen Peißenberg wurde mit großem ehrenamtlichem Engagement der Fortbestand der Eissporthalle gesichert. Die Hammer Eissportarena hat sich als Genossenschaft organisiert und gewährleistet so den Betrieb der Anlage. Und in Kassel soll die örtliche Halle zur energieautarken Multifunktionsarena entwickelt werden.
Thorsten Licht, DEB-Leistungssportreferent Männer: „Mit der hohen Teilnehmerzahl sind wir sehr zufrieden. Sie verdeutlicht zugleich, welche große Bedeutung die Themen rund um die Eishallen in Deutschland haben und wie stark der Bedarf an Austausch und Information ist. Positiv hervorzuheben ist zudem, dass in Deutschland bereits spürbare Fortschritte angestoßen wurden und wichtige Entwicklungen auf den Weg gebracht sind.“
Ein großer Dank gilt Rainer Maedge, Ehrenpräsident sowie Veranstaltungskoordinator des Eishockeyverband Nordrhein-Westfalen. Er hat die letzten fünf Kongresse dieser Art mit viel Zeit und Akribie mitgeplant und geprägt. Maedge kündigte an, in zwei Jahren nicht mehr als Planer dabei zu sein, wünscht sich aber sehr, dass diese wichtige Veranstaltungsreihe weiter fortgeführt wird.
Der DEB-Vorstandsvorsitzende Frank H. Lutz schloss am späten Nachmittag die Veranstaltung mit den Worten: „Ich habe heute gelernt, dass jede Problemstellung anders ist. Jede Situation braucht einen anderen Ansatz und somit eine individuelle Lösung“.
Save the Date: Im Rahmen der nächsten FSB-Messe, die von Dienstag, den 26. Oktober, bis Freitag, den 29. Oktober 2027, in Köln stattfindet, wird erneut ein Fachkongress zum Thema nachhaltige Eishallen veranstaltet.

