Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat ihr erstes Spiel beim Deutschland Cup gewonnen. Die Mannschaft von Frauen-Bundestrainer Jeff MacLeod siegte gegen Frankreich mit 3:2 nach Penaltyschießen (1:0, 0:0, 1:2, 0:0, 1:0). Die Torschützinnen waren Emily Nix und Laura Kluge. Die DEB-Auswahl startete mit Sandra Abstreiter im Tor, Aileena Dopheide absolvierte ihren ersten A-Länderspiel-Einsatz.
Im ersten Drittel musste das DEB-Team zunächst eine frühe Strafzeit hinnehmen. Die Französinnen kamen dabei nicht in ihre Powerplay-Formation und waren so keine Gefahr für das deutsche Tor. Als Laura Kluge von der Strafbank kam, hatte sie mit einem Pfostentreffer die erste große Chance. Zwei deutsche Powerplays blieben ebenso ohne Torerfolg. Die nächste Gelegenheit zur Führung hatte Franziska Feldmeier, ihr Schuss rutschte parallel zur Torlinie knapp am französischen Gehäuse vorbei. Elf Sekunden vor der Pause markierte Emily Nix mit einem Rebound-Treffer die verdiente 1:0-Pausenführung (20. Minute).
Wie schon im ersten Drittel musste das DEB-Team früh in Unterzahl ran, Frankreich blieb auch dieses Mal erfolglos vor dem Tor. Gleiches galt für das deutsche Powerplay kurz darauf. Frankreich wurde im Spielverlauf besser und prüfte Sandra Abstreiter im DEB-Tor jetzt öfter. Beide Torhüterinnen blieben jedoch ohne Fehler und so hatte der knappe Vorsprung auch nach 40 Minuten Bestand.
Nach der zweiten Pause gelang den Gästen der bessere Start. Emma Nonnenmacher glich für Frankreich in der 43. Minute aus. Ein weiteres Powerplay ließ die deutsche Nationalmannschaft liegen. Im Gegenzug – wieder zu fünft – drehte Clara Rozier mit einem unhaltbaren Schuss das Spiel und brachte Frankreich mit 2:1 in Führung (48.). Das DEB-Team erhöhte nun die Schlagzahl, kam zum seinem fünften Powerplay, blieb aber weiter ohne Tor in Überzahl. Erst 65 Sekunden vor Drittelende gelang das Zuspiel von Feldmeier auf Kluge, die freistehend den Ausgleich besorgte und die Verlängerung erzwang.
Ohne Entscheidung in der Verlängerung ging es ins Penaltyschießen. Hier bewiesen die deutschen Spielerinnen die stärkeren Nerven und entschieden das Spiel für sich.
Zur besten deutschen Spielerin des Abends wurde Franziska Feldmeier gewählt.
