Nachdem die DEL-Saison bereits im Gange ist, fällt am morgigen Donnerstag auch der Startschuss für die DEB-Oberligen. Der ECDC Memmingen Indians und der Aufsteiger Erding Gladiators bestreiten das offizielle Eröffnungsspiel der Oberligen, in dessen Rahmen auch der Pokal für den Oberliga-Meister präsentiert wird und Vertreter aller Oberliga-Mannschaften eingeladen sind. Am kommenden Freitag steht dann der erste vollständige Spieltag auf dem Programm (https://deb-online.live/liga/herren/oberliga-sued/). Neben Erding gibt es im Süden noch ein weiteres neues Team: Die Selber Wölfe sind aus der DEL2 abgestiegen und nun Teil der südlichen Oberliga-Staffel.
Im vergangenen Jahr haben die Heilbronner Falken die Hauptrunde der Oberliga Süd gewonnen, doch der Oberliga-Meister und Aufsteiger in die DEL2 hieß am Ende Bietigheim Steelers. Das möchten die Falken nun ändern, doch sie hatten einen turbulenten Sommer und konnten sich erst nach einigen Herausforderungen und nur mit Auflagen ihrer Oberliga-Lizenz sicher sein. Dennoch machten sie in der Vorbereitung einen guten Eindruck und wagen nun den nächsten Angriff auf den Titel.
Viele Kandidaten für die vorderen Positionen
Heilbronn wird es wieder mit einigen starken Rivalen zu tun bekommen. Der Deggendorfer SC und der ECDC Memmingen Indians beispielsweise finden sich seit vielen Jahren auf den vorderen Rängen der Oberliga Süd wieder, doch für den großen Wurf hat es für beide noch nicht gereicht. Dabei hatte Memmingen auch etwas Pech, denn als sie das letzte Mal Hauptrunden-Meister im Süden waren, wurde die Saison wegen der Corona-Pandemie vorzeitig abgebrochen, ohne einen Oberliga-Champion auszuspielen. In der Vorsaison beendete Deggendorf die Hauptrunde hinter Bietigheim auf Position drei, Memmingen sicherte sich den vierten Platz.
Zwei Neulinge bereichern die Oberliga Süd
Neben den etablierten Teams gesellen sich in diesem Jahr zwei weitere Mannschaften zur Oberliga Süd. Die Selber Wölfe kommen aus der DEL2, in die sie 2020/2021 aufgestiegen waren. Nach vier Spielzeiten in der zweithöchsten deutschen Eishockey-Liga, in der die Wölfe als beste Hauptrunden-Platzierung Rang zwölf erreichten, mussten sie Ende der vergangenen Saison den Abstieg hinnehmen. In die andere Richtung ging es für die Erding Gladiators, die aus der Bayernliga in die Oberliga Süd aufgestiegen sind. Die Gladiators haben sich in den vergangenen Jahren in der Bayernliga Schritt für Schritt entwickelt und eroberten 2025 im Finale gegen den EHC Königsbrunn den Meistertitel. 3.000 Zuschauer waren Zeugen des 3:2 nach Verlängerung im entscheidenden siebten Spiel, das Erding zum Champion machte und den Weg zum Comeback in der Oberliga ebnete. Die zuvor letzte Teilnahme an der dritten Liga erlebten die Gladiatoren 2014/2015, der letzten Austragung der damals noch viergleisigen Oberliga.
Jonas Schwarzfischer, Ligenleiter des DEB: „Die Saison 2025/2026 der Oberliga Süd verspricht außergewöhnlich spannend zu werden. Mit den Erding Gladiators und den Selber Wölfen stoßen zwei traditionsreiche Standorte zur Oberliga Süd hinzu, die die Attraktivität der Liga weiter steigern werden. Wir dürfen uns auf eine Saison freuen, die zahlreiche Emotionen und hochklassiges Eishockey bereithält.“
Übersicht über die Rahmentermine
Die Oberliga Süd besteht aus insgesamt 14 Mannschaften, die die Hauptrunde als Doppelrunde ausspielen. Damit wird jedes Team gegen jeden anderen Club der Oberliga Süd zwei Heim- und zwei Auswärtspartien absolvieren, also bis zum Ende der Hauptrunde am 27. Februar 2026, insgesamt 52 Begegnungen. Vom 1. bis 6. März 2026 schließen sich die Pre-Playoffs der Oberliga Süd im Best-of-Three-Modus an, bevor die beiden Oberligen ab den Playoff-Achtelfinals verzahnt werden. Für die Achtelfinals, die als Best-of-Five ausgetragen werden, ist der Zeitraum vom 8. bis 17. März 2026 angesetzt, die Viertelfinals finden vom 20. März bis maximal 2. April 2026 statt und werden als Best-of-Seven ausgespielt. Zu den Halbfinals treffen sich die Teams vom 4. bis maximal 17. April 2026 in einem Best-of-Seven und auch das Finale wird als Best-of-Seven ausgetragen. Vom 19. April bis maximal 3. Mai 2026 streiten die besten beiden Mannschaften um den Oberliga-Meistertitel; spätestens am 3. Mai steht der Oberliga-Meister 2026 fest.
