Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft unterliegt nach hartem Kampf Schweden mit 3:4 n. P.

Am dritten Spieltag der Gruppe B trafen die DEB-Frauen auf den Aufsteiger Schweden in der Scanel Hockey Arena in Frederikshavn, unterlagen jedoch nach starker Leistung mit 3:4 nach Penaltyschiessen. Die Treffer für die DEB-Auswahl erzielten Nina Christof, Nicola Eisenschmid sowie Tanja Eisenschmid. Beste Spielerin auf deutscher Seite wurde die Torschützen zum zwischenzeitlichen 2:3, Nicola Eisenschmid. Am Montagnachmittag trifft das deutsche Team um Frauen-Bundestrainer Thomas Schädler in der dritten Gruppenpartie auf die Auswahl aus Tschechien (15:30 Uhr / MAGENTA SPORT).

In der zweiten WM-Partie der deutschen Frauen-Nationalmannschaft gelang den Skandinavierinnen aus Schweden der etwas bessere Start. Gleich zu Beginn machte das Team von Head Coach Ulf Lundberg deutlich Druck auf das Tor von Sandra Abstreiter. Mit Verlauf der ersten Minuten in dieser Begegnung fand die DEB-Auswahl um Frauen-Bundestrainer Thomas Schädler jedoch immer besser in die Partie und es war deutlich mehr Bewegung in der Offensive zu erkennen. Nachdem die deutsche Nationalspielerin Sonja Weidenfelder in der 13. Minute mit einem Cross Check die erste Strafe in diesem Aufeinandertreffen gezogen hatte, bewahrten die DEB-Frauen einen kühlen Kopf und standen kompakt in der eigenen Zone. Mit einem Torschussverhältnis von 9 zu 7 aus Sicht der Schwedinnen verabschiedeten sich beide Teams somit in die erste Pause.

Auch im zweiten Drittel ergaben sich Chancen auf beiden Seiten, die trotz schwedischer als auch deutscher Powerplays bis zur 33. Minute lange Zeit ungenutzt blieben. Durch den ersten Treffer von Lina Ljungblom in Überzahl war die deutsche Torhüterin Sandra Abstreiter das erste Mal gezwungen hinter sich zu greifen. Und es sollte nicht ruhiger werden vor dem deutschen Torraum. Bereits drei Minuten später erhöht Hanna Olsson (36.) erneut für die Skandinavierinnen. Die DEB-Frauen erarbeiteten sich im Anschluss eine weitere Überzahlmöglichkeit, die jedoch leider ungenutzt blieb.

Zurück aus der letzten Pause hatte das deutsche Team anfangs leichte Schwierigkeiten in Puckbesitz zu kommen. In der 46. Minute erfolgte dann die erste gefährliche Chance in diesem Spielabschnitt für die deutsche Frauen-Nationalmannschaft durch Lilly Welcke, welche den Puck nur knapp an die Latte verfehlte. Den Schwedinnen ermöglichte sich durch Anna Kjellbin (47.) anschließend der erneute Führungsausbau, als der Puck nach oben abgefälscht gegen die Schulter von Sandra Abstreiter ins Tor fiel. Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft kämpfte sich zurück und so war es die Stürmerin Nina Christof, welche Deutschland in der 53. Minute aufatmen ließ. Durch die Vorarbeit von Tanja Eisenschmid, die den Puck an die Bande hinters schwedische Tor brachte, konnte Christof den Rebound zum ersten Treffer der deutschen Frauen-Nationalmannschaft in dieser Partie verwerten. In den nunmehr deutlich aggressiveren letzten Spielminuten checkte die schwedische Angreiferin Lina Ljungblom die deutsche Spielerin Katharina Jobst-Smith unsauber von hinten an die Bande und musste so das Eis mit einer 5 + 20 min Matchstrafe frühzeitig verlassen. Diese Chance nutzen die nunmehr gestärkten DEB-Frauen und verbuchten den zweiten Treffer. Laura Kluge zog den Puck vom Bully in der schwedischen Zone ab und gab Nicola Eisenschmid (57.) die Gelegenheit zum Anschlusstreffer. 43 Sekunden vor Schluss der erneute Aufjubel auf deutscher Seite. Tanja Eisenschmid (60.) erzielte kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit den Ausgleich und brachte Deutschland in die Verlängerung.

Das deutsche Team drängte in der Overtime offensiv stark in die schwedische Zone vor, konnte jedoch nicht den erhofften Treffer erzielen. So war es abermals Sandra Abstreiter, die einen Alleingang der Schwedin Maja Nylen Persson parierte und die DEB-Frauen souverän im Spiel hielt. Der Sieger sollte nunmehr im Penaltyschiessen ermittelt werden. Die Treffer von Hanna Olsson und Mira Jungaker sicherten den Schwedinnen anschließend den Sieg in dieser Partie.

Frauen-Bundestrainer Thomas Schädler: „Es ist stark, dass wir nach diesem Rückstand noch einen Punkt geholt haben. Ich denke, dass hat so niemand nach dem 0:3 erwartet. Wir haben in der zweiten Drittelpause gesagt, dass wir unseren Weg weitergehen und nicht aufgeben. Genau das war auch der Schlüssel. Unser Überzahlspiel hat dann wirklich gut funktioniert. Natürlich ist es schade, dass wir den zweiten Punkt verloren haben. Die Mädels haben wirklich stark gekämpft und ihre Leistung gebracht. Darauf können wir auch stolz sein. Genau das müssen wir am Montag gegen die Tschechinnen wieder bestätigen.“

Stürmerin Nicola Eisenschmid: „Wir haben am Anfang relativ passiv gespielt, uns eher etwas zurückgezogen, aber am Ende ganz klar unsere Chancen genutzt. Wir hatten dann natürlich auch den Vorteil, dass wir fünf Minuten in Überzahl gespielt und da ordentlich Druck gemacht haben. Das Glück war da einfach auf unserer Seite und so konnten wir mit wenigstens einen Punkt aus der Partie gehen.“