Als Viertelfinalist am Sonntag gegen Kasachstan

„Es ist natürlich ein gutes Zeichen dafür, dass die Mannschaft bis jetzt viel richtig gemacht hat. Wir gehen sowieso Spiel für Spiel an und arbeiten zielstrebig weiter. Wir bleiben fokussiert auf die Kleinigkeiten, die uns weiterbringen und stärken.“ Bundestrainer Toni Söderholm konzentriert sich trotz des erreichten Viertelfinales (rechnerisch seit heute Nachmittag auch klar, da Frankreich Dänemark unterlag) auf das sonntägliche Aufeinandertreffen mit Kasachstan (15:20 Uhr MESZ. LIVE auf SPORT1 & MagentaSport).

Das DEB-Team hat dabei mit der Auswahl der zentralasiatischen Republik, die zugegeben teilweise auch in Osteuropa liegt, noch eine Rechnung offen. Im vergangenen Jahr bei der Weltmeisterschaft in Riga verlor Deutschland 2:3 gegen Kasachstan. Überhaupt spielten die Kasachen 2021 eine starke WM, holten insgesamt zehn Punkte in der Gruppenphase und qualifizierten sich nur aufgrund des verlorenen direkten Vergleichs gegen Kanada nicht fürs Viertelfinale.

Topscorer im kasachischen Team ist Valeri Orekhov. Der eigentlich als Verteidiger nicht unbedingt fürs Punkten bekannte 22-Jährige erzielte zwei Treffer selbst und legte drei Mal auf. Er spielt, wie über die Hälfte des Teams, beim kasachischen KHL-Team Barys Nur-Sultan in der kasachischen Hauptstadt Astana. Der Rest der Mannschaft ist bei anderen KHL-Mannschaften unter Vertrag. Zwei der Torschützen aus dem Spiel gegen Deutschland vor einem Jahr, Pavel Akolzin und Roman Startchenko, stehen auch 2022 wieder im Aufgebot. Dem deutschen Eishockeyfan sind darüber hinaus sicher die Namen des Ex-Nürnbergers Jesse Blacker, gebürtiger Kanadier, und seines Verteidigerkollegen Viktor Svedberg, gebürtiger Schwede und mit 27 Spielen für die Chicago Blackhawks in der Vita, durchaus geläufig. Cheftrainer des Teams ist Yuri Mikhailis. Der 53-Jährige ist seit 2020 sowohl für das kasachische Nationalteam als auch die KHL-Mannschaft in Astana zuständig.

In diesem Turnier hat Kasachstan bisher alle Matches verloren und demzufolge keinen Punkt auf dem Konto. Allerdings waren die Partien bis auf das 1:9 gegen Dänemark alle sehr knapp. Gegen die Slowakei (3:4), Frankreich (1:2) und die Schweiz (2:3) war der Unterschied am Ende nur ein Tor. Gegen Gruppensieg-Topfavorit Kanada lautete das Ergebnis am Ende 3:6. Die Kasachen führten aber vorübergehend 1:0 und 2:1.

Während Kasachstan gegen den Abstieg kämpft, hat Deutschland das Viertelfinale erreicht. Kapitän Moritz Müller: „Es ist schön, zwei Spiele vor Abschluss der Gruppenphase bereits das Viertelfinale erreicht zu haben. In den zwei kommenden Spielen wollen wir natürlich trotzdem punkten, um uns in die bestmögliche Ausgangsposition dafür zu bringen.“ Sie haben noch etwas vor, die Jungs mit dem Adler auf der Brust…