Podcast „COACH THE COACH“ mit Uli Liebsch und Ernst Höfner: „Weltspitze beginnt bei der Rekrutierung“

Eine gute Atmosphäre, die Begeisterung der Kinder für das Eishockey schaffen, auf die individuelle Entwicklung der Talente achten und stets ein Ansprechpartner für die jungen Spieler*Innen sein: Das alles zeichnet für Uli Liebsch und Ernst Höfner ein gutes Nachwuchstraining aus. Gemeinsam mit DEB-Podcast-Gastgeber Karl Schwarzenbrunner sprechen die beiden in der 21. Folge „Coach the Coach“ über das Fünf-Sterne-Programm und die Nachwuchsentwicklung im deutschen Eishockey.

Seit 2014 ist Liebsch nunmehr Nachwuchskoordinator für die DEL und betreut im Rahmen des Fünf-Sterne-Programms alle DEL-Nachwuchsorganisationen. Der gebürtige Augsburger Ernst Höfner, Teil des Deutschen Eishockey-Bundes seit mehr als 20 Jahren, kümmert sich hingegen um die Talent- und Vereinsbetreuung der Oberligisten vor Ort sowie die gesamte Koordination mit den Landesverbänden.

2014 wurde das Fünf-Sterne-Programm initiiert, um die Nachwuchsförderung in Deutschland voranzubringen. Die Idee dahinter war simpel: mehr Kinder für den Sport begeistern und in einem längerfristigen Prozess besser ausbilden. Bislang werden in diesem Programm ca. 60 Vereine der PENNY DEL, DEL2, Oberliga Nord und Süd sowie DEB-Mitgliedsvereine organisiert und betreut. „Weltspitze beginnt bei der Rekrutierung“, sagt Höfner.

Die Basis für gute Nachwuchsarbeit bildet immer die Einberufung junger Spieler*Innen. Im nächsten Schritt geht es dann folglich um die Spieler*Innen-Entwicklung und zu guter Letzt liegt der Fokus auf der Talentförderung und Talententwicklung auf höchstem leistungssportlichen Niveau. Jahr für Jahr werden kleine Verbesserungen und Anpassungen am Programm vorgenommen, das Grundgerüst jedoch bleibt bestehen.

So soll nicht nur der Anforderungskatalog betrachtet werden, sondern vielmehr das Bewusstsein in den Vordergrund rücken, dass das Fünf-Sterne-Programm wichtiger Bestandteil der Vereinsbetreuung ist. Und die Veränderung ist sichtbar, denn mittlerweile sieht Liebsch die Kinder mehr in Bewegung und beim Umsetzen von Spielformen. Das Training habe sich enorm gewandelt und sich von einer Art Erwachsenentraining zum Training mit Spaß entwickelt. Mittlerweile sorgen mehrere Trainer als auch Helfer auf dem Eis dafür, dass die Kinder in Kleingruppen sozusagen immer am „Puck“ bleiben. Besonders wichtig – das sagen sowohl Liebsch als auch Höfner, sei es im Hinblick auf die Nachwuchsförderung, auch die Arbeit der Trainer in diesem Bereich mehr wertzuschätzen und zu unterstützen, denn sie geben den Startschuss und bilden die jungen Neuen aus.

Hier geht’s zur Podcast-Folge mit Uli Liebsch und Ernst Höfner.