Parlamentarischer Abend Teamsport Deutschland: Sportgroßveranstaltungen und die Sportstätteninfrastruktur

Informieren, miteinander reden, diskutieren und Kontakte knüpfen: Teamsport Deutschland hat erneut Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Sport zu einer politischen Abendveranstaltung in Berlin eingeladen. Neben den Präsidenten und Generalsekretären der Teamsport-Deutschland-Verbände nahmen erstmals der erst in diesem Herbst gewählte neue DFB-Präsident Fritz Keller und der langjährige Handball-Bundestrainer Heiner Brand an der Veranstaltung teil. Beide standen den Gästen für einen ausführlichen Austausch zur Verfügung.

Kernthema des Abends waren die kommenden internationalen Sportgroßveranstaltungen im Teamsport. Andreas Michelmann, Sprecher von Teamsport Deutschland und Präsident des Deutschen Handballbundes, stellte in seiner Begrüßungsrede die besondere Bedeutung von Großveranstaltungen im Mannschaftssport für die Bundesrepublik, die Gesellschaft aber auch die Sportverbände dar. Dabei betonte er insbesondere die Wichtigkeit einer nationalen Strategie für Sportgroßveranstaltungen, die derzeit vom BMI auch in Zusammenarbeit mit Teamsport Deutschland erarbeitet wird. Gerade internationale Turniere in den Mannschaftssportarten seien für den sozialen Zusammenhalt ebenso wichtig wie für die Entwicklung der Sportarten. Um regelmäßig solche Turniere nach Deutschland zu holen, müsse man insgesamt bessere Rahmenbedingungen schaffen, unter anderem brauche es gleiche Voraussetzungen für die Bewerbung um Sportgroßveranstaltungen. Dazu gehörte neben Steuerfragen auch die Abdeckung mit modernen Trainingsstätten bis hin in den Breitensport. In diesem Zusammenhang forderte Michelmann von der Bundespolitik mehr Unterstützung für die Sportstätteninfrastruktur in Deutschland und betonte, dass ein „Goldener Plan“ dringend notwendig sei, um den Sanierungsstau zu beseitigen. Nur so könnte auch in der Bevölkerung eine Akzeptanz für größere Sportprojekte wie beispielsweise Olympische Spiele geschaffen werden.

Auch der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, Stephan Mayer, stellte in seinem Grußwort die besondere Anziehungskraft von internationalen Turnieren im Mannschaftssport heraus und äußerte sich lobend über die regelmäßigen Bewerbungen und die Durchführung internationaler Sportgroßveranstaltungen in Deutschland in den kommenden Jahren. Dazu gehörten das Olympische Qualifikationsturnier der DVV-Herren im kommenden Januar genauso wie beispielsweise die FIBA EuroBasket 2021 oder die Handball- und Fußball-Europameisterschaften 2024. Dabei betonte Stephan Mayer die außergewöhnliche Begeisterungsfähigkeit von Mannschaftssportarten – insbesondere auch bei Olympischen Spielen.

Im Umfeld des Parlamentarischen Abends fanden zudem Sitzungen der Teamsport Deutschland Gremien statt. In diesen wurde unter anderem die künftigen Projekte und Kernthemen von Teamsport Deutschland festgelegt. Ein besonderer Fokus soll auch künftig auf der Schaffung und Verbesserung der Rahmenbedingungen für internationale Sportgroßveranstaltungen liegen. Zudem wird auch die Sportstätteninfrastruktur ein wichtiger Arbeitsbereich bleiben. Weiterhin wird sich Teamsport Deutschland bei der Umsetzung und Fortentwicklung der Leistungssportreform einbringen und sich ebenso für die Verbesserung der Bedingungen bei ehrenamtlichem Engagement einsetzen. Insgesamt setzt sich die Interessenvereinigung für die Verbesserung der gesellschaftlichen Bedeutung der Mannschaftssportarten im Dreieck von Politik, Sport und Wirtschaft ein.

 

Über Teamsport Deutschland

Die Initiative Teamsport Deutschland, im März 2017 gegründet, ist die institutionalisierte Interessengemeinschaft der fünf größten deutschen Mannschaftssportverbände, die sich aktiv für die Verbesserung der sportlichen, politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Mannschaftssportarten einsetzt. Zu den Mitgliedern gehören der Deutsche Basketball Bund (DBB), Deutsche Eishockey-Bund (DEB), Deutsche Fußball-Bund (DFB), Deutsche Handballbund (DHB) und der Deutsche Volleyball-Verband (DVV).

 

Kontakt:

Thomas Willenbacher

Leiter Hauptstadtbüro

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