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IIHF Coaching Symposium

Am vergangenen Wochenende fand in Köln parallel zu den Spielen der 2017 IIHF Eishockey-Weltmeisterschaft das zweitägige IIHF Coaching-Symposium statt. Unter der Leitung und Organisation des Deutschen Eishockey-Bundes e.V. (DEB) und der IIHF kamen im Marriott Hotel 280 Teilnehmer/innen aus 39 Ländern, sowie die Referenten und Referentinnen zusammen.

Nach der offiziellen Eröffnung durch DEB-Präsident Franz Reindl sowie IIHF Sport-Manager Aku Nieminen und DEB–Sportdirektor Stefan Schaidnagel stand vor allem die Konzeption und der Ansatz des „Long Term Player Development“ im Fokus der Veranstaltung. In den Vorträgen von Dr. Stephen Norris (Sportwissenschaftler, Hockey Canada), Don Granato (University of Wisconsin), Paul Carson (Vize President Hockey Canada) und John Whitesides (Strength and Conditioning Coach Boston Bruins) wurde besonders hervorgehoben, welche Wichtigkeit der polysportive Ansatz in Bezug auf Eishockey bei Kindern hat. Im weiteren Verlauf wurde die Bedeutung von Leadership – Qualitäten von Eishockeytrainern aus verschiedenen Perspektiven präsentiert. Die Hauptaussage der Präsentationen von den international hoch angesehenen Referenten und Referentinnen Tommy Boustedt (General Manager Schwedischer Eishockeyverband), Alpo Suhonen (erster europäischer NHL Trainer) sowie Melody Davidson (Director Women`s Hockey, Hockey Canada) und Uwe Krupp (Mitglied Hockey Hall of Fame, Headcoach Eisbären Berlin) war, zu verdeutlichen, dass es essenziell sei, durch hohe Führungskompetenz den Mensch und den Athleten voneinander zu trennen, der Mensch selber stehe dabei im Mittelpunkt, nicht der Athlet. Außerdem sei es oft schwer und anstrengend eine Führungsrolle einzunehmen, aber in entsprechenden Situationen unabdingbar und immens wichtig, um ein intaktes Mannschaftsgefüge zu bilden. Als weiteres Thema wurde über das sogenannte Off-Ice Training referiert. Der Athletikbereich wird im Eishockey, wie in vielen anderen Spielsportarten auch, immer bedeutender und nimmt in der Trainingssteuerung einen wichtigen Part ein.

Nach einer abschließenden offenen Gesprächs- und Diskussionsrunde hatten alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen die Möglichkeit sich als Gäste des WM-Organisationskomitees das Spiel der USA gegen die Slowakei in der LANXESS Arena anzusehen.

Stefan Schaidnagel, DEB-Sportdirektor: „Das IIHF Coaching Symposium ist für den Weltverband und den DEB eine sehr gute Möglichkeit den sportfachlichen Austausch seitens der Verbände zu fördern. Die Implementierung von disziplinspezifischen und überfachlichen Erkenntnissen ist eines unserer strategischen Ziele in Bezug auf die Leistungsfähigkeit unserer Sportart. Ebenso ist es wichtig, diese Erkenntnisse der ganzen Eishockeygesellschaft zukommen zu lassen. Das diesjährige Symposium hatte hohe fachliche Qualität und war geprägt von interdisziplinärem Austausch.“

 

 

WM 2018: DEB-Auswahl spielt in Herning

WM 2018: DEB-Auswahl spielt in Herning – Deutschland nun Achter der Weltrangliste

Nach der WM ist vor der WM: Bei der IIHF 2018 Eishockey-Weltmeisterschaft in Dänemark wird das Team des Deutschen Eishockey-Bundes e.V. (DEB) in der Gruppe B antreten. In Herning hat sich das DEB-Team dann in der Vorrunde mit dem WM-Zweiten Kanada, Gastgeber Dänemark, Finnland, den USA, Norwegen, Lettland und Neuling Südkorea auseinander zu setzen.

Die Spiele werden in der 11.000 Zuschauer fassenden „Jyske Bank Boxen“ ausgetragen. In Gruppe A, die in Kopenhagen spielt, treten Titelverteidiger Schweden, Russland, Tschechien, die Schweiz, Weißrussland, die Slowakei, Frankreich und Aufsteiger Österreich an.

„Mit den Top-Teams aus Nordamerika, dazu Gastgeber Dänemark sowie Norwegen haben wir eine sehr anspruchsvolle Gruppe bekommen. Zumal gerade die Skandinavier mit einer sehr großen Fan-Gemeinde als Unterstützung rechnen können“, sagte DEB- Präsident Franz Reindl: „Dazu gilt es auch Aufsteiger Südkorea zu beachten, der mit den Olympischen Spielen im Rücken eine enorme Entwicklung hinter sich hat.“

Die 50.000 Einwohner Stadt Herning, rund 300 Kilometer nordwestlich von Kopenhagen, ist neben der dänischen Hauptstadt Austragungsort der IIHF 2018 Eishockey-Weltmeisterschaft. Über die Webseite 2018.iihfworlds.com können sich Interessierte jetzt schon über das Turnier, das vom 4. bis zum 20. Mai 2018 stattfinden wird, und den Ticketverkauf informieren. Für Hotelbuchungen empfehlen wir den DEB- Partner HRS:
https://www.hrs.de/web3?clientId=ZGVfX2RlYg,2

Eingeteilt wurden die Gruppen auf Basis der aktuellen Weltrangliste, in der sich das DEB-Team (2.660 Punkte) nach seinem respektablen Abschneiden bei der Heim-WM um zwei Plätze auf Rang acht verbessert hat. Dabei hat das deutsche Team Weißrussland und die Slowakei überholt, seinen knappen Vorsprung auf Norwegen (2.535 Punkte) verteidigt und den Abstand auf den Siebten Schweiz (2.705) leicht verkürzen können.
Trotz der Final-Niederlage bleibt Kanada (3.225 Punkte) vor Russland (3.105 Punkte) auf Platz eins. Weltmeister Schweden (3.080 Punkte) rückte auf Rang drei vor.

Schweden ist Weltmeister

Kanada – Schweden  1:2 (0:0; 0:1; 1:0; 0:0; 0:1) // 2017 IIHF Eishockey-Weltmeisterschaft Köln / Paris

Team Kanada kam im Halbfinale nach einem 0:2 Rückstand nach 40 Minuten noch zurück und besiegte Russland noch mit 4:2, während Schweden den skandinavischen Rivalen Finnland mit 4:1 ins Bronzemedaillen-Spiel schickte.

Außer Chris Lee (KHL, Magnitogorsk) und Eric Comrie (G, Manitoba Moose, AHL) hatte Team Canada nur NHL-Spieler aufzubieten, die schon in der ersten Runde der NHL-Playoffs ausgeschieden waren. Die Schweden konnten immerhin 19 in der NHL ihr Geld verdienende Akteure aufbieten. Es entwickelte sich ein munteres Spielchen mit Chancen auf beiden Seiten. Mal musste Henrik Lundquist im Tor der Schweden gegen Claude Giroux und Wayne Simmonds (beide Philadelphia Flyers) in höchster Not retten, mal rettete das Metall gegen einen Schuss von Mark Scheifele (Winnipegs Jets). Doch auch Calvin Pickard (Colorado Avalanche) konnte sich über mangelnde Arbeit nicht beklagen. Zwei Powerplaymöglichkeiten ließen die Schweden ungenutzt und so trennte man sich schießlich torlos unentschieden nach 20 Minuten mit 0:0.

Mit Spannung wartete man auf das erste Tor. Nach 50 Sekunden des zweiten Spielabschnitts dann das erste Powerplay für Kanada. Doch alles was durchkam wurde eine sichere Beute von Torhüter Lundquist. Dann in Unterzahl 21 Sekunden vor der zweiten Pausensirene fiel das vielumjubelte 1:0 durch den „Blitz“ Victor Hedman (Tampa Bay Lightning). Von der blauen Linie aus hatte der Schwede die Scheibe vors Tor geschlenzt, wo ein Mitspieler Pickard die Sicht nahm und schon zappelte der Puck im Netz.

Dann Strafzeit für Schweden, den ersten Schuss wehrte Lundquist ab, dann stocherte ihn Ryan O´Reilly die Scheibe nach 10 Sekunden des Powerplays in der 42. Minute über die Linie. Fünf Minuten vor dem regulären Ende kamen die Schweden durch Jonas Brodin gefährlich vors Tor. Im Gegenzug hätte es fast auf der anderen Seite eingeschlagen. 3:40 vor Schluss Strafzeit gegen Kanada. Dann zwei Minuten gegen Schweden, doch es blieb beim 1:1 und ging somit in die Overtime.

Die Verlängerung startete mit einem Powerplay der Kanadier – 37 Sekunden. Überstanden! Keiner wollte einen Fehler machen… In der 70. Spielminute dann eine Strafe gegen Kanada: Beinstellen! Es wurde ein Kampf auf Biegen und Brechen – keiner schenkte sich was! Es blieb im Unentschieden und somit musste das Penalty-Schießen entscheiden! Dieses Finale bot alles was man haben kann!

Das Penalty-Schießen ging mit 2:0 an Schweden – Nicklas Bäckström und Oliver Ekman-Larsson waren die einzigen Torschützen. Das entscheidende Weltmeister-Tor erzielte Bäckström – damit ist SCHWEDEN neuer Weltmeister!

John Klingberg: „Ich bin unwahrscheinlich stolz, diese goldene Medaille für mein Heimatland gewonnen zu haben! Es ist ein unglaubliches Gefühl! Einfach SUPER! Mir fehlen die Worte!“

Tore: 0:1 (39:39) Hedman {SH}; 1:1 (41:58) O´Reilly {PP}; 1:2 Bäckström (PS)

Strafen: 10 (CAN) : 8 (SWE)

Text: Ivo Jacshick

Russland gewinnt Bronze

Russland – Finnland  5:3 (1:0; 3:1; 1:2) / 2017 IIHF Eishockey-Weltmeisterschaft in Köln / Paris 

Vor der Partie stellte sich die Frage: Wer hat die gestrige Halbfinalniederlage am besten verdaut – welcher Trainer konnte seinen enttäuschten Spielern wieder genug Ehrgeiz einhauchen. Die Sbornaja unterlag Kanada nach einer 2:0-Führung letztlich doch noch mit 4:2. Finnland hatte im skandinavischen Duell gegen den ewigen Rivalen aus Schweden mit 1:4 den Kürzeren gezogen.

Und wieder schallten die „Russia, Russia“–Rufe durch die LANXESS arena. 16.182 Zuschauer wollten Zeuge dieses Matches sein. Nach 6:58 Minuten hatte die Scheibe das erste Mal den Weg in das finnische Tor gefunden – Nikita Gusev hatte seine Farben mit seinem sechsten Turniertreffer mit einem knallharten Schuss von halbrechts in Führung gebracht. Die Finnen wehrten sich so gut es ging, doch die russische Angriffsmaschine lief! Nach 20 Spielminuten fuhren die Spieler mit 10 (RUS):9 (FIN) Torschüssen in die 15-minütige Pause.

Die Finnen begannen das zweite Drittel in Überzahl, doch das Tor schossen die Spieler von Oleg Znarog in Unterzahl. Einen schönen Konter über Valeri Nichushkin und Artyom Zub schloss Vladimir Tkachyov mit einer sehenswerten Direktabnahme ab. Vier Minuten waren vergangen, da war die Sbornaja dann in Überzahl und nutzte diese sofort: Gusev schloss eine Traumkombination mit seinem zweiten Treffer an diesem Tage ab – 3:0. Gerade einmal 75 Sekunden später lautete das Ergebnis 4:0 – Bogdan Kiselevich fackelte nicht lange, ließ Joonas Korpisalo im Tor der Finnen keine Chance. Dieser lies sich daraufhin auswechseln (29). Harri Sateri übernahm! In der 40. Minute erzielte Mikko Rantanen den ersten Treffer für die Nordeuropäer, als er Andrei Vasilevski im Metallgehäuse der Russen aus kürzester Entfernung nicht den Hauch einer Chance lies – 1:4 aus Sicht der Finnen.

76 Sekunden waren im Schlussdrittel gespielt, da hieß es plötzlich 2:4! Sollten die Russen diesen sicher geglaubten Vorsprung wie gegen Kanada auch hier wieder verspielen? Der finnische Verteidiger gab ein „Verlegenheitsschüsschen“ von der blauen Linie ab, der Vasilevski durch die Schoner rutschte. Als Team Russland in der 45. Minute eine Strafzeit aufgebrummt bekam, war es Veli-Matti Savinainen, der die Scheibe in das Tor beförderte – der Anschluss war geschafft, nur noch 3:4! Russland nahm eine Auszeit und kurz darauf war es Nikita Kucherov, der das 5:3 schoss (49.). Finnland war bemüht wieder Ruhe in die eigenen Reihen zu bekommen. Als Alles nichts half, nahm Finnlands Headcoach Lauri Marjamaki den Torwart vom Eis, doch letztlich sollte es nicht reichen und damit darf sich Russland über die Bronzemedaille freuen!

Artyom Zub: „Es war ein sehr enges Spiel, in das wir sehr gut gestartet sind. Die Finnen hatten etwas weniger Zeit um sich zu erholen. Man merkte es vor allem im Mittelabschnitt, als sie ziemlich platt wirkten und wir die Tore geschossen haben. Als sie dann die Tore zum Anschluss schossen, war in unseren Köpfen wieder das Match gegen Kanada präsent, aber dieses Mal haben wir es besser gemacht. … Es ist aber schon sehr schwer, sich über den Gewinn der Bronzemedaille zu freuen, zumal wir nicht gegen Kanada verloren haben, sondern an uns selber gescheitert sind. Ein dummes drittes Drittel und aus dem Spiel um die Goldmedaille wurde das Spiel um Bronze!“

Tore: 1:0 (6:58) Gusev; 2:0 (21:48) Tkachyov {SH}; 3:0 (27:01) Gusev {PP}; 4:0 (28:16) Kiselevich; 4:1 (39:33) Rantanen; 4:2 (41:16) Lehtonen; 4:3 (45:29) Savinainen {PP}; 5:3 (48:03) Kucherov

Strafen: 8 (RUS) : 10 (FIN)

Zuschauer: 16.182

Text: Ivo Jaschick

Halbfinals in Köln

Kanada – Russland  4:2 (0:0; 0:2; 4:0)

Köln // Das vorgezogene Finale

Nach einem Abstecher nach Paris, mit dem Viertelfinalspiel gegen die Tschechische Republik (3:0 RUS), trafen die Russen in Köln erneut auf die Kanadier, die das deutsche Team sehr knapp mit 2:1 ausgeschaltet hatten.

Man konnte getrost sagen, dass Team Russia ein Heimspiel hatte. „Russia, Russia!“ und „Scheibu, Scheibu!“ hallte es wie in den vorherigen Russland-Partien auch schon, durch die gut gefüllte, aber nicht ausverkaufte LANXESS arena. Ein Großteil der 16.469 Zuschauer war dem russischen Team zugetan. Es dauerte bis in die 15. Spielminute als Mark Scheifele die erste Strafzeit kassierte, die Russen ein wenig Überhand gewannen, die Nordamerikaner dies aber unbeschadet überstanden. Man hatte das Gefühl, keiner wollte in Rückstand geraten, nur keinen Fehler machen. Es wurde ein unterhaltsames Spiel in dessen ersten Drittel die russischen Spieler elf Schüsse auf das Tor von Calvin Pickard abfeuerten. Auf der anderen Seite konnte Andrei Vasilevski (Tampa Bay Lightning) alle sieben Schüsse abwehren.

Mit zunehmender Spieldauer wurde das Spiel offener. Yevgeni Kuznetsov brach den Bann in der 33. Minute, als er von der linken Seite so freigespielt wurde, dass er die Scheibe nur noch am rechten Torkreis stehend ins leere Tor schieben musste. Die Kanadier, wieder geschwächt durch ein Foul, mussten in der Folge sogar noch das 0:2 hinnehmen. Nikita Gusev beendete eine Traumkombination über Vadim Shipachyov und Artem Panarin mit seinem fünften Turniertreffer. Die Kanadier hatten das Schussverhältnis im Mittelabschnitt ausgeglichen gestalten können – 12:12, lagen aber mit zwei Toren zurück.

Kanada startete den Schlussspurt im Schlussdrittel in Überzahl. 30 Sekunden waren noch übrig. 17 Sekunden waren gespielt, da schlugen die Kanadier dann zu. Scheifele mit seinem dritten Tor und achten Skorerpunkt im WM-Verlauf schoss zu einem psychologisch sehr günstigen Zeitpunkt den Anschluss. Das Spiel nahm weiter an Fahrt auf und die Strafzeiten häuften sich. In der 56. Minute wurde die Halle ruhig – der Kanadier Nate MacKinnon hatte sich die Scheibe geschnappt, war vor das russische Tor gekurvt und hatte das schwarze Spielgerät links unten versenkt. Ab der 57. Minute wurden die osteuropäischen Fans noch ruhiger – soeben hatte Ryan O´Reilly die erstmalige Führung für den Weltmeister erzielt. Nun musste Russland alles riskieren und nahm ihren Torwart zugunsten eines sechsten Angreifers vom Eis. Knapp 30 Sekunden vor Schluss der Partie war es dann Sean Couturier vorbehalten, die Scheibe in das leere Tor zu schießen. 4:2! Finale!

Mike Matheson (Florida Panthers): „Ich weiß nicht unbedingt, ob man sagen kann, dass wir die ersten beiden Drittel schlecht gespielt haben! Sie haben einfach Vorteile aus den Gelegenheiten gezogen, die sie von uns, mehr oder weniger freiwillig, bekommen haben. Wir haben aber nie den Kopf in den Sand gesteckt! Wir kamen mit dem Glauben in das letzte Drittel und dann hatten wir auch eine kleine Hilfe durch unser schnelles Tor! … Das ganze Turnier haben wir von Spiel zu Spiel geschaut, und jetzt stehen wir im Finale – es ist vollkommen egal, wen wir als Gegner bekommen, aber wir werden uns das andere Halbfinale heute Abend anschauen!“

Tore: 0:1 (32:16) Kuznetsov; 0:2 (34:50) Gusev {PP}; 1:2 (40:17) Scheifele {PP}; 2:2 (55:07) MacKinnon; 3:2 (56:58) O´Reilly; 4:2 (58:53) Couturier

Strafen: 10 (USA) : 22 (RUS)

Zuschauer: 16.469


Schweden – Finnland  4:1 (1:1; 2:0; 1:0)

Köln // Schweden im Finale gegen Kanada

Nachdem Kanada als erster Finalist feststand, ging es im rein skandinavischen Duell zwischen Schweden und Finnland um den zweiten Finalisten. Man konnte die Rivalität der beiden praktisch spüren. Nach gerade einmal 109 Sekunden führten die Schweden mit 1:0 – Alexander Edler von den Vancouver Canucks hatte ein schönes Anspiel von Nicklas Bäckström verwertet. Die Finnen zeigten sich aber wegen des schnellen Rückstands nicht geschockt und knappe drei Minuten später schlugen sie durch Kemppainen zurück. Mit einem zu diesem Zeitpunkt gerechten 1:1 ging es erstmals in die Kabine.

Im zweiten Drittel konnte sich Harri Sateri im Tor der Finnen nicht über mangelnde Arbeit beklagen und die Schweden wussten die Überlegenheit auch gleich in Tore umzumünzen. Zwei Powerplaysituationen wurden erst durch John Klingberg (25.) und danach durch William Nylander (35.) erbarmungslos ausgenutzt. Mit dem 3:1 ging es in die Kabine und das Finale war zum Greifen nahe – 20 Minuten fehlten noch!

Man merkte den finnischen Spielern an, dass sie sich noch nicht aufgegeben hatten. Sie warfen alles nach vorne, aber ermöglichten ihren Nachbarn so auch die Chance auf Konter. Aber Henrik Lundquist auf Seiten der Schweden erwies sich wieder einmal als Meister seines Fachs und so fiel das Tor auf der anderen Seite (53:52) durch Joakim Nordström. Finale: KANADA – SCHWEDEN

Dennis Everberg: Wir haben uns heute voll an den Spielplan gehalten. Wir wussten, wie sie spielen werden. Sie haben auf unsere Fehler gewartet, doch wir haben unsere Sache eigentlich ganz gut erledigt. Klar spielte da auch die Rivalität zwischen uns eine Rolle! Seit ich mich entsinnen kann – anfangs vor dem Fernsehen – war immer eine besondere Atmosphäre bei Spielen gegen Finnland. Und das wird auch immer so bleiben. … Morgen gegen Kanada wird es schon sehr viel Spaß geben. Es ist nur ein Spiel und da kann viel passieren. Wenn wir wie heute zusammenstehen, uns an den Plan halten, kann viel passieren!

Tore: 0:1 (1:49) Edler; 1:1 (4:45) Kemppainen; 2:1 (24:36) Klingberg {PP}; 3:1 (34:52) Nylander {PP}; 4:1 (53:52) Nordström

Strafen: 6 (SWE) : 10 (FIN)

Zuschauer: 11.242

Text: Ivo Jaschick

DEB und Raben kooperieren zur Talentförderung in Sport und Logistik

Ohne gut qualifizierten Nachwuchs stagnieren die Leistungen im Sport und in der Wirtschaft: Der Deutsche Eishockey-Bund e.V. (DEB) und Raben Deutschland starten unter dem Motto „Powerplay for Talents“ in beiden Bereichen die Förderung engagierter junger Menschen. Beginn der Kooperation ist nach der 2017 IIHF Eishockey-Weltmeisterschaft in Deutschland und Frankreich, die am 21. Mai 2017 mit dem Finale in Köln enden wird. Ziel der Zusammenarbeit ist es, berufliche Perspektiven für die Spieler während und nach ihrer Karriere zu schaffen.

„Ohne wirtschaftliche Grundlagen ist Leistungssport nicht möglich. Neben der Eigenvermarktung des Eishockeys benötigen wir auch motivierte Privatunternehmen mit ihrem Engagement, um Zukunftschancen für unsere Sportler abseits des Eises zu kreieren. Die Kooperation mit Raben Deutschland hilft uns dabei, den Nachwuchs stärker an das deutsche Eishockey zu binden, weil so die berufliche Ausbildung für die Zeit nach der Karriere nicht zu kurz kommt“, kommentiert Franz Reindl, Präsident des DEB, die geplante Zusammenarbeit für die kommenden Jahre.

„Mit ‚Powerplay for Talents‘ möchten wir für den deutschen Eishockeynachwuchs bessere Voraussetzungen schaffen. Das parallele Vorantreiben von sportlicher Entwicklung und beruflichem Fortkommen möchten wir durch die Bereitstellung spezieller Ausbildungsprogramme, die den Ansprüchen von jungen Erwachsenen im Leistungssport gerecht werden, forcieren. Nachwuchssorgen sind uns auch in der Logistik nicht fremd, so dass wir hier in Partnerschaft mit dem DEB Synergieeffekte erzeugen können“, betont Daniel Rösch, Geschäftsführer der Raben Group Deutschland. „Diese Form von Nachwuchsförderung entspricht unserer Strategie der unternehmerischen Sozialverantwortung, die auf ein hohes Maß an Nachhaltigkeit in ökologischen, aber auch ökonomischen Aspekten abzielt.“

Genauere Details zur Kooperation werden die beiden Partner in den kommenden Wochen kommunizieren. Dann werden zum Beispiel die speziellen Ausbildungsprogramme für den DEB-Nachwuchs innerhalb der Raben-Deutschland-Strukturen und auch die Finanzierungsmodelle dieses Projektes näher erläutert.

Der Ablauf des Finalwochenendes der 2017 IIHF Eishockey-WM

Das WM-Organisationskomitee gibt folgende wichtige Informationen zum Finalwochenende der 2017 IIHF Eishockey-Weltmeisterschaft (5. – 21. Mai) in der Kölner LANXESS arena bekannt:

Halbfinalbegegnungen Samstag, 20.05.2017

–       15:15 Uhr Spielbeginn CAN vs. RUS

–       19:15 Uhr Spielbeginn SWE vs. FIN

Finaltag Sonntag, 21.05.2017

–       16:15 Uhr Spielbeginn um Bronze

–       20:15 Uhr Programmbeginn Finale (Spielbeginn 20:45)

Für die Spiele des Finalwochenendes der 2017 IIHF WM gibt es noch ausreichend Karten vor Ort am Ticket-Shop 1 der LANXESS arena im Fan-Dorf (geöffnet ab 09:00 Uhr) und online auf www.iihfworlds2017.com.

Wir bitten Sie sehr herzlich, diese Informationen in Ihren Medien, insbesondere auch in der aktuellen Tagespresse, zu berücksichtigen. Besonders wichtig ist uns der Hinweis auf den Programmbeginn zum Finale ab 20:15 Uhr (Spielbeginn 20:45 Uhr).

Nationalmannschaft verabschiedet sich erhobenen Hauptes von der Heim-WM

Trotz großem Kampf: Gegner Kanada untermauerte beim 1:2 seine Favoritenrolle / Fans feiern Team nach der Schlusssirene minutenlang 

Die große Sensation blieb aus, aber die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft kann sich erhobenen Hauptes von der 2017 IIHF Eishockey-Weltmeisterschaft im eigenen Land verabschieden: Durch das 1:2 (0:1, 0:1, 1:0 ) gegen das Team Canada ist für die deutsche Auswahl eine emotionale WM am Donnerstagabend zu Ende gegangen.

Dennoch: Die Mannschaft von Bundestrainer Marco Sturm konnte sich mit ihren couragierten Auftritten während des Turnierverlaufs und dem Viertelfinal-Einzug erneut jede Menge Sympathien erspielen sowie beste Werbung für den Eishockey-Sport betreiben. Die Fans in der LANXESS arena feierten ihr Team trotz der Niederlage nach der Schlusssirene mit stehenden Ovationen.

Sturm hatte gegen Kanada denselben Kader ins Rennen geschickt wie beim 4:3-Penaltysieg über Lettland. Die „Ahornblätter“ zeigten im ersten Abschnitt, warum sie zum WM-Topfavoriten gehören und begannen engagiert.

Keeper Philipp Grubauer ließ mehrfach seine ganze Klasse aufblitzen, war beim 0:1 durch Mark Scheifele in Unterzahl im ersten Abschnitt aber ebenso machtlos wie beim zweiten kanadischen Treffer durch Jeff Skinner kurz vor der zweiten Pause.

Die Nationalmannschaft versuchte im letzten Abschnitt noch einmal alles und konnte sich auch einige gute Chancen erarbeiten, wurde für ihre Mühen zunächst aber nicht belohnt.  Ausgerechnet in Unterzahl ließ Yannic Seidenberg die Arena mit dem 1:2-Anschluss kochen. Trotz einer Energieleistung reicht es nicht mehr zum Ausgleich.

Deutschland: Grubauer (Greiss) – Reul, Ehrhoff; Reimer, Draisaitl, Ehliz – Müller, D. Seidenberg; Y. Seidenberg, Kahun, Kink –  Hördler, Abeltshauser; Hager, Macek, Plachta; Krueger; Schütz, Fauser, Wolf, Tiffels.

Tore: 0:1  Mark Scheifele (17:11), 0:2 Jeff Skinner (38:08), 1:2 Yannic Seidenberg (53:21)

Strafminuten: GER 18 – CAN 8

Zuschauer: 16.643

Wunder gibt es immer wieder

Viertelfinale gegen das Team Canada die Chance „Geschichte zu schreiben“

Katja Ebstein hat es schon 1970 gewusst. Mit ihrem Titel „Wunder gibt es immer wieder“ bewegte die Schlagersängerin vor 47 Jahren eine ganze Nation. Für Deutschland holte sie damals den 3. Platz beim Eurovision Song Contest.

Platz drei (oder besser) würde für die Eishockey-Nationalmannschaft bei der 2017 IIHF Heim-Weltmeisterschaft bedeuten, dass sie ihr heutiges Viertelfinal-Spiel gegen die kanadischen NHL-Stars gewinnt. Und genau so lautet die Zielsetzung für das Duell mit den „Ahornblättern“.

„Natürlich sind wir nicht der Favorit“, sagte Leon Draisaitl, der es aber trotzdem für möglich hält, ins Halbfinale einzuziehen. „Warum auch nicht. Es ist nur ein Spiel. Da kann alles passieren.“

Dass die Aufgabe schwerer nicht sein könnte, ist klar. 1996 gab es in Wien den letzten WM-Sieg gegen den 26-fachen Weltmeister. „Das wusste ich gar nicht“, grinste Draisaitl. Eine Wiederholung wäre wünschenswert.

Bundestrainer Marco Sturm zeigte sich nach dem Morgentraining gewohnt locker. Von Nervosität keine Spur: „Die Jungs wissen, dass sie heute Geschichte schreiben können. So müssen wir auch in das Spiel gehen. Mit positiver Stimmung.“

Kapitän Christian Ehrhoff pflichtete seinem Trainer bei: „Wir freuen und alle auf das Spiel. Warum sollten wir nicht überraschen können.“ Dennoch weiß auch der Verteidiger, dass „für uns alles passen muss, wenn wir gewinnen wollen“.  Es wäre eine Sensation.

Zuschauerzahlen und noch verfügbare Tickets

Ø  Noch ausreichend Tickets für Viertelfinals verfügbar

Ø  Mit dem 53. Spiel der 2017 IIHF WM die Gesamtzuschauerzahl von 2010 übertroffen

Köln, 17. Mai 2017 – Die Ergebnisse der Gruppen A und B in der Vorrunde der 2017 IIHF Eishockey-Weltmeisterschaft in Köln und Paris hat folgende Viertelfinal-Konstellationen für Donnerstag, den 18. Mai 2017 ergeben

Köln – LANXESS arena

–       Viertelfinale 1 um 16:15 Uhr: USA-Finnland – Noch rund 8.300 Tickets verfügbar

–       Viertelfinale 3 um 20:15 Uhr: Kanada-Deutschland– Noch rund 7.200 Tickets verfügbar

Paris – AccorHotels Arena

–       Viertelfinale 2 um 16:15 Uhr: Russland-Tschechien – Noch rund 6.400 Tickets verfügbar

–       Viertelfinale 4 um 16:15 Uhr: Schweiz-Schweden – Noch rund 5.400 Tickets verfügbar

Auch für die beiden Halbfinals am 20.5. sowie Bronze- und Gold-Finale am 21.5. (alle in Köln) gibt es noch ausreichend Karten.

Mit dem Spiel 53 Russland-USA (3:5) der 2017 IIHF WM in Köln wurde bereits vor dem Abschluss der Vorrunde die Gesamtzuschauerzahl der 2010 IIHF WM aus 56 Spielen einschließlich Eröffnungsspiel auf Schalke übertroffen. Damals kamen insgesamt 548.768 Zuschauer in die drei WM-Spielstätten Gelsenkirchen, Köln und Mannheim. Insgesamt kamen bisher zu den 56 Vorrundenspielen der 2017 IIHF Eishockey-Weltmeisterschaft 584.827 Zuschauer. Köln konnte dabei bisher 375.497 Zuschauer verzeichnen. In Paris wurde mit 209.330 schon jetzt die Schallmauer von 200.000 Zuschauern deutlich durchbrochen.

Eintrittskarten für die verbleibenden acht Spiele der 2017 IIHF Eishockey-Weltmeisterschaft in der KölnerLANXESS arena und der Pariser AccorHotels Arena gibt es:

–       an den Tageskassen der Arenen

–       online auf www.iihfworlds2017.com und www.facebook.com/iihfhockey

–       Telefonisch unter +49 (0)1806 2017 01 (0,20 €/Anruf inkl. MwSt. aus den Festnetzen, max. 0,60 €/Anruf inkl.
MwSt. aus den Mobilfunknetzen // Montag-Sonntag 08.00 – 19.00 Uhr)