DEB-Schiedsrichter Informationen

Nachfolgend finden Sie alle aktuellen Informationen für alle DEB-Schiedsrichter

Die DEB-Schiedsrichter Lehrgänge Informationen SR-Ausschuss

www.hockeyref.de

 

Meldungen/Informationen

 

18.08.2010 - 169 aktive Schiedsrichter bei DEB-Schiedsrichterlehrgängen in Füssen

Mit 28 neuen Teilnehmern erntet der DEB einen guten Zuspruch

 
Wie in jedem Jahr bereitet sich auch die Schiedsrichtergarde auf die neue Eishockeysaison vor. Vor kurzem fanden die aktuellen Schiedsrichterlehrgänge des Deutschen Eishockey-Bundes e.V. (DEB) im Bundesleistungszentrum Füssen statt. Vier Lehrgänge haben den Rahmen der Weiterbildungsmaßnahmen gebildet. Insgesamt nahmen 169 aktive Schiedsrichter teil. Sehr erfreulich ist, dass 17% der Aktiven zum ersten Mal an den Lehrgängen teilgenommen haben. Die 28 neuen Schiedsrichter und Schiedsrichterinnen zeigen das große Interesse und reflektieren die konsequente Arbeit der DEB-Verantwortlichen. Alle Teilnehmenden Schiedsrichter haben den Lehrgang erfolgreich bestanden.

Neben dem üblichen Regeltest standen im Rahmen der Weiterbildung auch umfangreiche Prüfungen im Bereich Fitness auf der Agenda. So wurde der Lactat-Test unter der Leitung von Dr. Andreas Martinschek durchgeführt. Durch das Hintegrundwissen des anerkannten Mediziners, erhalten die Schiedsrichter zusätzlich wertvolle Hinweise für ihr individuelles Training.

Wesentlicher Lehrgangsbestandteil waren in diesem Jahr zudem die aktuellen Regeländerungen, auf die die Referees ausführlich vorbereitet wurden. Anhand umfangreicher Videoschulungen durch den Regelreferenten Gerhard Müller wurden darüber hinaus Erkenntnisse aus der abgelaufenen Saison aufgearbeitet. Schwerpunkt dabei waren erneut die sog. „Gefährlichen Aktionen“ aber auch legale Bodychecks. Neue Wege ging der Schiedsrichterausschuss in diesem Jahr im Bereich der Schulung der „Soft Skills“. Hier konnte man mit Diplom-Sportlehrer Horst Lutz einen interessanten Redner zum Thema „Life Kinetik“ gewinnen. Lutz coacht u. a die Fußballer von Borussia Dortmund sowie den deutschen Spitzenskifahrer Felix Neureuther.

 

Dr. Andreas Martinschek: „Der Lactat-Test wird neben einer weiteren speziellen Leistungsdiagnostik seit Jahren durchgeführt. Neben dem Test im Sommer im Vorfeld der Saison erfolgt ein weiterer Lactat-Test während der Saison. Die sehr guten Ergebnisse zeigen, dass die Schiedsrichter in der Breite diese Möglichkeit nutzen, um sich individuell aufgrund der jeweiligen Ergebnisse und daraus abgeleiteten Trainingshinweise vorzubereiten. Die Jungs, und natürlich auch die Damen, sind topfit!“

 

Gerhard Müller: „Vieles findet sich im Regelbuch, aber auch in den diversen Bulletins wieder. Aber die Arbeit mit Videobeispielen, die wir aus den Spielen in unseren Ligen und auch den Spielen von Weltmeisterschaften erarbeiten, ist ohne Alternative und besitzt aus diesem Grund auch einen deutlichen Schwerpunkt bei unseren Lehrgängen.“

 

Gerhard Lichtnecker, Schiedsrichterobmann: „Wir sind für die neue Saison gut vorbereitet. Alle Beteiligten waren mit großem Engagement bei der Sache. Erfreulich ist die Tatsache, dass wir erneut wieder eine große Zahl an neuen Schiedsrichtern für den DEB-Bereich gewinnen konnten, die allesamt überzeugt haben. Das zeigt wiederum die gute Arbeit im Schiedsrichterbereich in den Landesverbänden, für die ich mich an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich bei den jeweiligen Schiedsrichter-Obleuten bedanken möchte.“

 

Für den DEB SRA

- Holger Gerstberger -

11.08.2008 - Harald Deubert beendet seine aktive Laufbahn

Der langjährige DEL Hauptschiedsrichter Harald Deubert beendet seine aktive Schiedsrichterkarriere nach insgesamt rd. 2000 geleiteten Spielen.
Im Jahr 1986 erwarb Deubert seine erste Schiedsrichter Lizenz beim Deutschen Eishockey Bund e.v. (DEB) und war in dieser Zeit bis 1992 als Linienrichter u.a. in der höchsten deutschen Liga aktiv. Im Anschluss daran erwarb er die Hauptschiedsrichter Lizenz und leitete über viele Jahre Spiele in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Höhepunkt waren die Finalspiele in der Saison 2002/2003 zwischen den Krefeld Pinguinen und den Kölner Haien, die er souverän und sicher über die Bühne brachte. Auch international kann Harald Deubert auf viele Einsätze zurückblicken, so. z.B. auf die Teilnahme an der Junioren WM in Riga.
Gerhard Lichtnecker (SR Obmann des DEB): „Mit Harald Deubert verliert das deutsche Eishockey einen zuverlässigen Schiedsrichter, der sich in seiner Laufbahn durch stetige Einsatzbereitschaft und großer Leidenschaft zu unserem Sport ausgezeichnet hat. Auch seine menschlichen Qualitäten haben uns immer wieder überzeugt, sein großes Engagement für den Schiedsrichterbereich insgesamt ist besonders hervorzuheben. Harald Deubert war sicherlich einer derjenigen, die nicht immer im Rampenlicht standen bzw. sich in den Mittelpunkt gedrängt haben. Aber seine lange Laufbahn war ohne große Diskussionen über seine Person und seine Leistung geprägt, was das größte Kompliment für einen Schiedsrichter ist.“

Deubert wird dem Schiedsrichterbereich als Beobachter weiterhin zur Verfügung stehen und seine Erfahrungen einbringen. Daneben ist der Verantwortliche für den Internet Auftritt der deutschen Eishockeyschiedsrichter unter dem link www.hockeyref.de

 

12.03.2008 - Play-Offs in Österreich mit Deutscher Beteiligung

Auch bei den diesjärigen Play-Offs in der österreichischen Liga Erste Bank EHL sind die deutschen Schiedsrichter gut vertreten.
In Österreich wurden in der regulären Saison analog zum Vorgehen in Deutschland alle Spiele im klassischen 3-Mann-System geleitet. Bei den Play-Offs werden wie in Deutschland zwei Haupt-  und zwei Linienrichter eingesetzt. Sowohl im Viertel- als auch im Halbfinale standen Roland Aumüller, Alfred Hascher, Georg Jablukov, Christian Oswald und Willi Schimm auf dem Eis. Gerog Jablukov war zusätzlich noch in der rumänischen Liga bei zwei Halbfinalbegegnungen im Einsatz.

 

15.10.2007 - IIHF Nominierungen

Aktuell hat der Internationale Eishockeyverband (IIHF) die Nominierungen der Schiedsrichter(innen) für die einzelnen Turniere bekannt gegeben. Hier die Übersicht der Turniere mit Beteiligung deutscher Referees:

EWCC-Europ.Women’s Champions Cup/D                        Referee:                                                         Michaela Kiefer

CC -Continental Cup Gr. B                                                 Referee:                                                         Daniel Piechaczek

CC -Continental Cup Gr. C                                                 Referee:                                                         Martin Reichert

IIHF World U20 Championship, Div.I -Gr.A                         Linesman:                                                       Mario Linnek     Linesman:                                                       Sirko Schulz

IIHF World U20 Championship                                           Referee:                                                         Daniel Piechaczek
Linesman:                                                       Felix Winnekens

IIHF World U20 Championship, Div. III                                Linesman:                                                       Marc André Naust

World Women Championship, Div. I                                  
                                                                                          Referee:                                                         Michaela Kiefer
Linesman:                                                       Veronika Stenzel

World Women Championship, Div. IV                                Linesman:                                                       Nina Hahnel

IIHF World U18 Championship, Div.I -Gr.A                         Referee:                                                         Reik van Gameren

World Women Championship                                            Referee:                                                         Nicole Hertrich
Linesman:                                                       Daniela Kiefer

IIHF World Championship, Div. II -Gr.B                               Referee:                                                         Georg Jablukov

IIHF World Championship, Div. I -Gr. A                              Referee:                                                         Martin Reichert

IIHF World U18 Championship                                           Referee:                                                         Richard Schütz Linesman:                                                       Andreas Kowert

IIHF World Championship                                                   Linesman:                                                       Lars Schröter

Die Nominierungen der Hauptschiedsrichter für die A-Weltmeisterschaft in Kanada erfolgen erst Anfang 2008, wobei zu den Kandidaten Daniel Piechaczek, Richard Schütz sowie Rick Looker gehören.

„Insgesamt ist die Anzahl der Nominierungen weiterhin erfreulich groß und zeigt, dass im internationalen Vergleich das deutsche Schiedsrichterwesen mittlerweile sehr gut etabliert ist“, so Schiedsrichterausschuss-Mitglied Holger Gerstberger".

 

14.09.2007 - Schiedsrichter – ein „schwieriger Job“

Richtig oder falsch, das ist hier die Frage. Nur mit einem kleinen Unterschied: Lange kann man sich als Schiedsrichter mit dieser Frage nicht beschäftigen. Im Gegenteil. Gerade im Eishockey musst du schnell entscheiden. Verdammt schnell. Wer denkt, dass das einfach ist, der irrt sich gewaltig. Aber genau das ist ja der Reiz. Blitzschnell zu erkennen, ob es ein Foul war oder nicht, sofort zu reagieren, wenn Situationen nicht der Regel entsprechen. Wer sich das zutraut, der ist im Schiedsrichterwesen genau richtig. Und hat eine Menge Spaß an dem, was er tut. Freude und Spaß auf hohem Niveau – genau das ist es, was der Job als Schiedsrichter bieten kann. Hockey for Life – you are part of the game!! Vielleicht auch eines Tages mal vor ganz großem Publikum – Warum also nicht?

Wie werde ich Schiedsrichter?

  • Landesebene
  • Ab 16 Jahren könnt ihr dabei sein
  • Anmeldung beim jeweiligen Landeseissportverband
  • Besuch von Grundkursen (Praxis und Theorie)
  • Einsatz als Schiedsrichter
  • Zwei-Mann-System im Nachwuchs-/Seniorenbereich
  • HSR/LSR im Junioren-/Seniorenbereich
  • Bundesebene
    • Landesverbände melden die Schiedsrichter beim DEB
    • Besuch eines Haupt- und Zwischenlehrgangs der jeweiligen Saison
    • Erfolgreicher Abschluss der Regelprüfung und der Eistests/Fittnesstests
    • Einsätze in allen DEB-Nachwuchsklassen bis zur Oberliga als Linesman
    • Je nach Leistung sofortiger Einsatz auch bis zur DEL möglich
    • Ausbildung sowohl als Haupt- als auch Linienschiedsrichter
    • Karriere als Linienschiedsrichter: Junioren/DNL/Oberliga, 2. Liga, DEL
    • Karriere als Hauptschiedsrichter bis DEL
  • Internationale Ebene
  • DEB gibt seine Vorschläge für die intern. Lizenzen an den Weltverband (IIHF) weiter
  • Weltverband (IIHF) stimmt zu
  • Internationale Lehrgänge
  • Einsätze bei Olympischen, Weltmeisterschaften sowie Division I - III
  • Derzeit International lizenzierte Schiedsrichter aus Deutschland: 15 HSR, 24 LSR, 5 Frauen
  • Inhalt der Lehrgänge
  • Eistest
  • Athletiktest
  • Diagnosetest
  • Psychologie
  • Regelschulungen
  • Einsätze pro Woche/ Altersbeschränkungen
  • 1 – 3 Spiele pro Woche
  • Alterbeschränkung: mit Alter 50 Jahre -  Ende als DEB-Schiedsrichter
  • Derzeit ca. 150 Schiedsrichter im DEB-Bereich, davon ca.  50 Hauptschiedsrichter

Interesse??? Dann meldet Euch bei DEB-Schiedsrichterobmann Gerhard Lichtnecker:
 GeLic@t-online.de

 

23.12.2006 - Die Nachbetrachtung der Zwischenlehrgänge 2006

Die Schiedsrichter im Deutschen Eishockey-Bund (DEB) müssen sich viel Kritik anhören. Manchmal berechtigt aber oft auch über das vernünftige und normale Maß hinausgehend. Zuletzt gab es nicht nur wie schon so oft Beleidigungen, sondern sogar tätliche Übergriffe. Spieler, Trainer, Funktionäre und Fans sollten sich in gewissen Situationen überdenken, sollten vor allem Fairness und Anstand gegen die Männer im Schiedsrichtertrikot walten lassen. Die Schiedsrichtergilde selbst ist alles andere als überheblich, selbstherrlich oder arrogant. Vielmehr setzt man sich sehr selbstkritisch mit Vorwürfen und falsch interpretierte Spielszenen auseinander. So geschehen zuletzt bei den turnusmäßigen Zwischenlehrgängen, die in Wolfsburg am 25. November, im oberbayerischen Ascholding am 2. Dezember und in Krefeld am 16. Dezember stattfanden.
„Wir wissen sehr wohl, dass wir nicht fehlerfrei sind. Aber wir erwarten eine sachlich faire Behandlung. Selbstkritik ist indes immer angebracht“, sagt Gerhard Lichtnecker, der Vorsitzende des DEB-Schiedsrichterausschusses. Auch Mike Strobl, Mitglied in diesem Gremium, sieht das so: „Das Eishockey wird technisch immer besser. Darauf werden auch die Schiedsrichter eingestellt. Nur das Regelbuch zu kennen und schnell laufen zu können, das reicht einfach nicht.“
Aber es muss mehr Fairness von den Vereinsverantwortlichen entgegenkommen. Denn auch im Fußball haben sich die tätlichen Angriffe auf die Regelhüter erhöht. So wurde beispielsweise in Siegen in Westfalen im Oktober ein kompletter Spieltag von der Kreisliga bis zur untersten Spielklasse abgesagt, weil die Schiedsrichter ein Zeichen setzen wollten. Da fielen mehr als 100 Spiele aus: „Boykott ist aber letztlich kein geeignetes Mittel. Man muss sich mit den Anfeindungen auseinandersetzen“, sagt Rudi Stark aus Landshut, oberster Schiedsrichter im bayerischen Fußball. Dieses Motto unterstützen auch die deutschen Eishockey-Schiedsrichter. „Wir stellen uns der Kritik, aber wir erwarten auch faire und ehrliche Behandlung“, sagt Lichtnecker.
Damit die Unparteiischen immer fit für ihre Spielleitungen sind, dafür gibt es auch diese Zwischenlehrgänge. Regelkunde, Videoanalyse, Verbesserung des Stellungsspieles und die Fitness standen im Vordergrund. Der DEB wird in Kürze wohl den Antrag der Schiedsrichter genehmigen, in Zukunft einen erhöhten Etat für die Beobachtung auszugeben: „Wir haben das System der Beobachtung überarbeitet und verbessert. Wir können jetzt sofort reagieren und haben pro Spieltag sofort einen Überblick über die Leistungen unserer Referees“, sagt Mike Strobl.
Der ehemalige DEL-Schiedsrichter Gerd Müller und jetzt hauptamtlicher Schiedsrichter-Ausbilder geht immer wieder knifflige Spielsituationen mit seinen Schützlingen durch. Müller erstellte sogar Lehr-CD’s, die auch allen Vereinen vor Saisonbeginn zugesandt wurden. „Wir lassen nichts unversucht, gehen immer wieder neue Wege“, sagt Müller. Der ist zugleich auch verantwortlicher Leiter des seit 2005 laufenden Trainee-Programmes. Hier werden derzeit sieben Schiedsrichter im Drei-Wochen-Rhythmus intensiv geschult.
Am Rande des Deutschland-Cup’s trafen sich die Schiedsrichter aus vielen europäischen Ländern. Dabei wurde den deutschen Schiedsrichtern ein sehr hohes Niveau attestiert. Und auch im Bereich Fitness sind die deutschen Spielleiter vorbildlich. Darauf achten der ehemalige Referee Dr. Andreas Martinschek und Albert Jakob unter Federführung von Mike Strobl.
Das Thema Stellungsspiel behandelte Ausschussmitglied Stefan Trainer aus Bad Aibling intensiv: „Wir wollen dem Schiedsrichter Tipps geben. Er muss richtig stehen und sich dementsprechend bewegen, damit er beim immer schneller werdenden Spiel nicht im Wege steht und die Situationen besser beurteilen kann“, so Trainer.
Dass sich die Schiedsrichter immer stellen und auch vor Neuerungen nicht zurückschrecken, zeigt die Einführung der drei Profi-Schiedsrichter in der DEL. Erster war der Amerikaner Rick Looker, ihm folgte Frank Awizus, der im Moment allerdings leider verletzt ist. Vor kurzem hat sich nun auch Daniel Piechaczek bereit erklärt als Profi zu arbeiten: „Unser Ziel waren drei Profi-Schiedsrichter möglichst aus dem eigenen Land. Lange sah es nicht danach aus, dass wir das schaffen“, sagt Ausschussmitglied Holger Gerstberger. Doch mit Piechaczek ist nun ein dritter Vollzeit-Referee an Bord.
„Wir hoffen, dass die Fans und die Vereine erkennen, dass wir nichts unversucht lassen, um permanent auf dem bestmöglichen Stand zu sein“, sagt Schiedsrichter-Obmann Lichtnecker. Denn dann könnte sich das Verhältnis zwischen den Schiedsrichtern und allen Beteiligten noch mehr und wesentlich schneller bessern.   Dirk Meier

 

04.09.2006 - IIHF Nominierungen zu den Turnieren der Damen

Die ersten Einteilungen zu Internationalen Turnieren liegen jetzt vor.
Aus dem DEB Beeich sind sechs Damen am Start:

Woman European Championchip Cup Tournament 2006/07 vom 06.Oktober bis 10.Oktober 2006 Group A in Sweden ( Stockholm)
IIHF Referee - Kiefer Michaela

Group C in Berlin, Germany ( Berlin)
IIHF Referee - Hertrich Nicole
IIHF Linesman - Adler Judith, Kiefer Daniela, Stenzel Veronika, Hahnel Nina

Der DEB Schiesdrichterausschuss wünscht einen erfolgreichen Turnierverlauf

 

04.09.2006 - ESBG Trainersymposium in Oberschleißheim

In Vorbereitung auf die neue ESBG Saison 2006/2007 fand unter Leitung des  Schiedsrichterobmannes des Deutschen Eishockey Bundes, Gerhard Lichtnecker  eine Trainerschulung statt.

In einer dreistündigen Veranstaltung, an welcher insgesamt elf  ESBG Clubs durch ihre Trainer, Co-Trainer und sportlichen Leiter sowie Bundestrainer Ernst Höfner vertreten waren, erfolgte die Vermittlung der Schwerpunkte und IIHF - Regeländerungen für die kommende Saison aus Sicht der Schiedsrichter.

Neben den seit 01. Januar 2006 gültigen Standards im Bereich Haken, Halten und Behinderung, die durch viele Videobeispiele noch einmal veranschaulicht wurden, ist die Disziplin an und auf den Spielerbänken ein wesentlicher Schwerpunkt für die neue Saison. Die Schiedsrichter sind angewiesen, hier konsequent durchzugreifen und dementsprechende Strafen auszusprechen. Gleichzeitig sollen die Schiedsrichter aber auch aktiv auf dem Eis kommunizieren, d.h. in knapper Form u.a. Erläuterungen zu Entscheidungen geben. Die Regeländerungen der IIHF, u.a. im Bereich der Anspiele im Drittel sowie die neue Auslegung im Bereich „Icing“, wurden  vermittelt.

Gerhard Lichtnecker , Schiedsrichter-Obmann :

„Das ESBG- Symposium wurde von den anwesenden Club-Vertretern sehr positiv angenommen und hat uns gezeigt ,dass die Förderung dieses beiderseitigen Dialoges mit Trainern und Schiedsrichtern ein sehr wichtiger Bestandteil der Zusammenarbeit ist. Die Inhalte des Regelbuches und deren Auslegung müssen auch für die Trainer und Spieler transparent sein.  Auf diesem Wege wird das Verständnis auf dem Eis gestärkt und die Arbeit für die Schiedsrichter erleichtert .Der Schiedsrichter-Ausschuss wird für die Zusammenarbeit Trainer und Schiedsrichter auch in Zukunft solche Schulungen anstreben.“

 

07.08.2006 - Für den SR-Ausschuss Gerhard Lichtnecker

Folgende Hauptschiedsrichter wurden für die DEL lizenziert :

Name Vorname
Aumüller Roland
Awizus Frank
Dahle Heiko
Deubert Harald
Hascher Alfred
Klau Steffen
Looker Rick
Oswald Christian
Piechaczek Daniel
Reichert Martin
Schimm Wilhelm-Dieter
Schütz Richard
Stby:  
Rademaker Axel

 

 

 

 

 

 

 


  

 

05.06.2006 - Brief von Gerhard Lichtnecker

An alle
Schiedsrichter
Beobachter 
LEV Obleute
SR – Ausschuss

 

Liebe Sportfreunde ,

mit etwas Verspätung möchte ich mich nach Abschluss einer langen und turbulenten Saison 2005 / 06 bei allen Beteiligten recht herzlich bedanken .

Mit höchster Einsatzbereitschaft und Nervenkraft, aber auch Gelassenheit und hohem Können, habt Ihr Alle zum guten Ablauf einer langen Saison  beigetragen .
Trotz des hohen Zeitaufwandes und Reisestrapazen wurden die gesamten Ligen mit guten SR-Leistungen bis zum Saisonende abgewickelt .
Auch im Internationalen Bereich haben unsere Schiedsrichter in allen Kategorien bis hin zum WM-Finale immer wieder überzeugt und Spitzenleistungen geboten.

Die gesamte Schiedsrichtergilde hat auch in der abgelaufenen Saison wieder gezeigt dass sie mit ihren guten Leistungen einen wichtigen Beitrag für den Eishockeysport geliefert hat .

Die gute Zusammenarbeit mit den Ligenverwaltungen dem DEB-Präsidium , den LEV- Obleuten sowie den Damen und Herren der Geschäftsstellen trug wesentlich zu einem reibungslosen Ablauf bei.

Auf diesem Weg möchte ich mich auch noch besonders bei Bernd Schnieder bedanken , der in seiner Amtszeit als SR-Obmann auch in der abgelaufenen Saison 2005/06 hier für die gute Ausbildung der Schiedsrichter verantwortlich war und somit wesentlich für einen positiven Verlauf gesorgt hat .

Diesen guten Standard zu halten und zu verbessern sollte unsere Hauptaufgabe für die kommende Saison 2006/07 sein .
Mit dem Schöpfen neuer Kraft und Motivation für die kommenden Aufgaben , wünsche ich Euch im Namen des SR-Ausschusses einen erholsamen Sommerurlaub .

 

mit freundlichen Grüßen
DEUTSCHER EISHOCKEY-BUND e.V.

gez. Gerhard Lichtnecker
DEB - SR-Obmann

 

01.01.2006 - Mehr Aufmerksamkeit bei Haken, Halten und Behinderung

Die deutschen Eishockeyschiedsrichter lenken ab dem 01.Januar 2006 ihre Aufmerksamkeit verstärkt auf die Regelverstöße Haken, Halten und Behinderung. Die Umsetzung erfolgt sowohl in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) sowie in allen Ligen des Deutschen Eishockey Bundes e.V. (DEB) inklusive deren Nachwuchsligen.

Die Schiedsrichter reagieren somit einerseits auf den nicht zufriedenstellenden Saisonverlauf sowie auf die aufkommenden Diskussionen hinsichtlich der durch den internationalen Eishockeyverband (IIHF) getätigten Aussage, dass die olympischen Spiele 2006 nach dem Standard der National Hockey League (NHL) geleitet werden. Die NHL hat bekanntlich im Bereich der Regelverstöße Haken, Halten und Behinderung die sogenannte „Null Toleranz“ Regel eingeführt.

Auch andere europäische Eishockeynationen wie die Schweiz und Schweden haben bereits reagiert und die Spiele der jeweiligen Ligen werden mit einer verschärften Auslegung durch die Schiedsrichter geleitet.

Der Schiedsrichterausschuss des Deutschen Eishockey Bundes unter Federführung von Obmann Bernd Schnieder hat die deutschen Eishockeyschiedsrichter umfangreich geschult. Anhand von vielen Videobeispielen wurden Situationen den Schiedsrichtern vorgestellt, die nach der verschärften Auslegung nicht mehr zukünftig erlaubt sind.

In der DEL wurden die Trainer in einem Meeting in Köln auf die strengere Handhabung vorbereitet. Auch hier wurden zahlreiche Videobeispiele mit Erläuterungen vorgestellt und anschließen ausführlich diskutiert

Dazu Holger Gerstberger, DEL SR Beauftragter: „Die verschärfte Auslegung im Bereich Haken, Halten und Behinderung, die im übrigen Standard des IIHF Regelwerks ist und auch für den Spielbetrieb in allen deutschen Ligen gilt, ist zu Beginn für die Beteiligten ein Lernprozess, der Zeit braucht und nur dann erfolgreich sein kann, wenn alle, also Schiedsrichter, Trainer und Spieler sowie Medien und Fans, dieses wollen und an einem Strang ziehen. Die NHL hat bewiesen, dass trotz größerer Anfangsschwierigkeiten der Weg absolut richtig ist. Der Erfolg sind noch attraktivere Spiele. Auch international wird das der Standard sein. Wir denken, dass wir alle Beteiligten gut vorbereitet haben und hoffen, dass trotz der sicherlich auch bei uns auftretenden Anfangsschwierigkeiten alle gemeinsam das Ziel verfolgen, den neuen Standard erfolgreich umzusetzen und dies nicht nur als Aufgabe der Schiedsrichter sehen“.

Deutscher Eishockey Bund e.v.
gez. Holger Gerstberger
DEB SR Ausschuss