Schnell erklärt

Kleine Regelkunde

Schnell erklärt - Kleine Regelkunde

05.12.2011 - Es gibt Fouls, die Euch Fans geläufig sind, da sie die Schiedsrichter in beinahe jedem Spiel ahnden müssen. Und es gibt Regelverstöße, die selten bis nie vorkommen und bei der auch so mancher Experte nachschlagen muss. Mit der "Kleinen Regelkunde" will der DEB ungewöhnliche Regeln sowie Strafen vorstellen und aktuelle Fälle aufgreifen. Die Rubrik soll aber auch eine Plattform für Euch sein, Regelfragen zu stellen, die der DEB in Zusammenarbeit mit seiner Schiedsrichterabteilung beantworten wird.

Pack das Maßband aus!

Ein möglicherweise taktisches Bravourstück: Um Spieler B2 vor seinem Strafschuss zu verwirren oder weil tatsächlich etwas nicht stimmt, verlangt Team A die Stockvermessung. Die Überprüfung ergibt, dass der Stock des vorgesehen Penaltyschützen regelkonform ist und Mannschaft A ereilt eine Kleine Bankstrafe. Der Penaltyschütze B2 lässt sich davon nicht beeindrucken. Er verwandelt den Penaltyschuss.

Frage: Aber welcher Spieler muss denn jetzt die Kleine Bankstrafe absitzen?

Antwort: Irgendein Spieler Team A muss die Kleine Bankstrafe für sein Team absitzen. Selbst wenn der Penaltyschuss verwandelt wird, muss die Kleine Bankstrafe verwirklicht werden. Der für die Verwirklichung der Bankstrafe benannte Spieler bleibt also auf der Strafbank. Wird die Kleine Bankstrafe innerhalb eines Spielunterbruches verhängt, in welchem die Ausführung des Penaltyschusses erfolgt, sitzt irgendein Spieler des betroffenen Teams die Kleine Bankstrafe ab. Insoweit beinhaltet die Regel eine Ausnahme vom Grundsatz. Denn eigentlich ist die Kleine Bankstrafe grundsätzlich von einem Spieler zu verbüßen, der sich im Moment des Regelverstoßes für sein Team auf dem Eis befand.

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