Kalt, kälter, Pond Hockey Cup – Oder: warum Gaudi einfach wärmt

Pond Hockey Cup

München, 14.02.2012 - Jetzt wäre wieder Platz für die Boote im Bootshaus; denn jetzt sind wieder alle weg, die am Wochenende auf und um den Riessersee in Garmisch-Partenkirchen weilten und sich im Bootshaus für den 2. DEB Pond Hockey Cup umzogen: die Tanzbären Lauf, die mit dem originellsten Kostüm spielten, die Eisbären Berlin Allstars um Manager Peter-John Lee und Dynamo-Keeper-Legende René Bielke, die das Profi-Finale knapp verloren, das DEB Allstar-Team mit DEB-Präsident Uwe Harnos, DEB-Vize Manuel Hüttl, Eishockey-Bundestrainer-Legende Hans Zach und Franz Reindl, heute DEB-Generalsekretär, die Frauen-Bundesliga Teams des ECDC Memmingen und des SC Garmisch-Partenkirchen, eine Auswahl der Frauennationalmannschaft, der EHC München, der Nationaltorhüter Jochen Reimer sowie die Nationalspieler Uli Mauer und Martin Schymainski schickte oder die AH des SC Riessersee.

Ihnen gehörte der See für ein Wochenende. „Wie früher“, sagten einige der rund 3000 Zuschauer am Ufer, denn früher war Eishockey auf dem See Gang und Gäbe. Natürlich kann man die Zeit nicht zurückdrehen, doch der 2. DEB Pond Hockey Cup war eine Hommage an die damalige Zeit, und auch ein Event für die jüngeren Generationen.

 

„Es macht einfach Spaß“

Auf dem Eis schenkten sich alte Eishockey-Haudegen und die vielen jungen Teams nichts. Es ging um die Ehre und da packten alle ihren Ehrgeiz aus und manchmal wurde für einen Pond Hockey Cup hart gespielt. Natürlich wurde auch gestritten und um jedes Tor gefeilscht. Die Schiedsrichter sorgten dann für Ordnung, und am Ende traf man dann alle beim gemeinsamen Bier wieder. Die Goldene Schneeschaufel bei den Profis holten sich die Geronimo Stars, eine Truppe um den ehemaligen Vorsitzenden des ESC Starnberg Markus Nirschl, der aus einer Protestaktion heraus 1991 eine Eishockeymannschaft gründete, die seit dieser Zeit um die Welt zieht und an den exotischsten Plätzen Eishockey spielt. Bei den Amateuren gewannen die Südtiroler HC Castelfeder, die sich im Finale gegen die Reebok/CCM Selects um den ehemaligen Nationalspieler Tobias Abstreiter durchsetzten.

Eine Gaudi war das, von Anfang bis Ende. „Es macht einfach Spaß“, sagte Franz Reindl, der in gleich zwei Mannschaften mitspielte. „Wo kann man sich fürs nächste Jahr anmelden?“, fragten selbst Teams, die schon früh ausgeschieden waren. Dass Temperaturen von bis zu -24 Grad herrschten und es das Thermometer auch tagsüber kaum über die -10-Grad-Marke schaffte, störte irgendwie niemanden. Die Aktiven ohnehin nicht, aber auch die Zuschauer ließen sich den Spaß davon sicher nicht verderben. Am Ufer spazierten vor allem am sehr sonnigen Sonntag viele Familien umher, heizten sich beim Bobanschubwettbewerb auf, unterstützten den Eishockeynachwuchs durch die Teilnahme an einer Tombola, tanzten nach der Musik, die das gesamte Areal von einem Red-Bull-Truck aus erreichte oder jubelten einfach mit ihrer Mannschaft. Die Stimmung war gigantisch und durchweg positiv.

 

Ohne die Helfer geht nichts

Dabei sah es ein paar Wochen vor dem Turnier zwischenzeitlich nicht danach aus als ob der Cup überhaupt stattfinden könnte. Es war zu warm, dann kalt, aber mit viel Schnee. Wie sollte das Eis für das Wochenende rechtzeitig hergerichtet werden? Ein Team vom Riessersee Hotel packte auf dem Eis mit an und vor allem den unermüdlichen Helfern der ortsansässigen Agentur Alpin Convention ist es zu verdanken, dass es den 2. DEB Pond Hockey Cup auf dem Riessersee gegeben hat. Sie schafften den Schnee vom Eis, hobelten und wässerten solange, bis es gutes Eis war. Außerdem mussten Absperrgitter aufgestellt und Banner angebracht, Spielfelder abgesteckt und Hinweisschilder aufgehängt werden. Jedes Team wurde einzeln über die Abläufe informiert und erhielt seine personalisierten Spielpläne. Während der Veranstaltung mussten Ergebnisse eingetragen und Paarungen neu gelost werden.

Der Samstag Abend gehörte wieder der Eisbereitung, um auch am Sonntag gute Bedingungen zu haben, denn das war durch den ersten Turniertag schon ziemlich durchpflügt. Bis nach Mitternacht arbeiteten die Freiwilligen und wässerten am Ende noch den See für eine glatte Fläche. Und am Sonntag um halb Acht waren alle schon wieder da.

So hatten alle ihren Anteil am Pond Hockey-Wochenende: die Helfer, ohne die es nicht gegangen wäre, die Aktiven, die das Event mit so viel Leben gefüllt haben und die Zuschauer, die ein Wochenende Eishockey live und hautnah erleben konnten.

SPORT1 zeigt am Freitag, den 17.02.2012 um 17:30 Uhr und am Samstag, den 25.02.2012 um 14:00 Uhr eine Reportage.

Fotos gibt es auf http://www.facebook.com/deutschereishockeybund

 

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