IIHF InLine Weltmeisterschaft: Deutschland belegt Platz 7
MÜNCHEN, 25.06.2011 - Am frühen Samstagmorgen musste die deutsche Inlinehockey-Nationalmannschaft ihr letztes Spiel bei der diesjährigen Weltmeisterschaft bestreiten. Das Spiel gegen die Slowakei endete mit einem 9:0 Sieg. Die Slowaken standen bereits als Absteiger fest, denn Deutschland bleibt als Gastgeber der WM im nächsten Jahr im A-Pool, wenn die WM nach 2009 zum zweiten Mal in Ingolstadt stattfinden wird.
Nationaltrainer Georg Holzmann musste im abschließenden WM-Spiel auf seinen bisher erfolgreichsten Torschützen und Kapitän, Thomas Greilinger, verzichten, der mit Magen-Darm-Beschwerden bereits die Heimreise angetreten hatte. Im Tor begann erneut der junge Dennis Berger. Die deutsche Mannschaft begann engagiert und konnte durch Florian Engel bereits früh in Führung gehen. Stefan Ortolf erhöhte einige Minuten später, ehe Christian Wichert noch vor der Pause den dritten deutschen Treffer erzielte. Die Slowaken präsentierten sich mit wenig Elan und ließen Deutschland viel Platz zum Agieren. Die wenigen slowakischen Angriffe wurden von Berger sicher pariert.
Mit entsprechenden Freiheiten ausgestattet nutzten die Deutschen auch die erste Überzahl des Spiels zu Beginn des zweiten Viertels und waren auch ansonsten die klar bessere Mannschaft. Weitere Treffer bis zur Pause waren der verdiente Lohn.
Das dritte Viertel bestätigte das bisherige Bild, denn Deutschland gab weiter den Ton an, kam aber vorläufig zu keinen weiteren Treffern. Einzig Vitalij Aab brach den Bann mit dem achten deutschen Tor.
Das letzte Viertel brachte ebenfalls nur noch einen Treffer und Torwart Berger feierte einen im Inlinehockey durchaus seltenen Shut-Out.
Mit dem Sieg beendet Deutschland die diesjährige Weltmeisterschaft auf Platz 7, während die Slowakei im kommenden Jahr im B-Pool antreten muss.
Spielstatistik:
Deutschland - Slowakei 9:0 (3:0, 4:0, 1:0, 1:0)
Tore: Ortolf 2, Engel 2, Aab 2, Wichert, Rossi, Hölscher
Strafminuten: 3 - 3
Zuschauerzahl: 150
Spieler des Tages: Deutschland - Christian Wichert; Slowakei - Marek Priechodsky; Bester WM-Spieler Deutschlands - Thomas Greilinger
Den kompletten Spielbericht finden Sie unter: http://stats.iihf.com/hydra/inline/143/IHM143521_74_2_0.pdf
Trainer Georg Holzmann: "Wir wollten gewinnen und es war nur sportlich, dass wir dies auch umgesetzt haben. Sehr gefallen hat mir die Einstellung der Spieler, die trotz der bisherigen Niederlagen noch einmal alles abgerufen haben. Ein großes Lob an die Slowakei, die sich wirklich fair und ohne Fouls präsentiert hat. Insgesamt waren wir allerdings zu schwach um mehr zu erreichen, auch wenn wir die engen Spiele durchaus gewinnen hätten können. Ein Sonderlob geht aber an Torwart Dennis Berger, dem sicherlich die Zukunft im Inlinehockey gehört. Aber auch die anderen Jungen, wie Wichert, Ortolf, Rossi, Seifert und Engel haben sich sehr gut präsentiert. Im kommenden Jahr müssen wir einfach als Mannschaft einige Tage vor Turnierbeginn zusammenkommen und uns finden, nicht erst im Turnier. Außerdem benötigen wir natürlich wieder die bestmögliche Mannschaft."
Stürmer Daniel Menge: "Wir wollten nicht ohne Sieg heimfahren, weil dass uns in der Ehre für Deutschland zu spielen sehr verletzt hätte. Es ging zwar um nichts mehr, aber dennoch waren wir heute gut drauf und haben dementsprechend gespielt. Im Turnier haben wir ansonsten nicht überzeugt den zwei oder drei gute Viertel in einem Spiel reichen einfach nicht. Insgesamt sind wir nun zweimal in Folge knapp dem Abstieg entgangen. Wir brauchen endlich wieder eine gemeinsame Vorbereitung und auch eine strukturierte Liga unter einem Dach. Dann können wir auch wieder in Richtung Medaillen angreifen."


