SPORT1 ab 16.30 Uhr live dabei / Bundestrainer Marco Sturm setzt gegen Superstar Brian Gionta und Co weiter auf Rotationsprinzip

Vor dem heutigen letzten Spiel der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft gegen das mit namhaften Akteuren besetzte Team der USA steht zumindest eine Sache fest: Nach zwei Niederlagen in Folge gegen Russland und die Slowakei wird es für die DEB-Auswahl nichts mehr mit dem Turniersieg beim Deutschland Cup 2017. Bedeutet aber auch: Zumindest im letzten Match am Nachmittag (16.45 Uhr, live bei SPORT1) möchten sich die Gastgeber mit einem Erfolg bei ihren treuen Fans verabschieden. Dass dieses Unterfangen gerade gegen das amerikanische Starensemble aus Übersee alles andere als einfach werden dürfte, liegt auf der Hand.

US-Superstar Brian Gionta und Co wurden gestern erstmals ihre Favoritenrolle gerecht. Gegen Russland unterlagen die Mannen um die Trainer Tony Granato und Chris Chelios gestern in einer schnellen und intensiven Partie mit 2:5. Die „Sbornaja“ hatte zuvor Deutschland mit 8:2 geschlagen. „Da wird einiges auf uns zukommen“, weiß auch Krefelds Daniel Pietta, der gestern vom Bundestrainer geschont wurde, heute aber wieder in den Kader rückt.

Marco Sturm wechselt wie angekündigt erneut kräftig durch. Neben Pietta rücken auch Brooks Macek, Frank Mauer, Yannic Seidenberg und Justin Krueger zurück ins Team. Im Tor wird erstmals Danny aus den Birken stehen, der am Morgen als einziger noch gemeinsam mit den Co-Trainern Mikael Samuelsson und Patrick Dallaire eine Kurz-Einheit auf dem Eis absolvierte.

Bundestrainer Sturm, der sich nach dem 2:8 gegen Russland noch etwas enttäuscht von seinen Schützlingen zeigte, konnte trotz der neuerlichen Niederlage einen Tag später gegen die Slowakei (0:3) dennoch zufriedener sein. „Die Jungs haben eine deutliche Reaktion gezeigt, genauso, wie ich mir das gewünscht habe“, sagte der 39-Jährige anschließend. In der Tat: Weit über die Hälfte des Spiels war die Nationalmannschaft das bessere, weil agilere Team. „Aber ohne Tor kann man nicht gewinnen“, wie Patrick Hager treffend feststellte.

Auf die Frage, ob die Ergebnisse oder eben die Erkenntnisse im Vordergrund stünden, antwortete Sturm deutlich: „Die Erkenntnisse.“ Darauf hatten er und seine Spieler schon im Vorfeld des Turniers hingewiesen. „Natürlich wollen wir das größtmögliche beim Heimturnier erreichen“, betonte auch Hager gestern nochmal: „Aber letztlich geht es in erster Linie darum, dass wir uns an System und Tempo gewöhnen. Da sind die Ergebnisse eher nebensächlich. Auch wenn wir mit den bisherigen Partien sicher nicht zufrieden sein können.“

Direkt im Anschluss nach dem Match verteilen sich die Spieler wieder in alle Himmelsrichtungen. Die meisten Akteure haben von ihren Clubs ein paar zusätzliche freie Tage bekommen. Für Moritz Müller, Pascal Zerressen, Daniel Pietta und Marcel Müller gibt es allerdings bereits am Mittwoch bei der Partie Köln gegen Krefeld ein erstes Wiedersehen. Erstmals kommt der Olympia-Kader Anfang Februar zusammen, bevor es wenige Tage später nach Südkorea geht.