Schweden  – Slowakei 4:2 (2:0; 1:1; 1:1)

Köln // Slowakei beendet Turnier auf Platz 7

Schweden mit der Chance in der Tabelle auf den zweiten Rang vorzustoßen, während es für die Slowaken eigentlich um Nichts mehr ging – die KO-Runde war außer Reichweite, aber man wollte sich anständig von der Weltmeisterschaftsbühne verabschieden.

So legten auch beide Teams los. Lundquist im Tor der Skandinavier hatte mehr zu tun, als ihm lieb sein konnte. Aber William Nylander von den Toronto Maple Leafs erzielte in der 5. Minute das erste schwedische Tor. In der 9. ließ Oliver Ekman- Larsson mit einem schönen Schuss das zweite Tor folgen. Alles schien nach Plan zu laufen – nur die Höhe des Sieges stand noch nicht fest.

Aber so einfach wollten sich die Osteuropäer nicht geschlagen geben und fighteten zurück. Tomas Matousek überwand Henrik Lundquist nach 24:08 das erste Mal. Postwendend kam die Antwort der Schweden durch Dennis Everberg (25:45).

Im letzten Abschnitt spielten die Slowaken „Alles oder Nichts“ – und wurden belohnt. In der 42. Minute gelang ihnen der Anschluss zum 2:3 durch einen harten und platzierten Schuss von Andrej Kudrna. Als dann der Headcoach Zdano Ciger 111 Sekunden vor dem finalen Pfiff auch noch Jaroslav Janus aus seinem Kasten nahm, gelang William Karlsson der entscheidende Treffer – 4:2. Schweden war vorübergehend Zweiter der Gruppe A.

Tore: 1:0 (4:02) Nylander; 2:0 (8:14) Ekman-Larsson; 2:1 (24:08) Matousek; 3:1 (25:45) Everberg; 3:2 (41:34) Kudrna; 4:2 (59:28) Karlsson {ENG}

Strafen: 8 (SWE) : 4 (SVK)

Zuschauer: 10.259


Russland – USA  (1:0; 2:3; 0:2)

Köln // Superspiel im Kampf der Eishockeygiganten

Russland aktuell Tabellenführer traf auf den dritten USA. Selbst bei einer Niederlage nach Verlängerung/Penaltyschiessen würde es dabei bleiben. Team USA hingegen brauchte mindestens einen Punkt um Schweden vom zweiten Platz zu verdrängen und drei, um auf den ersten Platz zu steigen – es war also Spannung angesagt.

Als Team USA das Eis betrat, machte sich ein lautes Pfeifen und Buhen in der Arena breit – sie war vollkommen in russischer Hand und die Fans skandierten lauthals „Russia, Russia!“. Die ausverkaufte LANXESS arena (18.756 Zuschauer) war ein Meer aus russischen Fahnen. Beide Mannschaften hatten mit Jimmy Howard (Detroit Red Wings) und Andrei Vasilevski (Tampa Bay Lightning) ihre absolute Nummer Eins im Gehäuse. Beide Teams schenkten sich Nichts, die Osteuropäer überstanden zwei Strafzeiten, bevor Bogdan Kiselevich einen schönen, öffnenden Pass in die Spitze schickte. Nikita Gusev nahm ihn perfekt an und ließ Howard aus kürzester Distanz keine Chance. Es war sein drittes Tor und neunter Skorerpunkt in diesem Turnier. Damit stand es 1:0 bei 3:16 Torschüssen und 10:2 Strafminuten.

Das zweite Drittel hätte für die USA besser nicht starten können – Kevin Hayes sah die freie Scheibe in rechter Position einen Meter vom Tor entfernt liegen, fackelte nicht lange und schoss sie hoch über den sich werfenden Vasilevski ins Tor. Das Spiel entwickelte sich zu einem echten Spitzenspiel mit einigen großen Chancen. Die Arena tobte, die Stimmung war hervorragend. Etwa zwei Meter innerhalb der blauen Linie nahm Anton Belov in der 28. Minute den Puck direkt und ließ Howard keine Abwehrchance – 2:1. Keine fünf Minuten später fiel der erneute Ausgleich – aus zentraler Position hatte Dylan Larkin (Detroit Red Wings) dem russischen Goalie mit einem Schuss in den Winkel nicht den Hauch einer Chance gelassen (33.). 36:15 Minuten waren gespielt, als die Sbornaja durch ein Powerplay erneut in Führung ging – wieder hatte Gusev die Scheibe über die Linie gebracht. In der 38. Minute die Antwort des US-Teams. Kevin Hayes, völlig allein gelassen am Torkreis, bekam den Puck maßgeschneidert zugespielt, legte sich die Scheibe noch zurecht und jagte sie unter den Querbalken des Tores – erneuter Ausgleich: 3:3 zur Pause.

Nach diesem offenen Schlagabtausch im zweiten Drittel, ging es nun ein wenig abwartend, mehr Wert auf die Defensive legend weiter. In der 53. Minuten kam es nach einem Stockschlag zu einem amerikanischen Powerplay, das Anders Lee nach nur 11 Sekunden zur erstmaligen Führung der USA nutzte. Es folgte eine weitere Strafe gegen Russland, doch Russland erkämpfte sich die Scheibe, konterte schnell scheiterte aber an Howard. Chefcoach Oleg Znarok musste nun alles riskieren, nahm seinen Torhüter für einen sechsten Feldspieler vom Eis, wurde für seine Risikobereitschaft aber nicht belohnt und kassierte prompt die Endscheidung – 3:5 durch Brock Nelson (New York Islanders). damit ist die USA erster nach der Vorrunde der Gruppe A, gefolgt von Russland und Schweden. Der vierte Viertelfinalist wird am Abend im Spiel Lettland gegen Deutschland ermittelt.

Tore: 1:0 (12:29) Gusev; 1:1 (21:00) Hayes {PP}; 2:1 (27:33) Belov; 2:2 (32:18) Larkin; 3:2 (36:15) Gusev {PP}; 3:3 Hayes; 3:4 (52:57) Lee {PP}; 3:5 (59:38) Nelson {ENG}

Strafen: 16 (RUS) : 8 (USA)

Zuschauer: 18.756 (ausverkauft)

Text: Ivo Jaschick