Die deutsche U16 Frauen-Nationalmannschaft musste sich im letzten Gruppenspiel des Europa-Pokals nin Budapest (Ungarn) Russland mit 0:4 (0:0/0:1/0:3) geschlagen geben.

So wie in den Spielen zuvor, gehörten die Anfangsminuten der deutschen Mannschaft. Im Minutentakt erspielte sie sich hochkarätige Möglichkeiten. Die Größte vergab Lilli Welcke, die im Nachschuss den Pfosten traf. Auf der anderen Seite vereitelte entweder die gut geordnete deutsche Abwehr oder Torhüterin Tatjana Pfeifer mehrere gute Chancen der Russinnen. Bis zur ersten Pause erspielte sich das deutsche Team ein Plus bei den Chancen und Spielanteilen, konnte aber keinen Profit daraus schlagen.

Die Russinnen kamen nach der Pause besser ins Spiel und brachten gleich zu Beginn mehrere Schüsse Richtung deutsches Tor, Tatjana Pfeifer zeigte sich aber wenig beeindruckt von den gegnerischen Versuchen und hielt, was auf ihr Tor kam. In der 40. Spielminute war es dann Sofia Sycheva, die in Überzahl das erste Tor des Abends für Russland zum 0:1 erzielte. Die deutsche Mannschaft brachte sich in der Folge durch einige Strafzeiten selbst aus dem Spielrhythmus, überstand diese aber schadlos. So endete das zweite Drittel mit einer knappen Führung für Russland.

Im Schlussdrittel waren knapp fünf Minuten gespielt als Polina Luchnikova antrat, die deutsche Abwehr ausspielte, Tatjana Pfeifer keine Chancen ließ und so zum 0:2 für Russland traf. Die deutschen U16 Frauen kämpften in der Folge, um den Anschluss zu schaffen. Wirklich gefährlich wurden sie dem russischen Tor allerdings nicht. Acht Minuten vor dem Ende rutschte Tatjana Pfeifer der Puck nach einem Schuss von Elizaveta Shkaleva von der blauen Linie zwischen den Armen hindurch und blieb wenige Zentimeter hinter der Torlinie zum 0:3 für Russland liegen. Die Russinnen schnürten die deutsche Mannschaft jetzt im eigenen Drittel immer wieder ein. Die Folge war in der 52. Minute das 0:4 durch Russlands Kristi Shashkina, die die Scheibe über die Linie drückte. Eine unglückliche Entscheidung, denn Schiedsrichterin Ulrike Winklmayer hatte die Situation bereits abgepfiffen, bevor die Scheibe die Linie überquerte. Die deutsche Mannschaft konnte bis zum Schluss nicht mehr gefährlich vor das russische Tor kommen und so blieb es beim 0:4 Endstand.

Dieser ist gleichbedeutend mit dem zweiten Platz in der Gruppe B. Morgen trifft das deutsche Team um 15:40 im Spiel um Platz 3. auf Finnland. Die Finninnen gewannen in Gruppe A ebenfalls zwei Spiele gegen die Schweiz und die Slowakei, mussten sich im entscheidenden Spiel aber Tschechien mit 1:0 geschlagen geben. Einen Livestream zum Spiel gibt es hier

Florian Neumayer, Trainer U16 Frauen: „Im ersten Drittel haben wir mit sehr viel Engagement gespielt. Dadurch konnten wir uns ein leichtes Übergewicht erspielen, haben aber leider keine Tore erzielen können, was schon in den vergangenen Partien das Manko war. Durch zu viele Strafzeiten haben wir uns zusätzlich geschwächt. Im letzten Drittel war dann der Kräfteverschleiß die logische Konsequenz. Die Folge waren individuelle Fehler, die das Ergebnis vielleicht ein bisschen zu hoch ausfielen ließen.“

Deutschland: Pfeifer (Neuert) – Klinger (C), Raschke (A); Sterzik, Lilli Welcke, Luisa Welcke – Strompf, König; Leveringhaus (A), Bartell, Kubiczek – Heinz, Merkle; Hark, Gruchot, Christof, – Leonhardt, Idschok, Miller

Tore: 0:1 Sofia Sycheva (39:27/PP1), 0:2 Polina Luchnikova (45:53), 0:3 Elizaveta Shkaleva (51:42), 0:4 Kristi Shashkina (54:09)

Strafminuten: Deutschland 14 – Russland 12