Andrea Lanzl bestreitet 250.Länderspiel / Hinterstocker:„Trotz Niederlage Aufstieg in den Mittelpunkt rücken“

Die Frauen-Nationalmannschaft muss sich Österreich im letzten Spiel bei der 2016 IIHF Frauen-Eishockey Weltmeisterschaft in Aalborg/Dänemark vor den Augen von DEB-Präsident Franz Reindl mit 1:3 (0:2; 0:0; 1:1) geschlagen geben.

Die Gegner aus der Alpenrepublik fanden von Beginn an besser in die Partie als die Mannschaft um Frauen-Bundestrainer Benjamin Hinterstocker. In der 6.Spielminute war es dann Eva Beiter die Ivonne Schroeder im Kasten der Deutschen überwinden konnte und die Österreicherinnen in Führung brachte. Nina Kamenik hatte wenige Minuten später die Möglichkeit zum Ausgleich, verfehlte aber knapp. Sieben Minuten vor der ersten Pause war es dann erneut Österreich, das seine Führung um einen weiteren Zähler ausbauen konnte.

Nach einem torlosen zweiten Drittel erhöhte die DEB-Auswahl im Schlussabschnitt noch mal den Druck und konnte vor dem österreichischen Tor immer wieder gefährliche Akzente setzten. Manuela Anwander ließ die Hoffnungen der Deutschen durch ihren Treffer in der 46.Spielminute dann noch mal steigen. Benjamin Hinterstocker nahm Schroeder knapp eine Minuten vor Ende der Partie zu Gunsten einer sechsten Feldspielerin vom Eis, doch es sollte nicht sein: Die Deutschen fanden keinen Weg zum Ausgleich und mussten letztlich dann noch ein Empty-Net-Tor zum 1:3 Endstand hinnehmen.

Die offizielle Siegerehrung findet heute Abend nach dem letzten Turnierspiel zwischen Frankreich und Dänemark (20.00 Uhr) in der Eishalle in Aalborg statt. Neben Deutschland haben noch Österreich, Frankreich und/oder Dänemark, je nach Ausgang des letzten Spiels eine Chance auf eine Medaille.

Einen herzlichen Glückwunsch und ein großes Dankeschön an dieser Stelle nochmal an Andrea Lanzl, die heute zum 250. Mal das Trikot der deutschen Nationalmannschaft getragen hat.

Frauen-Bundestrainer Benjamin Hinterstocker: „Leider konnten wir heute das letzte WM-Spiel gegen eine stark spielende österreichische Mannschaft nicht für uns entscheiden. Im laufe der Partie hatten wir natürlich Torchancen, um die nötigen Tore für einen Sieg zu erzielen. Vielmehr sollten wir nach Ende des diesjährigen WM-Turniers unseren Aufstieg in den Mittelpunkt rücken. Seit unserem Treffen im Bundesleistungszentrum am 16.03.2016 hat die gesamte Mannschaft inklusive des Staff-Teams hervorragend den sportlichen Erfolg forciert. Wir können stolz auf die Leistung der Mannschaft und die Rückkehr in die Top-Division sein. Alle haben ihren Beitrag dazu geleistet unser Ziel, den Wideraufstieg, zu realisieren. Nun gilt es unseren Blick in die Zukunft zu richten und die anstehenden Herausforderungen in Angriff zu nehmen. Abschließend möchte ich mich bei allen bedanken, die uns unterstützt haben. Ebenso Danke für die zahlreichen Glückwünsche, die uns seit vorgestern erreicht haben.“

Sophie Kratzer (MVP der Deutschen Mannschaft): „Es ist natürlich ärgerlich, dass wir dieses Turnier nicht mit einer weißen Weste beendet haben. Trotzdem steht die Freude über den Aufstieg im Vordergrund und es macht Mut den eingeschlagenen Weg konsequenter Arbeit weiter zu gehen.“